Thailändische Abgeordnete wollen neue Hauptstadt

15. November 2011, 15:17
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Überschwemmungen würden in den nächsten Jahren zunehmen

Bangkok - Als Konsequenz der jüngsten schweren Überschwemmungen wollen thailändische Abgeordnete Bangkok künftig nicht mehr als Hauptstadt behalten. In einem Antrag an das Parlament forderten 20 Vertreter der Regierungspartei Puea Thai die "Bildung einer Kommission, um über eine mögliche Verlegung der Hauptstadt oder eine zweite Hauptstadt nachzudenken", wie der Abgeordnete Sataporn Maneerat am Dienstag sagte.

Wegen der exzessiven Ausbeutung des Grundwassers sacke Bangkoks Boden stetig ab, deshalb sei absehbar, dass Umweltprobleme wie etwa die jüngsten Überschwemmungen zunehmen würden, sagte Sataporn weiter. Laut einer Studie von Weltbank, Asiatischer Entwicklungsbank und der Japanischen Bank für internationale Zusammenarbeit sackte der Boden in Bangkok Ende der 70er Jahre um zehn Zentimeter pro Jahr ab.

Stetig mehr Wasser im Fluss

Zwar konstatiert der Bericht, dass sich der Rhythmus in jüngster Zeit dank einer Reihe von Maßnahmen zum Grundwasserschutz auf einen Zentimeter pro Jahr verlangsamt hat, doch halten andere Experten diese Einschätzung für zu optimistisch. Hinzu kommt laut Sataporn, dass Bangkoks Fluss Chao Phraya wegen des Klimawandels stetig mehr Wasser mit sich führen werde.

Nur mit großem Aufwand war es der Regierung bisher gelungen, Bangkoks Innenstadt von den jüngsten schweren Überschwemmungen weitgehend zu verschonen. Mehrere Viertel am Rand der Zwölf Millionen-Stadt stehen dagegen schon seit Wochen unter Wasser. Dort kommt es immer häufiger zu Protesten der Einwohner, die den Behörden vorwerfen, ihre Bezirke dem Schutz des reichen Zentrums zu opfern. Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra stimmte am Dienstag die Menschen darauf ein, dass vor allem der westliche Stadtrand noch bis Neujahr überflutet bleiben könnte. (APA)

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    Als Konsequenz der Überschwemmungen wollen thailändische Abgeordnete Bangkok künftig nicht mehr als Hauptstadt behalten.

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