Fremdenrecht

Asylheim auf der Saualm geschlossen

15. November 2011, 19:13
  • Artikelbild
    foto: apa/eggenberger

    Immer wieder sorgt die umstrittene "Sonderanstalt" für mutmaßlich kriminelle Asylwerber auf der Kärntner Saualm für Wirbel. Jörg Haiders Erben wollen sie unbedingt erhalten.

Die umstrittene Sonderanstalt für mutmaßlich kriminelle Asylwerber auf der Kärntner Saualm ist leer - Das Land Kärnten und die Betreiberin streiten wegen hoher Kosten

Klagenfurt - Die Sonderanstalt für mutmaßlich kriminelle Asylwerber auf der Kärntner Saualm ist geschlossen. Das Land Kärnten und die Betreiberin der umstrittenen Flüchtlingspension, Herta Lechner, liegen derzeit im Streit.

Es geht um die seit Jahren anstehende Erfüllung von Auflagen bezüglich einer Senkgrube, die dringend adaptiert werden muss - und um die Bezahlung des Sicherheitsdienstes, der die Flüchtlinge im entlegenen Asylheim auf 1200 Meter Seehöhe bewachen muss. Recherchen des Standard zufolge will das Land die hohen Kosten der Bewachung nicht mehr alleine tragen, da die Betreiberin ohnehin mit einem üppigen Sondervertrag ausgestattet worden sei, der auch vom Kärntner Rechnungshof massiv kritisiert wird.

Demnach kassiert die 72-jährige Frau, die auch als Immobilienmaklerin tätig ist, 40 statt 17 Euro Tagsatz pro Asylwerber für deren "Sonderbetreuung". Und das für eine Vollbelegung von 25 Personen 365-mal im Jahr. Egal, wie viele Personen sich jeweils dort aufhalten. Im Schnitt würden sich aber nur 6,3 bis 9,5 Personen auf der Saualm befinden, kritisiert der Rechnungshof: Das entspreche einer Auslastung von 16 Prozent. Im Zeitraum von 2008 bis 2011 sind allein 411.000 Euro an Bewachungskosten für die "Sonderanstalt" auf der Saualm angefallen.

Die Betreiberin bestätigt gegenüber dem Standard, dass das Asylheim derzeit geschlossen ist. Das Land habe alle Asylwerber abgezogen, ärgert sich die Frau. Über nähere Details wollte sie sich nicht äußern. Zumal man ihr zugesichert habe, dass es wieder Zuweisungen geben werde. Heute, Mittwoch, will sie sich jedenfalls mit Kärntner Flüchtlingsorganisationen treffen, um die Lage zu besprechen.

Der Kärntner Flüchtlingsreferent Gernot Steiner meinte in einer ersten Reaktion: "Die Saualm wird nicht geschlossen, es werden nur neue Fenster eingebaut." "Falsch, die sind schon seit Monaten drinnen", entgegnet die Betreiberin, die als geschäftstüchtig, aber auch hilfsbereit gegenüber Flüchtlingen beschrieben wird. Für eine weitere Stellungnahme war Steiner allerdings nicht mehr erreichbar.

Dörfler: "Saualm bleibt"

"Die vielen kriminellen Asylwerber für die Saualm gibt es nicht, deshalb werden sie ja auch direkt von Traiskirchen zugewiesen", ätzt der grüne Landessprecher Rolf Holub: "Die Saualm ist ein reines Politikum, Jörg Haider wollte es so, die FPK will es, und der Steuerzahler muss blechen. " Laut Holub befasse sich jetzt auch die Volksanwaltschaft mit der Saualm im Rahmen einer Überprüfung aller Asylheime.

"Die Saualm bleibt, da fährt die Eisenbahn drüber", sagt der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK): "Dass eine spezielle Betreuung mehr kostet, ist klar: Aber wenn ich nur eine kriminelle Tat von Asylwerbern verhindern kann, ist das gerechtfertigt." Die Kriminalität bei Asylwebern sei in Kärnten bereits erheblich zurückgegangen, meint Dörfler. Auch die geringe Auslastung der auf der Saualm von nur 16 Prozent tangiert den Kärntner Landeshauptmann wenig: "Ich lasse mir vom Rechnungshof gerne viele Ratschläge geben. Aber in diesem Fall handelt es sich nur um eine Momentaufnahme. Die Saualm wird jetzt entsprechend adaptiert." Der Rechungshofbericht zur Saualm liegt übrigens schon seit Frühjahr 2010 unerledigt im Konrollausschuss des Kärntner Landtags. Für 22. November 2011 war eine erste Anhörung Steiners vorgesehen. Sie wurde von der SPÖ wieder abgesetzt. (Elisabeth Steiner, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16.11.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 116
1 2 3
Gegen das Behagen in der Unkultur
00
6.12.2011, 11:01

will er jetzt auch noch eine Eisenbahn über die Saualm bauen ...

nana Dörfli....

Bhai Sahib
 
00
20.11.2011, 21:17
Rudlollff !!!!!!!!!!!!!!!!!!1

gehst jez bitttä in Häfn!

Mike Freeman
00
17.11.2011, 12:35

Ach übrigens, dass kosten die diversen rassistischen Wahlzuckerl des Herrn Haider (wie die Saualm eines war) die Kärntner Pflegebedürftigen.

http://derstandard.at/plink/131... id23672951

Aber als so reiches Bundesland wie Kärnten eines ist, denkt ihr warschinlich eher über Brot zur Butter nach oder eine Wolkenschiebemaschine für die belebung des sonnigen Images.

sonne-licht
 
00
17.11.2011, 10:04
da verdienen wieder die richtigen

sofort den skandal des unberechtigten bezugs von steuergeldern überprüfen, die immobilienmaklerin ihr hab und gut wegnehmen und einsperren.

die betrügt offensichtlich den staat, die politiker die das ermöglicht haben - schauen zu mittäter und fühlt sich dann als opfer - pfui deipel bei solchen personen.

und in österreich gibts genug obdachlose die froh wären über eine unterkunft dort!

40 euro pro tag sind 1.200 euro im monat das bekommen viele nicht wenns arbeiten gehen, pension sind oder arbeitslos - bei so einer ungerechtigkeit drehts mir den magen schon in der früh um.

was sind das für menschen?

Redwraithvienna
00
5.12.2011, 16:49
Und das ist ihre Schuld ?

Haider wollte es, Haider bekam es, aber das hat nun mal seinen Preis.

Ich seh da nichts verwerfliches. Hat sich anscheinend niemand gefunden der es billiger gemacht hat.

gustav gans42
00
16.11.2011, 19:22

***Die Sonderanstalt ...***

Ja ja, Kärnten is lei ans...

Der Checker
01
16.11.2011, 18:37
Dörfler, Ragger und Martinz...

gehören auf der Saualm eingesperrt. Die Totengräber des sozialen Kärntens!!!

Luky Pozzo
01
16.11.2011, 18:09
Kein Haider-Projekt

wird übrig bleiben, das nicht das übliche Markenzeichen trägt: Freunderlwirtschaft, Geldverschwendung, billigste Stimmenfängerei.

Aber SympathisantInnen der Haider & Erben können solche Dinge nicht beeinflussen und werden es auch nie.

Pylorus
00
16.11.2011, 17:36

versteh ich da was nicht, is der artikel falsch oder werden informationen vorbehalten?
vollbelegung 25, durchschnitt ~7,9, 16% auslastung?
7,9/25=31,6%

Redwraithvienna
00
5.12.2011, 16:51
Wird wahrscheinlich pro Monat gemessen werden

und da wird es mehr monate geben die niedrig belegt sind, als die, die höher belegt sind, sprich der schnitt wird näher bei 6.3 sein als 9.5.

Oder die zahlen sind einfach falsch

rotkleeblatt
00
16.11.2011, 14:05

Da könnt man jetzt wen anderen einquartieren ... KH., M.........er, M...l, etc.

mr. z
10
16.11.2011, 17:16

Nein, auch wenn ich genannte nicht mag, aber auch die haben es nicht verdient, in so einem Lager untergebracht zu werden!

Mike Freeman
01
16.11.2011, 13:46
Na servas - um 235% höhere Kosten als in der normalen Flüchtlingsbetreuung ...

... und immer wird die Vollbelegung gezahlt egal viel viele Flüchtlinge wirklich untergebracht sind Auslastung im besten Fall 38%. Und dieses Kostennutzen Verhältnis für MUTMASLICH kriminelle - d.h. da gabs weder ein Gerichtsverfahren noch ein Untersuchung sondern man glaubt dass die vielleicht kriminell sein könnten. So wie ich den Scheuch kenne sieht man das an der schwarzen Haut ob wer kriminell ist. Kann man nur hoffen das aus der "Sonderbetreuung" keine "Sonderbehandlung" wird. Aber auf jeden Fall lassen sich die Kärntner die Rassereinheit was kosten.
Irre 2+1/3 mal mehr zahlen für knapp über 1/3 erbrachter Leistung - das geht nur im verschuldetsten Bundesland Österreichs.

Briefmarkenkleber
44
16.11.2011, 13:11
Grünes Parteiblatt

Warum kommen keine anderen Parteienvertreter zu Wort? Sind die Grünen der Bestimmende Faktor in Kärnten - oder nur in manchen Köpfen?

Flaschenpost
02
16.11.2011, 16:47
Die Grünen sind die einzigen die nicht mitpackeln.

Knochenmann
01
17.11.2011, 09:41

Doch doch, als die Parteienförderung erhöht wurde waren die Grünen - selbstverständlich - mit dabei.

Es gibt in ganz Kärten keinen Politiker der auch nur über moralische Standfestigkeit einer läufigen Straßenhündin herranreicht.

Muss das wissen, bin Kärntner.

TT1
00
16.11.2011, 13:06
Wie in Kärnten mit Steuergeld umgegangen wird

bar jeder Moral

the_byte
01
16.11.2011, 16:20
DAS ist ein österreichweites "Phänomen"

Jedenfalls ginge es auch deutlich billiger, z.B.
eigene Abteilungen in den JVAs einrichten.

Harry Meier
 
00
17.11.2011, 08:46
In der JVA hat niemand was zu suchen, der niemals

rechtskraeftig verurteilt wurde.

Asparuch Edler von Leschnikoff
47
16.11.2011, 10:49

Bleibt die Frage, warum straffällig gewordene Asylwerber überhaupt noch in Österreich sind...

Hubert Ungeist
 
02
16.11.2011, 13:54
Weil die straffälligkeit im Asylverfahren

keine Rolle spielt. Ein straffälliger Asyslwerber der einen Asygrund hat mus aufgenommen werden, und wird natürlich wie jeder in Ö entsprchend verurteilt, falls man ihm eine Straftat nachweisen kann

Asparuch Edler von Leschnikoff
31
16.11.2011, 14:57
Das geht mir fast zu wenig weit.

Ich find, man sollte Asylwerber generell straffrei stellen. Immerhin sinds ja Asylwerber.

Ja, dürfen's denn das ?
28
16.11.2011, 12:20
warum straffällig gewordene Asylwerber überhaupt noch in Österreich sind ...

U.a. weil Sie nicht lesen können :

Es geht um MUTMASSLICH kriminelle Asylwerber - also nicht um rechtskräftig Verurteilte, sondern um Verdächtigte.

Und da sind nach meiner Erinnerung schon etliche Falsch-Verdächtigungen passiert.

Asparuch Edler von Leschnikoff
138
16.11.2011, 12:54

Jaja, ich weiß eh. Es gibt auch keine schwarzen Drogendealer.

Harry Meier
 
01
17.11.2011, 08:45
Doch gibt es aber die schweigende Mehrheit der

Drogendealer sind waschechte Oesterreicher und im Uebrigen ist nur ein verschwindend geringer Teil der Menschen mit Schwarzer Hautfarbe den Drogendealern zuzurechnen.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 116
1 2 3

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.