Keine Kalorien

Süßungsmittel Stevia ab Dezember in Österreich

15. November 2011, 15:19

Stevia darf zukünftig in Joghurts, Müslis, Getränken und Süßigkeiten verwendet werden

Wien - Das natürliche Süßungsmittel Stevia soll bereits Anfang Dezember im österreichischen Handel erhältlich sein. In Kraft tritt die Zulassung EU-weit mit Veröffentlichung im Europäischen Amtsblatt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit stellte fest, dass das Süßungsmittel weder krebserregend noch genotoxisch ist, oder mit Störungen der Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht werden kann.

Stevia wird aus dem subtropischen Stevia-Kraut gewonnen. Es hat keine Kalorien und verursacht im Gegensatz etwa zu Rüben- und Rohrzucker auch kein Karies. Stevia darf zukünftig etwa in Joghurts, Müslis, Getränken, Schokolade und anderen Süßigkeiten verwendet werden. (APA)

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Nick31
00
1.12.2011, 13:27
Wieso erst ab Dezember? Meine Steviapflanze gedeiht schon seit über einem Jahr auf dem Balkon.

Gab's im Gartencenter des Baumarkts um ein paar Euro zu kaufen.

Was Besseres (natürlicheres, LEBENDIGERES) zum Süßen gibt es nicht. Sofern man denn überhaupt süßen "muss" - genau genommen ist die Süße der meisten naturbelassenen Dinge absolut ausreichend.

Zu der Behauptung weiter unten, Aspartam werde zu Unrecht verteufelt:

Von Getränken mit Aspartam bekomme ich heftige Kopfschmerzen. Hab eine Zeit benötigt, um den Zusammenhang herzustellen (d.h.: davor wusste ich nicht, wovon die Schmerzen kommen), danach aber konnte ich es sehr gut "belegen". 1/2 Liter Fanta: Kopfweh 1-2 Stunden später. Je seltener ich es trinke, desto heftiger wird der "Effekt".

1000e Erfahrungsberichte decken sich mit der meinigen.

Soviel zur Harmlosigkeit.

Frau Glück
45
18.11.2011, 11:25

Ich frage mich, warums hier eigentlich so aggressiv zugeht? Wem schadet es denn, dass Stevia zugelassen wird außer der Zuckerindustrie? Warum regen sich Leute darüber auf? Die es - aus welchem Grund auch - nicht mögen, können eh weiter Zucker verwenden! Ist wie mit Homöopathie, wer meint, das sei Humbug, der solls doch einfach lassen anstatt dagegen zu kämpfen!!!

Godesberg
34
18.11.2011, 12:35

Intellektuelle Redlichkeit. Stevia-Befürworter argumentieren mit falschen Behauptungen, zum einen was die Schädlichkeit der Konkurrenz angeht, zum anderen, was die Vorteile des eigenen Favoriten betrifft.

Das wird doch wohl klarstellen können.

Aber ich bin ihnen dankbar für den Vergleich mit der Homöopathie, der dürfte in Sachen Zielgruppe und Argumentationsstil tatsächlich statthaft sein.

Nick31
00
1.12.2011, 13:37
Abgesehen von meinen eigenen schlechten Erfahrungen mit Aspartam-Produkten sehe ich die Sache pragmatisch:

1)
a) Viele behaupten, Aspartam wäre harmlos.
b) Aspartam bedient einen Milliardenmarkt und hat viele, viele wirtschaftliche Interessenten hinter sich vereint.

2)
a) Viele behaupten, Aspartam wäre stark gesundheitsschädlich.
b) Diese Menschen ziehen kaum Nutzen daraus, dies zu "behaupten", im Gegenteil, sie werden angefeindet, teilweise verklagt.

...damit ergibt sich der logische Schluss: Im Zweifelsfalle lasse ich die Finger davon. Der mögliche Gewinn steht in keinem Zusammenhang zum möglichen Schaden.

Übrigens ist hoffentlich klar, dass eigentlich nicht die, die eh nichts davon haben, die Schädlichkeit von Aspartam beweisen müssen - die Industrie müsste die Harmlosigkeit beweisen.

...einfach mal die Etiketten lesen.

Salz Burger
00
10.12.2011, 23:26

Solange kein Schaden bekannt ist, kann man nach so vielen Jahren Aspartam davon ausgehen, dass es keine Schäden gibt.

Frau Glück
12
18.11.2011, 13:14

Ich argumentiere nur so weit, dass ich das, was ich mache und für als richtig befinde, nicht mit Beleidigungen und der Bemerkung, ich sei ein Depp deswegen, niedergemacht sehen möchte. Möglich, dass Naturbefürworter manchmal genauso aggressiv zur Sache gehen (ja, einige sicher!), doch das ist normalerweise nicht meine Art. Leider wird man aber sobald man FÜR etwas ist, mit denen in den selben Topf geworfen, die automatisch GEGEN das andere sind.

quando
01
18.11.2011, 14:49

Der Herr Apotheker hat es oben bereits erwähnt: Intellektuelle Redlichkeit.
Es gibt zu diesem Thema (wie zu so vielen verwandten) eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien, deren Ergebnisse ein eindeutiges Bild werfen. Leider sind viele Poster wissenschaftliche Analphabeten, was sie aber nicht daran hindert, ihre Meinung als Tatsache breitzutreten. Wenn wir diese Laienmeinungen anhand von Studien widerlegen, zitieren wir diese Studien meist und sind im Zweifelsfall zu Beginn auch freundlich. Wenn die Wissenschaft aber wiederholt ignoriert wird, dann muss man gelegentlich auch etwas ruppiger werden.

Frau Glück
11
19.11.2011, 09:24

Und die intellektuelle Redlichkeit gebietet Ihnen auch, sich dagegen auszusprechen, dass Menschen sich mit Stevia wohler fühlen als mit Zucker? Ich würde Ihnen nicht Stevia einreden wollen, habe aber das Gefühl, dass es einem umgekehrt gern "ausgeredet" wird. Wie bei allen Dingen ist es auch hier so, dass jeder das tun soll, was ihm passt, so lange er keinem anderen damit schadet. Und ich würde behaupten, Stevia schadet niemandem außer eben der Zuckerindustrie. Oder meinen Sie, ich irre mich da irgendwie?

Frau Glück
01
19.11.2011, 11:39

Ich kann nur rein unwissenschaftlich und erfahrungsmäßig sagen, dass mir Fertiggerichte, die mit Glutamat und wie die Geschmacksverstärker sonst noch so heißen mögen, angereichert sind und zudem auch noch Konservierungsstoffe entahlten, weder gut schmecken noch ich diese besonders gut vertrage im Magen. Und Zucker macht nun mal fett, Stevia nicht.
Darum koche ich lieber selber was, auch wenn man natürlich nie GENAU wissen kann, ob das Gemüse nicht auch gespritzt wurde (mit was auch immer, aber jedenfalls nicht naturbelassen) oder sonstwas nicht absolut natürlich ist, doch EHER NOCH als mit Zusatzstoffen versetzt!

Godesberg
21
19.11.2011, 10:27

Ich habe nichts dagegen, dass jemand Stevia nimmt. Das ist nach derzeitigem Stand weder giftig noch sonst irgendwie schädlich. Das trifft aber auch auf die Konkurrenz Aspartam und Glutamat (Steviosid wirkt auch als Geschmacksverstärker) zu. Dennoch wird von den Stevia-Leuten ständig irgendwelcher Quatsch erzählt, seien es Wunderdinge über Stevia oder Horrorstories über die Konkurrenz.
Beispiel Monsanto: die haben Aspartam weder erfunden, noch produzieren die das (noch). Die taugen aber wohl zu gut als pauschales Feindbild. Die Rolle von Coca-Cola und Cargill (die kennt eh keiner) bei der Stevia-Zulassung scheint dagegen egal zu sein.
Aus biochemischer Sicht finde ich Glutamat und Aspartam "natürlicher" als Steviosid.

Frau Glück
01
19.11.2011, 11:42

Ups, jetzt habe ich mich selber kommentiert :-); HIER gehört das hin:

Ich kann nur rein unwissenschaftlich und erfahrungsmäßig sagen, dass
mir Fertiggerichte, die mit Glutamat und wie die Geschmacksverstärker sonst
noch so heißen mögen, angereichert sind und zudem auch noch
Konservierungsstoffe entahlten, weder gut schmecken noch ich diese besonders gut
vertrage im Magen. Und Zucker macht nun mal fett, Stevia nicht.
Darum koche ich lieber selber was, auch wenn man natürlich nie GENAU wissen
kann, ob das Gemüse nicht auch gespritzt wurde (mit was auch immer, aber
jedenfalls nicht naturbelassen) oder sonstwas nicht absolut natürlich ist,
doch EHER NOCH als mit Zusatzstoffen versetzt!

Frau Glück
01
19.11.2011, 14:08

Na dann kann ich nur sagen, dass ich zusätzlich zu all dem Glutamat und den Konservierungsstoffen usw., die "mein Körper bereits produziert", mehr davon halt schlecht vertrage, sonst würde mir nicht jede Fertigpizza ewig lang aufstoßen und mich im Magen drücken oder die ganzen Supermarktwurstsorten, die abgepackten. Ab und an esse ich das Zeugs ja, aber wenn nicht, gehts mir eindeutig besser und danach richte ich mich halt. Wieso sollte ich etwas essen, das mir im Magen nicht guttut UND mir nicht schmeckt? Es ist schon sc hädlich genug, die verdreckte Luft einzuatmen, wieso soll ich mir zusätzliche Schadstoffe noch antun, auch wenn Sie meinen, die seien eh so gesund?

Godesberg
11
20.11.2011, 12:39

Glutamat ist kein Schadstoff. Das ist eine Aminosäure, die in jedem Lebensmittel vorhanden ist und die Proteine in ihrem Körper bestehen zu einem Zwanzigstel draus. Ohne Glutamat wären Sie tot. Da könnten Sie besser auf das ein oder andere Vitamin verzichten.

Sie sind sicher nicht darauf angewiesen, Glutamat aus Geschmacksverstärkern aufzunehmen, Sie produzieren selbst genug davon. An ihrer Stelle würde ich mir mehr Sorgen um den Geschmacksverstärker (Koch)Salz machen, den überdosiert man viel schneller.

Warum sollte man von Glutamat aufstoßen? Welches Gas soll da produziert werden? Warum kommt nicht ein anderer Inhaltsstoff in Frage?

Frau Glück
21
20.11.2011, 14:10

Wie auch immer und - gebe ich zu! - chemisch kenne ich mich nicht so aus, doch Fertiggerichte vertrage ich eben schlechter als Sachen, die ich selber koche und da sind die verschiedensten Zusatzstoffe drin, wird schon der eine oder andere nicht sooo gesund sein. Und schmecken tut das Zeugs auch nicht wirklich gut. Ein frischer Apfel ist mir auch lieber irgendwas Fertiges, wo draufsteht, dass ein wenig Frucht drin ist. Geht nicht nur drum, dass einem etwas schade, sondern auch, obs einem schmeckt, finden Sie nicht?

Godesberg
23
19.11.2011, 12:34

1. Sie produzieren pro Zag etwa 50 Gramm Glutamat selbst. Dazu kommt freies Glutamat und Glutamat aus den Proteinen die Sie aufnehmen. Aus Geschmacksverstärkern kommt bei normaler Ernährung maximal 1% des Glutamats mit dem ihr Körper zu tun hat. Das vertragen Sie nicht?
2. Der Zucker, den Sie durch Stevia ersetzen, macht nur bedingt fett, solange Sie nicht 1 Liter Cola am Tag trinken. Wo ersetzen Sie denn Zucker durch Stevia?
3. Es gibt gute Gründe Gemüse zu spritzen. Die Belastung durch Pestizide auf Obst und Gemüse wird gemeinhin maßlos überschätzt. Es ist viel einfacher an verdorbenen Lebensmitteln zu erkranken als an konservierten oder gespritzen.

Befreier von Butter und Eier
01
20.11.2011, 12:03

Nun den, verdorbene Lebensmittel sollte man auch nicht essen.

Ich denke, wenn Ihnen konserviertes und gespritzes Gemüse und Obst lieber ist, sollten Sie es auch fleißig konsumieren. Aber nicht im Alter wundern, wenn Ihre Lebenserwartung halt nicht dem Durchschnitt dann entspricht.

Könnte ja auch sein, dass sich Ihre Meinung als Fehler herausstellt und unbehandeltes Essen immer noch wie eh und je gesünder für uns Menschen ist - aber ich kann mich natürlich auch irren!

WischUndWeg
00
23.11.2011, 20:15

Ist halt etwas problematisch in Ihrem Sinne mit der Lebenserwartung zu argumentieren.

" .. In Mitteleuropa ist sie seit 1840 etwa um 40 Jahre gewachsen. Das Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock spricht von drei Monaten, die das Leben Jahr für Jahr länger geworden ist. .."
http://de.wikipedia.org/wiki/Lebe... serwartung

Godesberg
31
20.11.2011, 12:34

1. Fraglich, ob Sie immer merken, ob ein Lebensmittel verdorben ist.

2. Kann sein, ist aber sehr unwahrscheinlich. Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Lebenserwartung geringer sein sollte. Beleglos kann man in alle Richtungen spekulieren...

3. Richtig, Sie können sich auch irren. Bis jetzt sind exorbitant mehr Leute an Pflanzengiften gestorben als an Pflanzenschutzmitteln.

marillensuppe
12
24.11.2011, 12:15
sie geben aber, wenn ich den druck verstärke, schon zu, dass auch "gespritzte" lebensmittel verderblich sind, oder?

ist das "wissenschaftlich"?
so richtig mit studien untermauert?

"gespritztes" ist also weniger giftig als "verdorbenes"

aha.
gut, dass es leute gibt, die so wissenschaftlich agieren.

jetzt ist klar, das man verdorbenes meiden solllte. allerdings ganz egal, ob gespritztes oder ungespritztes verdorbenes.

und steht gespritztes und ungespritztes nahrungsmittel zur wahl,
beides unverdorben,

nehm ich das ungespritzte,
und die godesbergs dieser welt sollen sich am gespritzten stärken.

siehst du, so leicht gibts frieden in dieser welt.

steht allerdings kein ungespritztes zur verfügung, weil godesbergs linkshirn das mit aller macht verhindern will, werd ich grantig.

marillensuppe
02
24.11.2011, 12:04
aber geh. wirklich wahr? sie empfehlen also wissenschaftlich, eher gespritztes gemüse zu essen als giftpflanzen. aha. damit sind sie wissenschaftlich selbstverständlich auf der richtigen seite. alle die, die ganz unwissenschaftlich, esoterisch

und instinktgeleitet keine giftpflanzen zu sich nehmen, allerdings auch.

"..Bis jetzt sind exorbitant mehr Leute an Pflanzengiften gestorben als an Pflanzenschutzmitteln..." - hihi, godesberg, wie wahr, wie wahr :-)

im übrigen, ein fall, zu dem ganz sicher kein chemie-konzern jemals eine studie bezahlen wird (was das leben des jungen mannes ohnehin nimmer verbessern würde):

grünarbeiter, süden von wien, betreute offenbar zu viele rasenanlagen in einer saison (verschiedene markenprodukte waren v.d.kunden gewünscht, herbi-, pesti-, funghizide und selbstverständlich düngemittel). mehrwöchig kkh, befindet sich seit zwei jahren in ärztlicher behandlung, kann mittlerweile wieder arbeiten, aber zittert immer noch, haut nicht gesund, haare eben

quando
10
20.11.2011, 12:32

Wenn Sie regelmäßig Gemüse und Obst essen, wird Ihre Lebenserwartung so oder so höher als der Durchschnitt sein, ganz egal ob gespritzt oder nicht.

Das ist Hund Putzi, das ist Katze Mietzi
00
17.5.2012, 21:05
Am besten ist es, ihr öffnet eine gute Flasche Rotwein und...

...genießt die passende Stevia-Schokolade von Villars 70% dazu. Aber vorsicht, dieses Kleinod gibts nicht überall. zB. aber hier: http://shop.steviaschoko.at
LG

patrese ricardo
40
16.11.2011, 16:42
Schon komisch!

Stevia kenn ich schon seit Jahren, und erst jetzt gibt es die EU frei?

Magic Wand
 
13
17.11.2011, 01:50

das kennen (und verwenden auch) viele seit Jahren. Aber wenn Sie es verwenden, wissen Sie auch, dass Sie es unter "Badesalz" suchen müssen (weil's als Lebensmittel eben nicht zugelassen ist).

Jetzt dürfen auch die klassischen versteckten Zucker (z.B. in Joghurt, Süßgebäck, Keksen, Fertiggerichten, usw.) ganz oder teilweise durch Stevia ersetzt werden.
Und das werden die industriellen Hersteller - früher oder später - auch tun.
Nicht, weil es gesünder ist, sondern weil es billiger ist.

Das könnte der Volksgesundheit mehr nutzen, als alles, was die (Gesundheits-)Politik in den letzten Jahren zustande gebracht hat ...

Bonair
02
16.11.2011, 19:41
Ja und?

Was ist daran komisch? Ich kenne ein paar Dutzend Stoffe, die in der EU noch nicht zum Einsatz freigegeben sind.

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