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Forschen für die Versorgungssicherheit

17. November 2011, 00:01

Die sichere Energieversorgung ist eines der zentralen Ziele der österreichischen Energiepolitik. Forschung und Entwicklung neuer Technologien spielen dabei eine zentrale Rolle.

Bis 2020 muss Österreich den Anteil erneuerbarer Energien an der Deckung seines Brutto-Endenergiebedarfs von rund 28 auf 34 Prozent steigern, seine CO2-Emissionen um 20 Prozent senken und seinen Brutto-Endenergiebedarf bei 1100 Petajoule (PJ) stabilisieren. So sieht es der Entwurf zur Energiestrategie Österreich vor. Wie es im Strategieentwurf heißt, beruht die Energiepolitik Österreichs auf drei Säulen: die Steigerung der Energieeffizienz in allen wesentlichen Sektoren, den Ausbau der erneuerbaren Energien (insbesondere der Wasserkraft) und die langfristige Sicherstellung der Energieversorgung. Gerade der dritten Säule kommt zentrale Bedeutung zu, denn die langfristige Sicherung der Energieversorgung und die damit in Verbindung stehenden Kosten und Umweltauswirkungen dominieren im hohen Maße die volkswirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Staates. Es ist erforderlich, den Energieverbrauch möglichst gering zu halten, die eigenen Energieressourcen sorgsam zu nützen und auszubauen, notwendige Importe durch Diversifikation zu sichern und ausreichende Infrastrukturen für Transport und Speicher zur Verfügung zu stellen. Dies bedeutet weiter, die Übertragungs- und Verteilnetze sowie Speicher für Strom und Erdgas auszubauen und sicherzustellen, dass Österreich weiterhin seine Drehscheibenfunktion im Bereich der leitungsgebundenen Energieträger wahrnehmen kann.

Forschung im Kontext

Gerade im Zusammenhang mit der Versorgungssicherheit ist die energiespezifische Forschung und Entwicklung maßgeblich. Denn nur wenn es gelingt, Energiepolitik, Umweltpolitik sowie Forschungs- und Technologiepolitik in eine umfassende Gesamtstrategie zu integrieren, können die erforderlichen Veränderungen des Energiesystems in der notwendigen Zeit und zu vertretbaren Kosten erreicht werden. Die Aufgabe der Forschung ist es, die technologische Basis für neue Wege und Lösungen zu schaffen, aber auch Grundlagen für die Bewertung von unterschiedlichen Technologien und Strategien zur Verfügung zu stellen. Die internationale Zusammenarbeit erleichtert es, Fortschritte zu erzielen, da so Know-how und Ressourcen gebündelt werden können. Angestrebt wird daher, die Mittel des Bundes und der Länder für Forschung und Entwicklung schrittweise und im Zusammenhang mit der Sicherstellung der Energieversorgung zu erhöhen. Als besonders wichtig bezeichnet es der Entwurf zur Energiestrategie Österreich, ein innovationsfreundliches Umfeld zu schaffen, in dem auch Unternehmen entsprechende Investitionen tätigen können.

Internationale Perspektiven

Einen maßgeblichen Ansatzpunkt bietet laut Strategieentwurf der „Strategic Energy Technology Plan" (SET-Plan) der EU. Empfohlen wird die Gewährleistung einer verlässlichen Anbahnungsunterstützung und Kofinanzierung europäischer Projekte sowie eine Teilnahme an den Industrieinitiativen und an Teilen des Programms der Research Alliance im Rahmen des SET-Plans. Nationale Technologieplattformen sollen unterstützt werden, insbesondere, was ihre internationale Vernetzung betrifft. Als thematische Schwerpunkte werden im Strategieentwurf vor allem das Heizen und Kühlen mit erneuerbaren Energieträgern, die Windenergie, Photovoltaik und Geothermie sowie Smart Grids genannt. Gerade im Bereich der effizienten Nutzung elektrischer Energie bestehen noch erhebliche Potenziale, deren Nutzung der österreichischen Wirtschaft interessante Marktpotenziale eröffnet. Es gilt daher, durch Forschung & Entwicklung, durch die Unterstützung der Markteinführung sowie durch Demonstrationsprojekte und Breitentests in eine Spitzenposition im Bereich der erneuerbaren Energien zu gelangen.

Forschung weiter intensivieren

„Ein Energiesystem, das auf einer Vielfalt von nicht-fossilen Energiequellen, flexiblen Infrastrukturen und Nachfragemanagement beruht, wird sich im Hinblick auf die Versorgungssicherheit stark vom heutigen System unterscheiden", betont der Entwurf zur Energiestrategie Österreich. Umso wichtiger ist es, Forschung & Entwicklung im Bereich einschlägiger Technologien zu intensivieren.

  • Foto: Verbund

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