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Fördern und forschen

17. November 2011, 00:01

Die EU gibt mehr Geld für die Energieforschung aus als je zuvor. Und die österreichische Beteiligung an den einschlägigen Programmen kann sich durchaus sehen lassen.

Im aktuellen siebenten Rahmenprogramm für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration stehen, von einem Gesamtfördervolumen von 53,27 Mrd. Euro, rund 5,1 Mrd. Euro für energierelevante Forschung zur Verfügung, davon 2,35 Mrd. für nicht auf die Kernenergie bezogene Forschung. Der Anteil des Budgets für Energieforschung an den Rahmenprogrammen liegt seit den 1990er Jahren zwischen zehn und zwanzig Prozent, mit zuletzt sinkender Tendenz. So liegt der Budgetanteil aktuell bei unter zehn Prozent, während er im ersten Rahmenprogramm in den 1980ern noch einen Anteil von 47 Prozent aufwies. In absoluten Zahlen steht allerdings heute für Energieforschung so viel Geld zur Verfügung wie nie zuvor.

Um die gesetzten Ziele der Europäischen Union für Energieeffizienz, erneuerbare Energieträger und CO2-Reduktion erreichen zu können, liegen die Forschungsschwerpunkte bei Energie im siebenten EU-Rahmenprogramm bei diesen Themen. Bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern geht es konkret um Projekte, die eine Steigerung des Gesamtwirkungsgrades zum Fokus haben. Auch die CO2-Abscheidung und -Lagerung, die Verbesserung des Wirkungsgrads bei Kohlekraftwerken; Smart Grids, Energiespar- und Energieeffizienzkonzepte sowie die Entwicklung von Instrumenten, Methoden und Modellen für die Bewertung von Energietechnologien und die Bereitstellung von mittel- und langfristigen Szenarien stellen Schwerpunkte im Rahmenprogramm dar.

Aber nicht nur die Erreichung der Ziele der Klimapolitik bildet eine wesentliche Triebkraft für die energierelevante Forschung in der EU, auch die Anforderungen an Versorgungssicherheit und Klimawandel sowie die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Energiewirtschaft und der energieintensiven Industrie stellen wesentliche Säulen dar.

Wettbewerbsfähigkeit und Innovation

Eine wesentliche Ergänzung zu den Forschungs-Rahmenprogrammen bildet das Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP). Dieses befasst sich vor allem mit der Förderung innovativer Aktivitäten, etwa im Bereich der Ökoenergien, mit der Verbindung zwischen Energie- und IKT-Technik sowie mit erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Das CIP hat drei Unterprogramme: „Unternehmerische Initiative und Innovation" (EIP), „Politik für Informations- und Kommunikationstechnologien" (IKT-Förderprogramm) und „Intelligente Energie - Europa" (IEE II). Das IEE-II-Programm ist für die Jahre 2007 bis 2013 mit etwa 727 Mio. Euro dotiert. Gefördert werden unter anderem Energieeffizienzmaßnahmen in den Bereichen Gebäude und Industrie, der Einsatz neuer und erneuerbarer Energiequellen zur dezentralen Bereitstellung von Strom, Wärme und Kälte sowie Maßnahmen im Verkehrsbereich.

Österreich ist gut repräsentiert

Österreichische Institutionen sind in der energierelevanten Forschung der EU gut vertreten. Zwar koordinieren sie keines der Projekte des siebenten Rahmenprogramms, sie sind aber an 25 Projekten und damit an etwa 16 Prozent aller Vorhaben beteiligt, insbesondere in den Kategorien Energiewirtschaft, Energiesysteme und erneuerbare Energien.

Forschungsförderung in Österreich

Die nationale Förderstelle für angewandte, marktorientierte Forschung ist die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Die Bundesministerien (allen voran das bmvit und das bmlfuw) verstehen sich als Initiatoren und Fördergeber für unterschiedliche Programme des Klima- und Energiefonds in allen Forschungs- und Entwicklungsbereichen. Die Förderung von Grundlagenforschung erfolgt in Österreich vornehmlich durch den Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF). Größte Relevanz für die österreichische Elektrizitätswirtschaft hat der seit nunmehr 20 Jahren bestehende, nichtstaatlich gesteuerte Förderfonds von Oesterreichs Energie Forschung & Innovation.

  • Foto: Fotolia

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