Gegner der 380-kV-Leitung fordern Erdverkabelung

15. November 2011, 14:21
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Bevölkerung soll besser informiert werden - Aktionen zur Durchsetzung geplant

Salzburg - Die Gegner der 380-kV-Freileitung von Kaprun bis Elixhausen haben sich nun zur "Interessengemeinschaft - Erdkabel" (IG-E) zusammengeschlossen. Auf konkrete Kampfmaßnahmen wollen die Proponenten vorerst verzichten, als nächstes möchten sie vor allem die betroffenen Gemeinden ins Boot holen, wie sie am Dienstag bei einem Pressegespräch in Salzburg ankündigten.

"Die Unterstützung der Bevölkerung ist sehr groß. In einigen Gemeinden gibt es auch bereits Beschlüsse, unter anderem in Bad Vigaun, Eugendorf sowie in der Stadt Salzburg. Gestern haben wir Briefe an alle Bürgermeister der 119 Gemeinden Salzburgs versandt. Nun werden wir zwei Wochen abwarten. Wenn wir bis dahin keine Rückmeldung erhalten, werden wir die Bürgermeister der einzelnen Gemeinden um ein persönliches Gespräch ersuchen", sagte Vereinspräsident Theodor Seebacher.

"Wir sind nicht grundsätzlich gegen die Leitung, sondern für deren Erdverkabelung. Diese würde kaum Zusatzkosten verursachen, hätte aber viele Vorteile für die Bevölkerung, wie zum Beispiel Sicherheit, so Seebacher. "Wir wollen nicht nur die direkt Betroffenen unterstützen, es sind die Bürger- und Menschenrechte von allen gefährdet. Vor allem wollen wir den Menschen Mut machen, Verantwortung für sich und die nächsten Generationen zu übernehmen und sich gegen die Macht reiner Profiteure zu wehren", sagte Pressesprecherin Beatrix Foidl.

Der Verein ist aus dem Zusammenschluss mehrerer Bürgerinitiativen entstanden und wurde am 14. Oktober 2011 gegründet. Auch Demonstrationen sehen die Vereinsmitglieder als eine Möglichkeit. Auf der "Renexpo" von 24. bis 26. November wird der Verein im Salzburger Messezentrum mit einem Messestand vertreten sein. (APA)

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