Frau der Schwerelosigkeit

15. November 2011, 18:40
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    foto: liquifer systems group / barbara imhof / waclavicek

    Raumfahrzeuge als Vorgriff auf lebenswertere Zeiten in den urbanen Ballungsräumen.

Im Gegensatz zu anderen Architekten muss sich Barbara Imhof nicht mit der Schwerkraft herumplagen: Sie plant für Astronauten

Wien - Mit der Schwerkraft konnte die 42-jährige Architektin noch nie etwas anfangen. Viel wohler fühlt sich die Wienerin Barbara Imhof im schwerelosen Raum. "Ich beschäftige mich schon seit meinem Studium mit Weltraumarchitektur", sagt die Absolventin der Universität für angewandte Kunst. "Am meisten interessiert mich die Frage, wie wir in Zukunft leben werden, in welcher Umgebung und in welchem gesellschaftlichen System. Wenn man auf diesem Gebiet weiterdenkt, landet man eines Tages notgedrungen im Weltraum."

Besonders interessiert sich Imhof, die in Wien das Büro Liquifer betreibt, für die Planung von autarken Systemen. In einer Raumkapsel sind die Ressourcen limitiert, Verbrauch und Produktion müssen sich die Waage halten. "Die Bauwerke im Weltraum sind eng, monoton und funktional", erklärt die Architektin. "Wie kann man diese Räume dann trotzdem so gestalten, dass man als Astronautin mit Kollegen auf engstem Raum nach 200 Tagen nicht völlig durchdreht?"

Steigbügel für künftige Projekte

Solche Fragestellungen, ist Imhof überzeugt, werden uns in Zukunft auch auf der Erde beschäftigen. "Schwerelose Weltraumarchitektur ist wie ein Steigbügel für künftige Projekte in Ballungsräumen, in denen Platz entweder sehr teuer oder kaum noch vorhanden ist." Auf lange Sicht seien Städte ohne autarke Energieversorgung, ohne Abfallwirtschaftskonzept und ohne umfassende Infrastruktur nicht existenzfähig. Hier könne man sich an Stationen wie MIR, ISS und der Übungseinheit Mars 500 ein Beispiel nehmen. Imhof plante zuletzt Simulationsmodule, Kapseln, Mondfahrzeuge und Hilfsgegenstände. Die Ausstellung Raumstation Skylab 5 war 2005 im Zoom-Kindermuseum zu sehen. (Wojciech Czaja/DER STANDARD-Printausgabe, 16.11.2011)

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GevatterTod
02
16.11.2011, 11:07
warum nur Raumstationen?

etwas das auf Mond oder aber eventuell auch auf den Asteroiden funktionieren könnte:

http://www.engadget.com/2011/06/2... glass-ren/

Frygon
00
18.11.2011, 11:56
Danke für den Link!

Für einen Uni Entwurf im Bereich experimentelle Architektur entwerfe ich gerade eine sich selbst replizierende Von Neumann Sonde mit eingebautem 3D Printer, was aufgrund des exponentiellen Wachstums der Replikate zur unweigerlich Vernichtung des Universums führen würde.
Interessant, wie nah wir diese Sci-Fi Dystopie schon sein könnten^^

johnnyfavorites
00
20.11.2011, 11:09
dem sind wir nicht nahe

weil eine solche sonde sich im vorfeld gummi, diverse metalle organisieren müsste, d.h. erzminen anlegen und danach verhüttung betreiben müsste.. dannach nach erdöl bohren für kunststoff und gummiteile. da brauchts dann eine ganze raffinerie. also da hast du dir einiges vorgenommen für deinen entwurf.
aber wer weiß, vielleicht ist die menschheit ja nur eine biotech komponente in einer 3d drucker replikations sonde. und du der das programm kompletiert:)

gaisbock
00
15.11.2011, 19:45

Wir landen nicht im Weltraum, wir befinden uns im Weltraum. Diese Erkenntnis könnte das Verhältnis zu unserer erdgebunden Umwelt verändern und die (Um)Welt zerstörende Suche im Schwerelosen Raum auf die Computerbildschirmebene beschränken bzw. der menschlichen Phantasie überantworten und sie auch dort belassen - Vielleicht sollte man sich öfters Stanley Kubricks 2001
http://www.youtube.com/watch?v=vahx4rAd0N0
ansehen und über die eigene Existenz nachdenken.

Regenwetter
02
15.11.2011, 18:44

Das Ding sieht in der Vorschau wie ein futuristischer Kinderwagen aus.

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