Neonazis

Keine rechtsextreme Bedrohung für Österreich

16. November 2011, 13:28

Mikl-Leitner: Kein Bezug zu Österreich - Verfassungsschützer gehen vom Versuch der Gründung einer Partei nach NPD-Vorbild aus

Wien - Im Gegensatz zu Deutschland, wo Neonazi-Serienmorde an Zuwanderern für Aufsehen sorgen, stellt der Rechtsextremismus in Österreich keine ernsthafte Bedrohung dar. Dies stellt zumindest der Verfassungsschutzbericht 2011 fest. Die Verfassungsschützer gehen aber davon aus, dass Rechtsextreme in Österreich weiter versuchen werden, eine Partei nach dem Vorbild der deutschen NPD zu gründen. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) stellte fest, dass es keine Verbindungen der mutmaßlichen deutschen Täter zu Österreich gebe.

Es habe bereits Kontakte zwischen den heimischen und den deutschen Sicherheitsbehörden gegeben. "Laut derzeitigem Stand liegt hier kein Österreich-Bezug vor", sagte Mikl-Leitner am Dienstag-Abend im ORF-"Report". Die Ministerin betonte, dass man die rechtsradikale Szene im Fokus habe und die Experten darauf achten, dass nichts passiert. Zu Berichten über mögliche Kontakte der mutmaßlichen deutschen Täter mit dem österreichischen Neonazi Gottfried Küssel erklärte Mikl-Leitner, dass Küssel in U-Haft sei, zeige, dass man die rechtsextreme Szene "gut im Griff" habe.

Generationenwechsel in rechter Szene

Diese Sichtweise bestätigt auch der aktuelle Verfassungsschutzbericht. "Der Rechtsextremismus stellte im Jahr 2010 keine ernsthafte Bedrohung für den Staat bzw. die Verfassung oder eine Bedrohung der inneren Sicherheit dar", heißt es darin. Die Verfassungsschützer gehen jedoch davon aus, dass der Generationswechsel in der rechten Szene "zumindest in Ansätzen bereits umgesetzt wurde". "Ansätze für die Etablierung eines neuen, von jungen ideologisierten Kadern geführten aktionsorientierten Neonazismus waren evident", heißt es in dem Bericht.

Und die Verfassungsschützer gehen davon aus, dass diese ideologisierte Szene weiter versuchen wird, "eine extremistische Rechtspartei nach dem Vorbild der deutschen NPD zu gründen. Dabei wird wohl versucht werden, die eigentlichen extremistischen Ziele hinter populistischen, nur vordergründig angestrebten politischen Zielen zu verstecken."

Im Jahr 2010 wurden 1.040 Anzeigen im Bereich des Rechtsextremismus verzeichnet (davon 522 nach dem Verbotsgesetz), um 31 Prozent mehr als die 791 des Jahres 2009. Die Zahl der Tathandlungen (bei denen mehrere Delikte zur Anzeige kommen können) nahm von 453 auf 580 zu, wobei 57,8 Prozent als rechtsextremistisch, elf Prozent als fremdenfeindlich/rassistisch, 4,6 Prozent als antisemitisch und 1,4 Prozent islamophob motiviert eingeordnet wurden. Die Aufklärungsquote stieg von 44,2 auf 48,6 Prozent. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 113
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PaterWilli
00
25.11.2011, 02:23
Keine rechtsextreme Bedrohung in Österreich ?

Nein - natürlich nicht Frau Mikl, hatten wir in Österreich doch noch nie. Nicht in Oberösterreich, nicht in Salzburg, nicht in Kärnten und nicht in Südtirol, nicht in Wien (Alitalia, Parlament usw). Wir irren uns sicher alle.

Und die deshalb verurteilt wurden, lassen wir halt früher frei (wegen guter Führung halt), dann kriegen sie eine neue Identität, damit niemand sagt : "Na, aber was ist dem mit dem da...." - und dadurch vielleicht gar "ausgegrenzt" wird..

- Und die Welt ist eine Scheibe

Mathias Steinlaus
 
00
18.11.2011, 14:56
Keine rechtsextreme Bedrohung für Österreich

Die ÖVP ist wohl das Äquivalent zu Deutschlands CDU? Auf der einen Seite Anti-Terror-Gesetze um gegen islamistische Spinner gewappnet zu sein, aber den braunen gefährlichen Sumpf im eigenen Land wird nicht als Bedrohung gesehen.

Hat hier wer was groß zu verbergen??

liberte
02
18.11.2011, 09:06
die Blindheit am rechten Rand

ist der ÖVP in die Wiege gelegt . Da parlieren (angeblich närrische Burschenschafter) mit Waffen in der Stadt , das BMI und die Polizei ist durchsetzt von selbigen und schützt Rechtsradikale , bei öffentlichen Aufmärschen der Rechten werden Gegendemonstrationen einfach verboten ......

vito don´s schwester
01
17.11.2011, 17:42
für mikl-metternich

ist der rechtextremismus keine bedrohung sondern eine schöne hoffnung.

Feuergeist
 
00
17.11.2011, 16:33
Wer hat das gesagt?

Der Schrammel oder der Pilch?

roland muster
 
00
17.11.2011, 15:01
Österreichische Medien = Propaganda

Ganz gleich ob rechts, linksextrem. Umso mehr Ungerechtigkeit und Armut in der Bevölkerung zu spüren ist, desto größer der Zulauf zu radikalen Tendenzen. Leider werden diese Feindbilder in den öffentlichen Medien "Propaganda" geschürt. Zuerst verdummt man sie, dann radikalisiert man. Um vom eigentlichen Problem, der Zinsthematik abzulenken. alles geplant...

Mike Freeman
01
17.11.2011, 13:41
Das Verhältnis von 1040 zu 340 Anzeigen sagt eigentlich schon alles ...

Es ist einfach nur lächerlich, wenn Mikl Leitner hier keine Gefahr für den Staat sieht denn Terrorismus entwickelt sich aus einer krimminellen Grundeinstellung in Verbindung mit einer staatsfeindlichen Ideologie und beides ist offensichtlich vorhanden.
Auch wenn ein führender Ideologe der Rechtsextremen in U-Haft sitzt sagt das noch lange nicht, dass es deshalb keine Kontakte zur rechtsextremen Szene in D. gibt.
Und was die Parteigründung angeht würde ich mir mal die FPÖ ansehen - die haben immerhin überzeugte, dem Extremismus nahestehende Personen im Nationalratspräsidium sitzen - da ist der Schritt zur extremistischen Partei nicht sehr weit.

wildkater
00
17.11.2011, 15:46
Der Chef dieser von Ihnen angesprochenen Partei...

....hat doch lediglich mit dem führenden Ideologen der Rechtsextremen - Küssel, seines Zeichens lebende Deix-Figur - im Wald Paintball gespielt und dann für sich und seine Kameraden drei Bier bestellt,
Dafür gibt es sogar Foto-Beweise.
Daraus eine Nähe zum Rechtsextremismus zu fabrizieren ist Frau Mikl-Leitner vermutlich zu weit her geholt 8-()

yoghurtinator
 
24
17.11.2011, 12:00
Anderswo fürchtet man das Aufkeimen des Rechtsextremismus

Bei uns hingegen sinds schon da und hocken im Parlament. Eine Bedrohung besteht ja nur so lange, so lange das bedrohliche Szenario noch nicht eingetreten ist.

TheMentat
23
17.11.2011, 12:00
Natürlich gibt es keine rechtsextreme Bedrohung für Österreich.

Denn Österreich selbst ist inzwischen eine rechtsextreme Bedrohung geworden. Nicht die Erste in Europa und auch leider nicht die Letzte. Offenbar sind wir wieder einmal dabei, den Kampf gegen die Dummheit zu verlieren.

AngelikaSch
22
17.11.2011, 11:56
Ich wüßte gerne, ob das DÖW das auch so sieht.

Das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes befasst sich auch mit dem Thema Rechtsextremismus und kommt oft zu anderen Schlüssen, als die Frau Ministerin!

Cato der Ältere1
13
17.11.2011, 11:38
..nein, wir haben keine rechtsextreme Bedrohung in Österreich,

..nicht doch, wie denn auch, wir haben ja die Effen...

Das reicht doch wohl...

shangrilla
14
17.11.2011, 11:06
die sitzen eh im parlament.

Erwin Wolfram
07
17.11.2011, 10:26
uebersetzung

die nationalsozialistischen beamten liessen einen artikel schreiben fuer sie, extra.

cwebb1977
71
17.11.2011, 11:02

Ja, die Sozialisten aller Couleur sind eine Gefahr für den Rechtsstaat.

Hudri Wudri
14
17.11.2011, 11:51
Da waehle man doch lieber die Schwarzen,

die dann ungeniert - es (das Politik-Geschaeft) quasi von hinten (rum) mit den Blaunen treiben. Was einmal durchgegangen ist, wird das naechste Mal wohl auch funktionieren, oder?

Herr und Frau Österreicher
 
05
17.11.2011, 11:39

Selbstverständlich! Christlich Soziale sind die einzigen wahren Demokraten! Um die Demokratie zu schützen, gehen die schon mal so weit, eine "funktionale Diktatur" (Dollfuß) zu errichten...(-;

cwebb1977
00
17.11.2011, 14:01

Besser als ein real-sozialistischer Staat.

lo's hirnbrand
04
17.11.2011, 10:07
haaaa militante tierrechtler...

warum sind hier eigentlich keine schwarzbraun karierten turbokapitalisten mit raubrittermoral angeführt? oder braunbraune bauerbündler, die sich unser land unter dem deckmantel der "agrargemeinschaften" unter den nagel reissen... all diese unschuldsvermutungen müssen natürlich mit einem gesetz gegen die demokratie bekämpft werden.

agrargemeinschaften auflösen, finanzverbrecher bestrafen, korrupte politiker zur rechenschaft ziehen und den braunen sumpf der fpö verbieten. sonst scheinen in dem bericht des verfassungsschutz bald subversive demokratische elemente auf, die mit dem neuen polizeischutzgesetz bekämpft werden müssen.

thumbs up, schönes märchen, dieser bericht.

pax pacis
218
17.11.2011, 08:38
Innenministerium

da antwortet der bock und nicht der gärtner. dieses ministerium wurde während schüssel/fpö herrschaft braun unterwandert.
beweis: die verfolgung von nicht willfährigen beamten, die aufdecken. fragen sie nach beim falter!

j.h.k.
01
17.11.2011, 10:50
halbrichtig, immerhin!

es begann aber schon unter schlögl. DEM rechtsverbinder der spö. leider....

plusminus 50 milliarden?
110
17.11.2011, 08:25

Na, im Dritten Reich ist doch rechte Gesinnung keine Bedrohung... Sie wird, im Gegenteil, bereits freudig erwartet.

Ihr Amt für garantierte Verfassungsbögen

sylver
015
17.11.2011, 08:20

also angenommen, die grafik da oben stimmt und es gibt im extremistischen bereich tatsächlich nur schnorrer, ewiggestrige und leute, die in ihrer kindheit schlechte erfahrungen mit flachsigem gulasch gemacht haben: knapp drei viertel aller anzeigen betreffen den rechtsextremismus, von welchem laut verfassungsschutzbericht keine bedrohung ausgeht. wozu das aktuelle anti-terror-paket?

Lichtfreak
00
17.11.2011, 09:47

Für den zukünftigen Terror, wenn der Masse aufgeht, wie sie ausgeplündert wurde.

Und wer weiss, wie eine wütende Masse losgehen kann.... der hat Angst, viel Angst!

Wilhelm Sommer
21
17.11.2011, 06:46

Was Recht(s) ist, bestimmt immer noch die Kronenzeitung

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