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Für Wehsely "undenkbar", dass Stadt mehr für AKH zahlt

15. November 2011, 12:58
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    foto: apa/herbert neubauer

    Gesundheitsstadträtin Wehsely will nicht für die Kosten im AKH einspringen.

Wiener Gesundheitsstadträtin übt Kritik an zuständigem Minister Töchterle

Wien - Ein Ende der Diskussion um die Finanzierung des Wiener Allgemeinen Krankenhauses ist nicht in Sicht: Die Wiener Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) hat am Dienstag betont, dass die Stadt nicht vorhat, mit zusätzlichen Mitteln einzuspringen. Dies sei "undenkbar", erklärte die Ressortchefin. Sie forderte den Bund auf, den mit der Stadt geschlossenen Vertrag einzuhalten.

In diesem sei geregelt, dass für die Krankenbehandlung das gesamte ärztliche Personal von der Medizinischen Universität Wien bereitgestellt werde, so Wehsely. Ärztekammer und Vertreter der Ärzte am AKH hatten am Montag vor einem "Kollaps" am größten Spital Österreichs gewarnt (derStandard.at berichtete). Der Universität würden die Mittel fehlen, um den Betrieb wie bisher aufrecht zu erhalten. Sie warnten vor Leistungseinschränkungen - etwa bei Operationen oder den Nachtdiensten. 

Kritik an Töchterle

Wehsely  zeigte sich "ein bisschen verwundert" über das Verhalten des zuständigen Wissenschaftsministers Karlheinz Töchterle (ÖVP). Dieser nehme seine Zuständigkeit in einem Ausmaß nicht wahr, wie sie es in dieser Art und Weise noch nicht erlebt habe: "Denn es geht nicht um die Frage, wofür möchte wer zuständig sein, sondern es gibt eine klare Vereinbarung der Stadt Wien mit dem Bund über die Finanzierung des AKH."

"Der redundante Satz des Ministers, dass für die Versorgung die Stadt Wien zuständig ist, ist einfach falsch. Ich möchte nicht sagen, dass er bewusst die Unwahrheit sagt, aber er sollte sich einmal mit der Vertragslage beschäftigen", meinte die Stadträtin. Ihre Argumente habe sie bereits Anfang November in einem Brief an Töchterle dargelegt. Eine Reaktion auf das Schreiben sei aber bisher ausgeblieben.

Man müsse sich auch die Dimensionen ansehen, über die hier gesprochen würden. Denn die Medizinische Universität, so betonte Wehsely, trage lediglich 15 Prozent zur AKH-Finanzierung bei. Der Rest komme vor allem von der Stadt bzw. vom Wiener Gesundheitsfonds. Der Vertrag sei bis 2015 mit Verlängerungsoption bis zum Jahr 2017 geschlossen worden. Darin sei auch geregelt, dass die Stadt ohnehin immer weniger vom Bund bekomme - da die Abgeltung für den sogenannten klinischen Mehraufwand ständig reduziert werde.

Ärzte zum Gespräch laden

Die Ressortchefin schloss aus, dass Wien - etwa durch Maßnahmen in anderen Spitälern - mögliche Leistungsreduktionen im AKH abfedern werde. Sie bekräftigte: "Aus meiner Sicht gilt: Pacta sunt servanda." Sie gehe davon aus, dass es vom Bund in der Angelegenheit noch Bewegung geben werde. Als ersten Schritt, so forderte Wehsely den Minister auf, solle dieser die Ärzte zu einem Gespräch laden.

Offen für Strukturänderungen

Wehsely zeigte sich offen für mögliche Strukturänderungen: "Da bin ich sehr gesprächsbereit diesbezüglich." Immer wieder kommt etwa der Vorschlag für eine gemeinsame Betreibergesellschaft für das AKH. Laut Wehsely könnte es aber zunächst einmal kleinere Schritte geben: "Zum Beispiel, dass die Medizinische Universität Wien die Diensteinteilung zur Verfügung stellt."

Der ärztliche Leiter, Reinhard Krepler, habe zuletzt nämlich die Med-Uni ersucht, Einblick in die Einteilung zu bekommen. Dies sei von der Universität aber abgelehnt worden, berichtete Wehsely. Mit den Informationen könnte aber gemeinsam nach Lösungen gesucht werden, gab die Stadträtin zu bedenken: "Ich bin gerne bereit, mich mit einer Problematik zu beschäftigen, die eigentlich ein Problem der Medizinuniversität ist. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 51
1 2
n m
00
19.11.2011, 09:21

Die Stadt Wien ist allerdings für die Pflege zuständig und mit einer guten Umstrukturierung dieses völlig bizarren österreichischen Systems - in dem deshalb so viele ÄrztInnen für die Nachtdienste notwendig sind, weil diese Infusionen anhängen und Blut abnehmen müssen- würde man wahrscheinlich viel und langfristig regeln können. Also, liebe Frau Wehsely, wie wäre es, wenn sie die Pflege aufstocken und die Pflege endlich auch in Österreich diese Aufgaben übernimmt und das Bettenmachen und dergleichen von Reinungskräften/Stationspersonal/PflegehelferInnen erledigt wird?! Siehe Beispiel Schweiz!

Edwin_3104
12
16.11.2011, 11:11
Ärzte sollten sich auf die Patienten konzentrieren

Mir reicht es langsam mit der Wiener Ärztekammer. Anstatt sich konstruktiv um ein gutes Gesundheitssystem für alle einzusetzen, scheinen sie nichts anderes zu tun haben, als die Patienten zu verunsichern, um ihre Pfründe zu sichern. Siehe Inseratenkampagne gegen ELGA (man will ja weiterhin alles mögliche verschreiben und schauen, dass ja nix transparent wird), oder in diesem Fall der Weigerung, sich für ein besseres System einzusetzen (in dem die Jungen vielleicht nicht so ausgebeutet werden und die Gemachten ohne Ende verdienen) Anstelle dessen ist ihr einziger Vorschlag, dass jetzt halt wer anderer zahlen soll.

Zaphod Beeblebrox III
00
18.11.2011, 20:24
Es geht hier NICHT um die Ärztekammer, sondern ums AKH !

Der Ärztekammer ist das AKH ziemlich egal.

Nur ein Vizepräsident der Ärztekammer, der Prof.Szekeres, denkt etwas anderes, denn er ist Betriebsratvorsitzender im AKH. Wenn Szekeres redet, dann hat es Hand und Fuss.

Und. der Kollaps wird nicht kommen, er ist schon lange da...

Maybelline
01
16.11.2011, 10:50
Da sieht man's wieder

... was passiert wenn die Unis unterfinanziert sind. Das hat dann nicht nur Auswirkungen auf die Qualität der Lehre, sondern in diesem Fall sogar auf die Qualität der medizinische Versorgung. Wann kapieren Töchterle und seine ÖVP-Kollegen endlich, dass sich hier endlich etwas ändern muss?

Walter Bimini
10
15.11.2011, 18:47
das wird erst so richtig spannend, wenn offiziell wird, daß sowohl der staat als auch die stadt pleite sind.

Maybelline
20
16.11.2011, 10:20
Die Stadt ist sicher nicht pleite

Wien ist (neben Oberösterreich) eines von zwei Bundesländer, die Schulden zurück zahlen, anstatt neue aufnehmen zu müssen und gleichzeitig weiterhin massiv im Bildungsbereich, aber auch in den Bereichen Gesundheit und Soziales investiert.
Auch Österreich insgesamt ist weit davon entfernt, Pleite zu sein!

Mit solchen Kommentaren verunsichern sie lediglich die Menschen und tragen zur ohnehin schon bedenklichen Politikverdrossenheit bei...

Le Monde
00
16.11.2011, 12:27
dann soll sich die tolle stadt einmal um die wahnsinnszustände

in den wiener gemeindebauten kümmern, wenn sie schon so sehr in bildung investiert. wenn es der stadt wien so gut geht, warum wurden dann die fördermittel für den wohnbau gekürzt?

in wien beziehen 77.000 leute mindestsicherung und hängen den ganzen tag herum. die wiener gkk ist pausenlos pleite und in wiens spitälern kosten die leistungen fast um 50 prozent mehr als in tirol!

schuldenstand stadt wien: 3 mrd. euro, wiener wohnen hat 2,9 mrd! pro kopf verschuldung aller städte:
wien: 1.115, wiener neustadt: 3.321, eisenstadt:1.663, klagenfurt: 1.085, graz: 1.820, linz: 2.500, salzburg: 1.330, innsbruck: 126, bregenz: 1.424 euro!

Walter Bimini
00
16.11.2011, 11:08
man muß schon sehr naiv sein um zu glauben,

daß der staat, die stadt, ... je ihre schulden wieder zurückzahlen werden. den investoren dämmert das auch schon langsam. deshalb steigen die raten für österreichische staatsanleihen. wenn die investoren das einmal einsehen, werden wir entweder keine kredite mehr bekommen oder nur mehr gegen sehr hohe zinsen. und dann ist es nicht mehr weit bis zum staatsbankrott. es wird nicht der erste österreichische staatsbankrott sein.

Pierre d´Aubusson
00
17.11.2011, 00:40

Und wenn die Gebietskörperschaften keine Schulden machten?
Dann könnten die Banken zusperren.

Walter Bimini
00
17.11.2011, 10:34
der staat fördert den wildwuchs der banken

es gibt sowieso zuviele banken, die noch dazu statt die wirtschaft mit krediten für sinnvolle investitionen zu versorgen, nur dem staat helfen die aufgeblähte bürokratie noch weiter aufzublasen.

Inno Vision
 
00
15.11.2011, 18:43
Die richtigen Abzocker haben auch Mitschuld an dem Defizit

Unlängst ist ja bei dem Prozeß um Michael Zimper, der ein Honorar von 20 Millionen Euro für 4 Jahre von Ersteklassepatienten forderte, der Öffentlichkeit wieder klar geworden, was diese Krösuse verdienen.
Und natürlich haben sie noch eine eigene Praxis, denn im Krankenhaus ist man ja auch mit so einem Zusatz-Gehalt offenbar nicht ausgelastet.
Solange nicht die Wahnsinnsgehälter hinter dem Vorhang geholt werden wird sich bei der Bemessung dieser Überbezahlten nichts ändern.
Immer mehr Saustall, wohin man blickt, Geld hat kein Mascherl und die Auftraggeber kein Gespür mehr für einen leistungsbezogenen Lohn.
Wenn man wirklich jemand braucht, dann findet man oft erst recht keinen Spezialisten, denn nur mit der Masse macht man richtig viel Gel

Hubert Ungeist
 
00
16.11.2011, 04:44
Nur das diese 20 MIo Euro

nicht von der Stadt und auch nciht vom Bund bezahlt wurden, sondern von den Versicheren.

Interessant wäre halt noch zu wissen, wieveil davon der Herr dem AKH überweisen hat müssen, um deren Einrichtungen zu nutzen.

Da springt auch nur der Neid raus aus dem Post

Pierre d´Aubusson
01
17.11.2011, 00:49

Diese Patienten werden "ganz normal" aufgenommen und man merkts nur daran, daß da der Chef persönlich was macht. Wär ja noch schöner, wenns Sonderbehandlungen gäbe.

Und was hab ich Ihnen durch die Blume jetzt gerade gesagt?
(Nachdenkpause sei Ihnen gewährt...)

Na, daß für diese "Privatordinationen" auch von der Öffentlichkeit kassiert worden ist, oder etwa nicht?

Wenn irgendwelche kleine Oberärzte beim Herrn Primar in der Abtheilung was machen wollen und ihm seine Einrichtungen belegen, die müssen zahlen.
Aber an wen wohl?
Und so kommen dann größenordnungsmäßig solche Forderungen zustande.

Gute Nacht noch. (wenns jetzt noch gut schlafen können...)
Bleibens jedenfalls gsund, wenns ned reich auch sind.

durchausbeinander
01
16.11.2011, 13:12
seins mir nicht böse herr ungeist

aber egal wie mans dreht und wendet und von wem das geld kommt. in anbetracht dessen wer die tatsächlichen leistungen erbringt und der höhe der beträge ist es völlig unmoralisch soviel geld an "nebenverdiensten" einzustreifen!
das KH und das arbeitende personal sollte den großteil dieser gelder bekommen !

Greywoolf
 
01
15.11.2011, 18:33
Lauter Korruptionisten

Ich meine, die sollten lieber die "Waschprojekte" wie Reinigungsfirma AGO und das AKIM-Projekt (AKH Informationsmanagement - das bis jetzt nicht funktioniert) elliminieren. Mit einem Schlag würden Millionenbeträge für das AKH frei werden. Und nicht wie der Ärzte-Betriebsrat einen "Bettelverein" (www.rettetdasakh.at) gründen.

Albatros99
00
16.11.2011, 07:31
Re: Greywoolf

Pssst, tuns mir das AKIM nicht zerreden, dieses Projekt ist das Beste das man um viel Geld bekommen kann ;-))). Soviel muss Ihnen die Routineünterstützung doch wert sein, oder?.
War es nicht einmal auch für die Forschung geplant? ;-)).
Seien sie froh, dass jetzt endlich alles in geordneten Bahnen verläuft, oder versandet, oder so....

Albatros99

tschamba fii
01
15.11.2011, 17:48
interessant finde ich ja,

dass sich die ö , jene aus wien und den bundesländern gegenseitig anpatzen , wie weiter hinten zu lesen ist und dabei außer acht lassen, dass hier schon längst andere personen behandlungen in ö durchführen lassen, die sie zu hause so nicht bekommen würden, natürlich zum preis vom herkunftsland. wer zahlt eigentlich diese differenz? und immer wieder die gleichen fragen, wieso funktioniert ein damals gutes system, heute nicht mehr, wieso explodieren die kosten? wieso werden ärzte bis an die grenzen belastet? a ja, ö muss sparen, ist ja jetzt so ausgemacht und heißt schuldenbremse, damit wir uns die eu leisten können?

Walter Bimini
00
15.11.2011, 18:44
nicht damit wir uns die eu leisten können,

sondern damit selbst die größten eu fans - zumindest die, die nicht unmittelbar von der eu profitieren wie die eurokraten in brüssel - am ende genug von diesem verein haben werden.

Der Neugierige
01
15.11.2011, 17:40
Inkompetente Realitätsverweigerung das ist...

1) Uni zahlt Ärzte - warum eigentlich?
Wegen Forschung und Lehre... Aber die Patientenversorgung müsste die Stadt Wien und von mir aus auch Niederösterreich zahlen - ist schliesslich keine Aufgabe der Uni.
2) Uni hat kein Geld, weil absichtlich von der Politik ausgehungert!
3) AKH hat viel zu viele ambulante Patienten. Jeder Schwachkopf, dem grad irgdwas weh tut, kann 24 Stunden pro Tag KOSTENLOS ins AKH laufen! Absurder, unfinanzierbarer Wahnsinn!

Fu©k O'Shima
22
15.11.2011, 16:33
Das ist doch die Wehsely, die ....

...damals durch die Hirnidee gegenderter Fluchtwegtaferln für's Rathaus tausende Euro Steuergeld "verplant" hat, oder?

Christoph Karl Steininger
02
15.11.2011, 15:01
Also überforderte Minister

haben wir relativ viele.

Herbert Novak1
06
15.11.2011, 14:40
mit Volldampft ins letzte Jahrhundert zurück

Ich wünsche mir, dass die verantwortlichen PolitikerInnen auch ins AKH müssen (vor allem als Normalpatienten), dann wissen was Sie die Bürger angerichtet haben. Pröll hatte das Vergnügen gehabt ins Krankenhaus, er wurde als Patienten Sonderklasse behandelt, dann kehrte er die Politik den Rücken. Die breite Bevölkerung hat solches Privileg nicht. Man stellt sich vor, jede arbeitende zahlt bis zu 50% Abgaben (Arbeitsgeber-Anteil eingerechnete Sozialversicherung, Steuer usw.) also bis zu nicht mehr geht ausgeschröpft, bekommt nicht einmal eine medizinische Versorgung. Wohin steuert unsere Gesellschaft? "mit Volldampft ins letzte Jahrhundert zurück" (Zitat nach Grün-Obfrau)

tschamba fii
51
15.11.2011, 14:01
Häupl, Brauner, Wehsely, Stöger, Darabos, das Beste was Wien und die SPÖ zu bieten hat!

suchbild mit fehlern, bitte kreuzen sie übereinstimmende fehler bei den genannten spitzenpolitikern an.

opryde
70
15.11.2011, 14:00

nicht auszudenken, dass eine stadtregierung dem größten kh auf ihrem gemeindegrund finanziell unter die arme greift, wenn der bund es schon nicht schafft - man müsste ja vielleicht bei so wichtigen veranstaltungen wie dem donauinselfest einsparen oder weniger "der wiener weg"-plakatwerbung produzieren.

das geht doch nicht!

Katar Akt
 
03
15.11.2011, 16:28

Sie haben den Artikel nicht gelesen, nicht wahr?

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