Nussbaumers Stationen

Nussbaumers Stationen #1 - SC Schwanenstadt
Der 1946 gegründete Klub aus der 4.000-Einwohner-Gemeinde im oberösterreichischen Hausruckviertel erlebte ab der Jahrtausendwende eine Achterbahnfahrt. Nach dem Aufstieg in die Landesliga 2000 gelang in der Folgesaison der Sprung in Regionalliga, Helmut Nussbaumer übernahm zunächst das Trainer- und 2004 das Manageramt. 2005 folgte der Sprung in den Profifußball, wo die Mannschaft von Andreas Heraf 2007 den Vizemeistertitel in der Ersten Liga erreichte. Obwohl sich der Verein zwischenzeitlich in SCS Bet-at-Home.com umtaufte und seine 2005 ausgebaute Arena ebenfalls nach dem Sponsor benannte, konnte das finanzielle Überleben erst durch ein Lizenzgeschäft sichergestellt werden. Am 19. Mai 2008 wurde der Klub in FC Magna Wiener Neustadt umbenannt und übersiedelte ins niederösterreichische Industrieviertel. Nach einem Neubeginn unter dem Namen SC Schwanenstadt 08 spielt der Verein jetzt in der 1. Klasse Süd des OÖFV.

Nussbaumers Stationen #2 - 1. FC Vöcklabruck
Der Fusionsklub erblickte 1999 das Licht der Welt, nachdem sich die Bezirksligavereine SV und ASKÖ Vöcklabruck auf Initiative eines Lokalfernsehsenders darauf verständigt hatten, ihre Kräfte zu bündeln. Durchwachsenen Anfangsjahren folgten 2004 und 2005 zwei Titel in Serie, die die Vöcklabrucker in die Regionalliga spülten, wo sich unter der Präsidentschaft des Schrotthändlers Alois Resch prominente Trainer wie Manni Bender und Frenkie Schinkels die Klinke in die Hand gaben. Unter Andrzej Lesiak gelang 2008 der Sprung in die Erste Liga. Der Verein kam jedoch nicht über den letzten Platz nicht hinaus, zudem wurde ihm die Bundesliga-Lizenz verwehrt. Ex-Trainer Helmut Nussbaumer gab ab der Winterpause ein Comeback als Manager, konnte jedoch die Einstellung des Spielbetriebs nicht verhindern. Nachdem die Spieler monatelang auf die Auszahlung ausständiger Gehälter gedrängt hatten, wurde über den Verein im November 2009 mit Verbindlichkeiten von 800.000 Euro der Konkurs eröffnet. Der Vöcklabrucker Sportclub spielt als Nachfolgeverein aktuell in der 1. Klasse Süd.

Nussbaumers Stationen #3 - FC Pasching
Der FC Pasching wurde 2007 gegründet. Dank einer Spielgemeinschaft mit dem SV Wallern durfte der Nachfolger des Bundesligisten SV Pasching in der fünftklassigen Oberösterreich-Liga einsteigen, von wo er 2009 in die Regionalliga Mitte aufstieg. 2010 übernahm Helmut Nussbaumer die Präsidentschaft von Langzeitmäzen Franz Grad, im Oktober 2011 sorgte er mit der Verpflichtung von Adi Pinter als Trainer für Aufsehen. Grad hatte den Paschingern im Sommer 2011 nach langem Hin und Her endgültig den Geldhahn zugedreht. Unter dem Transportunternehmer hatte der 1946 als ASKÖ Pasching gegründete Verein in den späten 1990er Jahren zu einem ungeahnten Höhenflug angesetzt. Dem Cup-Halbfinale 2000 ließ man den Aufstieg in die Erste Liga folgen. Von 2003 bis 2007 spielte der FC Superfund, vormals SV PlusCity Pasching, in der Bundesliga und erreichte zweimal Platz drei sowie den Europacup. 2007 wurde der Sitz nach Verhandlungen Grads mit dem Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider nach Klagenfurt verlegt und der Verein in SK Austria Kärnten umbenannt. Grad kassierte dafür eine Entschädigung von kolportierten drei Millionen Euro. (Reinhard Krennhuber)

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