Mediaprint steigt bei "Wiener Bezirksblatt" ein

15. November 2011, 17:00
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Übernimmt 24,9 Prozent am Stammkapital - Mehrheit bleibt bei Echo-Medienhaus

Wien - Die Mediaprint mischt wieder am Wiener Gratis-Wochenzeitungsmarkt mit und erwirbt Anteile am SP-nahen "Wiener Bezirksblatt". Wie es am Dienstagnachmittag in einer Aussendung hieß, werde die Mediaprint künftig 24,9 Prozent am Stammkapital der Wiener Bezirksblatt GmbH. halten, die Mehrheit von 75,1 Prozent bleibt beim VWZ-Zeitschriftenverlag, der dem Echo-Medienhaus gehört. Echo gehört dem - der Wiener SPÖ zuzurechnenden - Verein der Wiener Arbeiterheime.

Das kostenlose "Wiener Bezirksblatt" hat laut jüngster Mediaanalyse rund 455.000 Leser und kommt in Wien auf eine Reichweite von 31,3 Prozent. "Es freut uns, dass wir mit Mediaprint den idealen Partner gefunden haben, um den Erfolgskurs des Wiener Bezirksblattes auch in den kommenden Jahren fortzusetzen", so der knappe Kommentar von Echo-Medienhaus-Geschäftsführer Christian Pöttler zur neuen Eigentümerstruktur. Die Mediaprint dokumentiere mit der Finanzbeteiligung ihr Interesse am Wiener Gratis-Wochenzeitungsmarkt, hieß es.

Erst im September hat die Mediaprint ihr Interesse am niederösterreichischen Gratis-Wochenzeitungssektor bekundet und dort die Beteiligung von ebenfalls 24,9 Prozent an der NÖ Gratismedien GmbH bekanntgegeben. Die Mediaprint geht davon aus, dass Beteiligungen unterhalb von 25 Prozent nicht meldepflichtig sind und daher nicht unter die Prüfungspflicht der Wettbewerbshüter fallen. Die sehen das anders: Sie prüfen bestimmenden Einfluss und verlangen Einblick in die Verträge. (APA, red)

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