UniCredit-Aktie nach Megaverlust auf Sinkflug

15. November 2011, 10:54
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Analysten pessimistisch - Mehrere Kursherabstufungen - Zweifel an Erfolg von Kapitalerhöhung

Frankfurt/Mailand - Die Aktien der Mailänder Bank Ausria-Mutter UniCredit haben am Dienstag ihren Kursrutsch fortgesetzt. Bis 10.45 Uhr stürzte die Aktie um 9 Prozent auf 70 Cent ab. Schon am Vortag waren die Aktien nach den Strategieentscheidungen - und einem Rekordverlust von 10,6 Mrd. Euro im 3. Quartal - um mehr als 6 Prozent abgesackt. In einem insgesamt schwachen, von der Sorge um die Schuldenkrise in der Eurozone belasteten Bankensektor litten die Papiere der italienischen Großbank weiterhin unter den beschlossenen Maßnahmen - vor allem auch an der angekündigten schwierigen Kapitalaufstockung.

Analysten stimmten daraufhin am Dienstag pessimistische Töne an: Sylvia Benzi von Cheuvreux kritisierte angesichts der Schuldenkrise den ungünstigen Zeitpunkt für eine Kapitalerhöhung und Azzurra Guelfi von der Citigroup bezeichnete das Umsetzungsrisiko als hoch. Beide reduzierten nach den Beschlüssen der Italiener ihre Kursziele.

Chevreux senkte das Kursziel von 83 auf 76 Cent, die Aktie ist für die Experten ein "Underperformer".

Bei Citi wird das Kursziel der Italiener bei 85 Cent (vorher 90 Cent) gesehen, bei neutraler Einstufung.

Die WestLB hat die Einstufung von "neutral" auf "reduce" zurückgenommen, das neue Kursziel lieg bei 70 Cent.

Die UBS hat UniCredit auf "Neutral" mit einem Kursziel 0,85 Euro belassen. Die Abschreibungen von 9,8 Mrd. Euro im dritten Quartal belasteten die Kernkapitalquote der Bank nicht, da sie bereits zuvor vom Eigenkapital abgezogen worden seien, schrieb Analyst Matteo Ramenghi am Dienstag. Der operative Bruttogewinn habe die Markterwartungen zudem weitgehend erfüllt. Das neue Unternehmensziel eines Gewinns von 3,8 Mrd. Euro im Jahr 2013 sei erreichbar. Die Kapitalerhöhung werde vom Kursziel noch nicht widergespiegelt. (APA)

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