Assassin's Creed Revelations: Abschied mit lachendem und weinendem Auge

Zsolt Wilhelm
16. November 2011, 12:49

Kritiker sehen vierten Teil vor allem als Fan-Werk

Zwischen all den Shootern hat sich die Serie "Assassin's Creed" zum einzigartigen Juwel herauskristallisiert. Neben "Uncharted" und "Batman" gehört die Franchise zu den beliebtesten neuen Action-Adventure-Franchises dieser Konsolengeneration. Ein Umstand, der Hersteller Ubisoft dazu verleitet hat, mittlerweile jedes Jahr ein neues Kapitel aufzuschlagen. Im Eiltempo werken in Spitzenzeiten bis zu 400 Entwickler und Designer daran, die Geschichte der Assassinen und deren Kampf gegen die Templer weiterzustricken. Der nun erschienene vierte Teil "Assassin's Creed Revelations" verspricht zumindest ein vorläufiges Finale und den Weg der Protagonisten Altair und Ezio zu einem Ende zu bringen. Ein Bestreben, das die Kritiker en gros positiv stimmt, wenngleich zum Abschied von Euphorie nicht mehr viel zu vernehmen ist.

Konstantinopel

Die Zeitreise des Hauptcharakters Miles Desmond verschlägt einen dieses Mal in die Anfänge des 16. Jahrhunderts. Angeschlagen von den Ereignissen des vorangegangenen Kapitels in einem geschützten Bereich der Zeitmaschine Animus verwahrt, schlüpft Desmond abermals in die Rolle Ezio Auditore da Firenzes. Auf der Suche nach Antworten bricht er in das Heimatland seiner Vorfahren auf und reist nach Masyaf, um die verlorene Bibliothek des legendären Altaïr Ibn La'Ahad zu finden. Allerdings wird er dort nicht wie ein Held empfangen. Die Stadt wurde von Templern überrannt, die ebenfalls nach dem Eingang zur Bibliothek suchen, weil darin ein mächtiges Artefakt und geheime Informationen über den Assassinenorden verborgen sein sollen. Mit diesem Artefakt würden die Templer über genug Macht verfügen, um nicht nur die Assassinen zu vernichten, sondern das Schicksal der gesamten Menschheit zu kontrollieren.

Fünf Schlüssel werden benötigt, um die Bibliothek zu öffnen, alle an unterschiedlichen Orten in der riesigen Stadt Konstantinopel versteckt - einer ausgedehnten Stadt an der Grenze zwischen zwei Kontinenten und Heimat von Templern, Assassinen und osmanischen Janitscharen. Mit jedem Schlüssel, den Ezio findet, verschafft er sich nicht nur einen Vorteil gegenüber seinen Feinden, sondern auch eine Gelegenheit, in die Fußstapfen des legendären Altaïr zu treten, indem er einschneidende Momente aus dem Leben dieses Meisterassassinen nacherlebt. Was für Ezio als Pilgerreise begann, wird zu einem Rennen gegen die Uhr und gegen die Templer, die ebenfalls nach den Schlüsseln suchen.

Alter Fuchs mit neuen Tricks

Ezio ist sichtlich gealtert, hat aber über die Jahre neue Fertigkeiten erlernt. Dem Spielprinzip rund um das lautlose Ausschalten feindlicher Templer ist man treu geblieben. Zur rascheren Fortbewegung über Häuserdächer trägt Ezio nun eine Hakenklinge mit sich. So kann er etwa Seile hinabgleiten oder sich elegant über Hindernisse schwingen. Für die Offensive hat er sich die Kunst des Bombenbauens angeeignet. Dadurch kann man sich aus den verschiedensten Komponenten Sprengstoff basteln und diesen zur Abwehr von Gegnern einsetzen. In Altairs Missionen zur Bergung der Schlüssel muss man wiederum Plattform-Rätsel aus der Egoperspektive lösen - leicht inspiriert von "Portal". Konstantinopel schenkt in seiner Größe einem alle Freiheiten der Fortbewegung auch über das Wasser. Die zu meisternden Angriffstechniken lassen sich schließlich ein weiteres Mal im Kampf gegen andere Spieler online auf die Probe stellen.

Kulturbegeistert

Besonderes Lob sprechen die Kritiker vor allem abermals den Level-Designern aus. Das virtuelle Konstantinopel erfreue durch seine weitläufige Schönheit ebenso, wie durch die Liebe zum Detail. Von den Fassaden der Häuser bis zu den farbenfrohen Kostümen der Bewohner sprühe es vor Authentizität. "Was Revelations am besten macht, ist es einen in eine fabelhafte Stadt zu entlassen, in der man über Häuserdächer jagt und bei wundervollem Ausblick und mitreißender Musik in ein anderes Leben, ein anderes Jahrhundert entschwindet", meint Gamespot. Negativ fallen den Testern die "nicht mehr übersehbaren" Alterserscheinungen auf. Dies spiegele sich einerseits oberflächlich in der Grafik wieder und andererseits merke man, dass Revelations spielerisch mehr Variation als Innovation mit sich bringe. Es fehle schlicht an grundlegenden neuen Gamplay-Elementen, die die Vorgänger bislang immer von einander unterschieden. "Während Brotherhood den Nervenkitzel, Ezio Auditore zu sein, erweiterte, lenkt Revelations davon ab. Ezio mag alt aussehen, dabei ist es die Serie selbst, die gealtert ist", schreibt Eurogamer.

Für Fans

Revelations scheitere "in dem Versuch mehr Variation und eine eigene Identität zu finden". "Dennoch bietet das Spiel mehr von dem, was die Serie bisher auszeichnete und das sollte genug sein, um die meisten Fans für sich zu gewinnen", schließt Game Informer. Wer die Serie vorher nicht kannte, sollte jedoch zunächst die früheren Abenteuer spielen. "Für neue Spieler ist es ein schlechter Einstiegspunkt". Zumindest PS3-Spieler können sich angesichts dessen über einen exklusiven Bonus freuen: Auf der Blu-ray befindet sich neben dem neuen Werk auch der erste Teil. Aber auch auf das nächste "große Kapitel" müsse man zumindest laut Ubisoft nicht lange warten. Bereits 2012 stünde die nächste Zeitreise an. (zw)

Assassin's Creed Revelations ist für PS3 und Xbox 360 erschienen. Sagen Sie uns ihre Meinung!

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Dem Spielprinzip rund um das lautlose Ausschalten feindlicher Templer ist man treu geblieben.

sag mal sie spinnen doch XD .......... das "lautlose ausschalten von feinden" hat höchstens im ersten teil noch zum repatoire von ac gehört

Spielprinzip

Also ich muss mit dem Messermanderl irgendeine Zielperson ausschalten, oder wie? Naja, kent man seit Wolfenstein am C 64.....

und am rande ... ich weiss nicht, ob es ein allgemeiner fehler im spiel ist oder nur im text hier, aber konstantinopel ist NICHT die heimat der assassinen und auch nicht von altair, der war ja imho araber, ebenso die assassinen und zur gründungszeit der assassinen war konstantinopel noch die hauptstadt von byzanz (ehem. oströmisches reich) und damit christlich ..

bin schon wieder ruhig ...

nachdem ichs gestern angefangen habe, wurde dieses missverständnis im spiel aufgeklärt :)

Also manchmal frage ich mich echt was ich falsch mache^^

Habe den ersten Teil 2 Std. gespielt und dann links liegen lassen. zu fad.
Hab mir sogar den 2er als Limited Edition geholt für die 360 - und genau die erste Spielstunde war interessant, danach wars mir auch zu blöd.
Da frag ich mich schon langsam echt ob ich zu wenig Ausdauer hab und von Spielen wie Call of Duty oder Forza 4 - wo einfach alles flott und schnell geht - schon "vergiftet" bin. NIcht falsch verstehen. Ich wollte mich echt drauf einlassen, aber ich werd einfach nicht warm. Die Story gefällt mir so schon soweit (Templer, Zeitmaschine) auch das Setting ist gut. Aber es fesselt mich trotzdem nicht :/
Muss mal schauen, dass ich den 2er mal durchbeiss ^^

Hab den ersten Teil auch seit einem Jahr herumliegen. Wollt's 3 mal angehen, aber es war immer ein Krampf. Seither habe ich Angst vor den anderen Teilen...

Geht mir ähnlich. Teil 1 angespielt, wurde mir aber schnell zu fad. Teil 2 habe ich durchgespielt, hat mir sehr gut gefallen und war um einiges abwechslungsreicher. Ab Teil 3 habe ich aber das Interesse verloren.

teil 3 gibts doch noch gar nicht. brotherhood und revelations gehören zum zweiten dazu, ähnliche zählweise wie bei den drei gta3 teilen

hm

ich denke, dass viele dieses problem haben. ich stimme ihnen insofern zu, als dass die vermutung der "vergiftung" wohl zutreffen könnte. ich spiele auch gerne shooter, aber die ganzen neuen spiele die rauskommen sind mir irgendwie zu viel. hektik, stress usw. wie schon von opryde erwähnt, ist es bei AC einfach eine andere gangart. im multiplayer ist das meiner meinung nach sehr gut erkennbar. viele hetzen von einem opfer zum anderen, holen sich ihre 100 pkt, während man mit ein bisschen antizipation und spielverständnis den weg seines opfers vorhersehen kann. funktioniert dies nach plan, stellt man sich in eine gruppe oder huepft in einen heuhaufen, wartet bis der detection meter aufgefuellt ist und holt sich seine 500 - 900 punkte :)

ac ist imho kein spiel für action-hektiker. nichts gegen diese art des spielens ;) aber ac lebt davon, dass man eben NICHT einfach drauflos hinhaut, sondern abwartet ... und noch ein bisschen ... und noch ein bisschen ... bis der moment perfekt und die choreographie makellos ist.

ausserdem ist es wunderschön zum anschauen, einfach nur über die dächer zu laufen und mit den wachen katz-und-maus zu spielen :)

Weiß nicht. AC ist mir einfach zu leicht... ich habs mir erst vor ein paar Wochen gekauft, und hätte eher auf etwas Tenchu ähnliches gehofft.

Das einzige Spiel, dass die Schleich-Mechanik genauso gut rüberbringt wie Tenchu ist MGS.

Tenchu ist auch heute noch eines der geilsten Spiele, das ich je gespielt habe.

Vor allem der erste Teil - trotz altbackener Grafik spiele ich es immer wieder gern am PSX-Emu auf der PSP.

Ein Riesenplus an die Producer der Ass Creed Serie..

.. denn die Kameraführung ist im Steuerungsmenü komplett invertierbar! Yeah, so kann man spielen!

Aha...

und bei welchem Spiel geht das nicht?

leider bei verdammt vielen... oder man kann nur die y-achse invertieren und die x-achse nicht.

modern warfare3, forza motorsport 4, battlefield 3, und jetzt auch noch das neue AC, für die nächsten monate ist meine freizeit wohl ziemlich ausgebucht :-)

hm

multiplayer multiplayer multiplayer!

Korrektur

Sorry, wenn ich jetzt i-tüpfel-reite...

Der Protagonist heißt Desmond Miles.
Und der Animus ist keine Zeitmaschine sondern ermöglicht genetisch-gespeicherte Erinnerungen abzurufen.

Zeitmaschine ist IMHO kein völlig falscher ...

... Begriff für den Animus und ausserdem hat ein Leser ohne "AC-Vorbildung" mit dem Begriff eine klarere Vorstellung was passiert als mit "genetisch gespeicherte Erinnerungen"-Technobubble.

Schau dir das Kürzel des Artikelverbrechers an und wundere dich nicht weiter...

Danke! Genau das wollte ich auch gerade schreiben. Es erschuettert mich als Videospiel-affinen Menschen immer wieder, was fuer Stuss zeitweise in solchen Reviews steht (der Standard ist da aber keineswegs allein, das bemerke ich zB auch in der c't). Ich finde es einfach schade, dass Leute, die das Spiel offensichtlich nicht gespielt haben (weil im Ernst, dass der Animus keine Zeitmaschine ist, merkt man, selbst ohne die Vorgaenger gespielt zu haben, in den ersten 15 Minuten) eine Review aus anderen Reviews zusammenstoppeln. Wenn man den Leuten nicht die Ressourcen geben kann, die Spiele auch selber zu spielen, dann muss ich halt von Reviews absehen.

Just my 2 Cents...

Du willst hier also den Schlaubi machen ...

... und den Inhalt des Artikels kritisieren, hast aber nicht mal erkannt dass das alles, aber sicher kein Review ist?

Wer im Glashaus sitzt ...

Genau meine Meinung, Philipp ;-)

Ich bin AC-Fan der ersten Stunde und freue mich sehr über den neuen Teil. Die Hakenklinge gefällt mir, auch die taktischen Kämpfe, in denen man Assassinen auf den Dächern postiert, um dann Gegnerscharren abzuwehren, finde ich eine nette Abwechslung. Die Story ist bisher in Ordnung, wobei ich noch erst in der 3. DNA-Sequen bin (also noch weit weg vom Ende). Konstantinopel ist wirklich sehr schön gemacht und erinnert mich ein bisschen an die Städte aus AC1 (die mir stilistisch besser gefallen haben, als die italienischen Städte), nur bunter ist es. Konstantinopel könnte mein neuer Favorit werden.^^
Ich habe aber erst ca. 2h mit dem Spiel verbracht. Daher kann ich mir aber auch noch kein vollständiges Urteil über das Spiel bilden.

Mein Konto leidet und mein soziales Leben ist seit Wochen nicht mehr vorhanden. Die Gründe: CoD, Battlefield, Arkham City, Uncharted, Ace Compat, Skyrim, Assasins Creed + Fifa12 und Nba2k12....aber aus zockerischer Sicht höchst genial :D

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