Börse Frankfurt: Dax schließt leichter

16. November 2011, 18:29
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Aktienmarkt im Bann der europäischen Schuldenkrise

Frankfurt - Die Frankfurter Aktienbörse ist am Mittwoch nach einer nervösen Berg- und Talfahrt leichter aus dem Handel gegangen. Der DAX sank moderat um 19,78 Punkte (minus 0,33 Prozent) auf 5.913,36 Einheiten. Der TecDAX verbesserte sich um 2,39 Punkte oder 0,35 Prozent auf 688,03 Punkte. Der M-DAX verringerte sich 37,24 Punkte oder 0,42 Prozent auf 8.860,51 Zähler. Der HDAX schloss mit 3.011,11 Einheiten und einem Minus von 9,67 Zählern oder 0,32 Prozent. Der C-DAX verlor 1,70 Punkte oder 0,32 Prozent auf 522,79 Zähler.

Erneut stand die Börse im Bann der europäischen Schuldenkrise, die nun auch nach Kerneuropa vorrückt. Selbst als solide geltende Staaten seien derzeit mit steigenden Risikoaufschlägen für Staatsanleihen konfrontiert, sagte ein Marktanalyst. Die Nervosität der Marktteilnehmer spiegle sich in der extremen Schwankungsbreite der Kurse wider.

Verunsicherung bei den Anlegern

"Die Anleger sind derzeit stark verunsichert und reagieren sehr sensibel auf die neuesten Krisennachrichten", sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. Zuletzt seien die Anleger von der Meldung irritiert worden, dass der Chef der italienischen Großbank Unicredit, Federico Ghizzoni, mit der Europäischen Zentralbank (EZB) über eine Erweiterung des Sicherheitenrahmens sprechen wolle. Dies habe erneut Befürchtungen um die Finanzkraft italienischer Banken geweckt. Am Vormittag hatte noch die Nachricht gestützt, dass der frühere EU-Kommissar Mario Monti bereit sei, eine aus parteiunabhängigen Experten bestehende Notregierung in Italien zu führen.

Infineon beendete die Berichtssaison der DAX-Werte: Der Halbleiterspezialist steht wegen der trüberen Konjunkturaussichten vor einem ungewissen Jahr und rechnet mit einem Umsatzrückgang und einer Marge für das Segmentergebnis im niedrigen bis mittleren Zehnerprozentbereich. Diese Aussichten drückten die Titel mit einem Minus von 2,99 Prozent auf 6,26 Euro fast an das DAX-Ende.

Für das DAX-Schlusslicht BMW ging es nach einer Investorenkonferenz in Barcelona um 3,20 Prozent auf 55,71 Euro abwärts. Ein Analyst sprach von einigen positiven Aspekten der Veranstaltung, monierte allerdings den in südeuropäischen Märkten spürbaren Preisdruck. Die Titel von Bayer stiegen dagegen um 0,29 Prozent auf 47,38 Euro. Der Pharma- und Chemiekonzern setzt bei seiner Wachstumsstrategie weiterhin stark auf Asien. Die im MDax gelisteten Papiere von Tui verbilligten sich um 5,09 Prozent auf 4,03 Euro. Händler begründeten dies mit der anstehenden Streichung der Titel aus dem MSCI Germany Index. (APA)

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