Elektronische Nase soll Fachleuten die Arbeit abnehmen

21. November 2011, 13:12
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Schweizer Forscher wollen Kontrolle von Nahrungsmittel-Proben vereinfachen

Wien/Wädenswil - Schweizer Forscher haben eine elektronische Nase für Geruchstests an Lebensmitteln entwickelt. Derzeit wird das Gerät an der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil (ACW) im Kanton Zürich erprobt. Bei Spinatsaft sind die Resultate sehr ähnlich wie bei einer menschlichen Nase ausgefallen, berichteten die Wissenschafter. Mit Hilfe des Geräts wollen sie die Anzahl der Proben verringern, die Fachleute mit ihren menschlichen Nasen testen sollen. Das soll Zeit und Geld sparen.

Beim Öffnen einer Fruchtsaftflasche steigt einem als erstes der Geruch des Getränks in die Nase. Hier entscheiden schon viele, ob sie dieses Produkt ein zweites Mal kaufen werden. Um attraktiv riechende und schmeckende Lebensmittel auf den Markt zu bringen, testen speziell ausgebildete Fachkräfte die Erzeugnisse. Sie degustieren und bewerten sie nach genau definierten Regeln. Diese Fachrichtung heißt Sensorik.

Wertvoller Spinatsaft

Um die elektronische Nase auf die Probe zu stellen, haben die Forscher auf Spinatsaft gesetzt. "Spinat enthält eine Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe, darunter Lutein und b-Karotin, die wichtig für die Augengesundheit sind. Deshalb ist es naheliegend, Spinatsaft als Bestandteil eines gesunden Getränks einzusetzen", lautete die Begründung.

Es zeigte sich, dass das Gerät ähnliche Aroma-Kategorien erkennt wie das menschliche Organ. Die "Smart Nose" analysiert das Aroma einer Probe anhand der Inhaltsstoffe, die leicht in die Luft entweichen. Für eine breitere Anwendung braucht es noch weitere Untersuchungen. (red/APA)

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