Zahl der Saisonniers sinkt drastisch

16. November 2011, 13:49
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65 Prozent weniger Zeitarbeiter aus Drittstaaten werden für den heurigen Winter genehmigt, das Kontingent umfasst 2.225 Personen

Wien - Das Kontingent für Saisonniers aus Drittstaaten wie dem ehemaligen Jugoslawien wird im heurigen Winter kräftig gekürzt. Aufgrund der Öffnung des Arbeitsmarktes für die 2004 beigetretenen EU-Mitgliedstaaten mit 1. Mai 2011 und einer neuen Regelung für Stammsaisonniers wird das Sozialministerium ein Kontingent von 2.225 Personen, um 65 Prozent weniger als im Winter 2010/2011 verordnen. Das gaben die Gewerkschaft vida und die Wirtschaftskammer Österreich bekannt.

"Unser Augenmerk hat darauf zu liegen, dass wir in- und ausländische Arbeitsuchende, die bereits hier sind, zu fairen Lohn-und Arbeitsbedingungen wieder in Beschäftigung bringen. Die Zulassung von Drittstaatensaisonniers wurde daher bedarfsgerecht auf ein Restkontingent beschränkt", argumentierte Gewerkschafter Rudolf Kaske.

Seit 1. Mai ist der Arbeitsmarkt in Österreich für alle EU-Länder bis auf Rumänien und Bulgarien geöffnet. Rund 3.000 Arbeitskräfte aus den EU-Erweiterungsländern, die bisher in der Wintersaison in Österreich gearbeitet haben, benötigen heuer keinen Kontingentplatz mehr.

Neben dem Kernsaisonkontingent stehen den heimischen Tourismusbetrieben 1.500 registrierte Drittstaaten-Arbeitskräfte zur Verfügung, die sich als sogenannte Stammsaisonniers beim Arbeitsmarktservice (AMS) registriert haben. Als Stammsaisonnier gilt man dann, wenn man seit Jahren jedes Jahr eine bestimmte Zeit in Österreich arbeitet. (APA)

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