UNICEF appelliert an Konfliktparteien
Nairobi - In Somalia steigt die Zahl der im Bürgerkrieg getöteten
Kinder. Wie das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) am Dienstag
bekanntgab, wurden allein im Oktober 24 Kinder getötet. Das waren fast doppelt
so viele wie in den vorangegangenen Monaten. Die Kinder kommen häufig im
Kreuzfeuer von Gefechten und bei Angriffen in Süd- und Zentralsomalia ums Leben.
Die Zahl der schwer verletzten Kinder lag im Oktober bei 58. Die tatsächlichen
Zahlen seien vermutlich noch höher, sagte der UNICEF-Vertreter in Somalia,
Sikander Khan.
"Das Leben der somalischen Kinder ist mit der Verschärfung des Konflikts
immer stärker in Gefahr", sagte Khan. "Entsprechend dem internationalen Recht
fordern wir alle Konfliktparteien in Somalia auf, die Tötung, Verstümmelung,
Rekrutierung und Vergewaltigung von Kindern einzustellen."
Mitte Oktober waren die kenianischen Streitkräfte in Somalia einmarschiert,
um gegen die radikalislamische Al-Shabaab-Miliz vorzugehen. Die Vereinten
Nationen machten keine einzelne Gruppe für den Anstieg der Gewalt
verantwortlich, sagte UNICEF-Sprecher Jaya Murthy. "Generell beobachten wir
einen Anstieg der Gewalt und der bewaffneten Auseinandersetzungen und Kinder
sind von dieser Gewalt betroffen", sagte Murthy. (APA)