"Piratenamnestie"

Apple startet Musik-Cloud iTunes Match

15. November 2011, 10:02

Dienst für Musik-Streaming aus der iCloud vorerst nur für US-Kunden verfügbar

Einen Tag vor dem erwarteten Start von Googles Music Store hat Apple seinen bereits länger angekündigten Dienst iTunes Match lanciert. Nutzer können damit die Musik auf ihrem Rechner mit iTunes-Titeln abgleichen und diese zum Abo-Preis von 25 US-Dollar pro Jahr über iCloud oder als Download auf anderen Geräten hören. Vorerst ist das jedoch nur für US-Nutzer möglich.

20 Millionen Songs

Die Lieder auf dem eigenen Rechner, egal ob gekauft oder von anderen Quellen stammend, werden mit der iTunes-Bibliothek von rund 20 Millionen Songs abgeglichen und DRM-frei in 256-Kbps AAC-Qualität zur Verfügung gestellt. Kann iTunes Match ein Lied nicht im Katalog finden, wird es vom Rechner in die iCloud hochgeladen. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen wird darauf hingewiesen, dass nur der Abgleich von legal erworbenen Musik zulässig ist. Dennoch gilt iTunes Match als eine Art Piratenamnestie, um heruntergeladene Songs zu "legalisieren".

25.000 Titel

Mit iTunes Match können bis zu 25.000 Lieder zusätzlich zu den über iTunes gekauften Titeln bereitgestellt werden. Der Online-Speicher für das iCloud-Backup wird dadurch nicht extra belegt. Die Songs können auf maximal zehn Geräten gehört werden und stehen auch nach Ende des Abos noch zur Verfügung. Der Dienst setzt iTunes 10.5.1 am Mac oder PC und auf iPhone, iPad und iPod Touch iOS 5.0.1 voraus.

US-only

Wann iTunes Match in anderen Ländern startet, ist noch nicht bekannt. Anbieter derartiger Dienste müssen mit den Rechteverwerten in jedem Land extra verhandeln. Da der iTunes-Store allerdings nicht über eine IP-Sperre verfügt, sondern mit den Zahlungsinformationen verknüpft ist, können Nutzer mit einer US-amerikanischen Kreditkarte auch im US-Store einkaufen. Ob das auch für iTunes Match gilt, konnte noch nicht bestätigt werden. Update: Nach Angaben mehrerer WebStandard-LeserInnen ist iTunes Match auch von Österreich aus mit einer US-Kreditkarte verfügbar. (red)

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Posting 1 bis 25 von 90
1 2 3
Minority1
00
17.11.2011, 15:52
itunes ist so altbacken

lebowsky1
31
15.11.2011, 23:35
Wann kann man endlich TV-Serien in itunes leihen/kaufen?

hp12c
12
16.11.2011, 08:32
kann man schon seit langem

man muss es nur machen...

Deinococcus radiophilus
00
18.11.2011, 17:53

Nicht im österreichischen Store.

Der Kirk der jetzt eine Tochter hat
10
16.11.2011, 09:25

wurde das serien ausleihen nicht wieder eingestellt? ging doch vor ein paar monaten die meldung durch die medien.

Pedro Hofmann
00
15.11.2011, 20:42
DRM frei ist mir nicht ganz klar

Ich verwendet mal eine kurze Sequenz von einem bei iTunes gekauften Lied für ein Video in Youtube.
Ich erhielt umgehend eine Warnung von Youtube, dass es nicht erlaubt sei, da EMI hier die Rechte hat. Obwohl ich das Video nicht öffentlich zugänglich machte.

Was nun!?!?

hp12c
01
16.11.2011, 10:37
das hat nichts mit itunes zu tun

sondern dass du das für dich kaufst - und nicht für privaten oder frei zugänglichen channels in youtube (und sonst auch nicht) verbreiten darfst.

in deiner "privaten gruppe" können theoretisch auch 27 mio leute zugang haben. auch wenns privat ist - ists doch auch öffentlich.

Der Kirk der jetzt eine Tochter hat
00
16.11.2011, 09:26

Video auf youtube aber nicht öffentlich zugänglich?

·Übermorgen·
00
15.11.2011, 22:51
Mit DRM hat das nichts zu tun

DRM steht für Digital Rights Management. Es kontrolliert ob sie die Datei mit einem bestimmten Gerät überhaupt abspielen können.

Das was ihnen bei YouTube widerfahren ist, das hätte ihnen mit einer Aufnahme aus dem Radio oder von CD genauso geblüht. YouTube vergleicht nur den akustischen Fingerabdruck mit einer Datenbank. Das hat aber weder mit DRM noch mit einem digitalen Wasserzeichen zu tun. Dabei geht’s ausschließlich um die Musik selbst.

Pedro Hofmann
02
16.11.2011, 18:51
GEMAfreie Musik für Videos

Danke für die interessante Antwort. Ich verstehe sowieso nicht, wieso man nicht für kleine Jobs Musik wie bei GEMAfreien Portalen kaufen kann.

Ich zahl dort im Schnitt 30 USD pro Song und kann ihn dann verwenden. Bei TV etc sieht es natürlich anders aus - aber hier ist das Budget ja auch anders.

Wenn ein Kunde einen recht günstigen Film für sein Produkt braucht, dann zahlt er nicht pro Song 1.000 Euro++ wie mir angeboten wurde. Meist braucht man bei 5-7min Film locker 3-4 songs. Das kostet dann mehr als der Film, der unter 2.000,- liegt.
Ich würde liebend gerne laufend gute Songs für Projekte kaufen.
Hier ein Beispiel: Der kurze Lebkuchenfilm für einen Kunden: http://www.schokokino.at/film-lebk... enworkshop

Musik gemafrei gekauft.

Alachis
00
6.12.2011, 08:44

tolle Arbeit :)

aero seven
00
15.11.2011, 21:13

Na immerhin war's möglich den Song dafür zu verwenden... Na im ernst, wie sollen die Metadaten des Songs ins Video gelangt sein? Suspekt.
;-)

Pedro Hofmann
20
15.11.2011, 21:35
digital watermarking

ist ja kein Geheimnis

aero seven
10
15.11.2011, 22:06

Naja, fair enough. Nicht?
;-)

optische täuschungen
119
15.11.2011, 14:34
apple hat den besten musikdienst

BASTA

Minority1
01
17.11.2011, 15:51
Ja für Mainstream Hoschis sicher

Wette alle die hier zugestimmt haben, haben noch zusätzlich einen Facebook Account und zahlen da noch mit all ihren Daten.

konsens ist nonsens
152
15.11.2011, 11:44

too little, too less... Das Spotify-Konzept ist wesentlich kundenfreundlicher (warum auch sollte ich für meine Musik nochmal zahlen?) und streamt auch abseits des iTunes-Käfigs

konsens ist nonsens
20
15.11.2011, 17:32

okay... meine Meinung (!) zu einigen der angesprochenen Punkte
a) Spotify gibt's - iTunes Match, Google Music nicht
b) Ich bin vom Premium Account ausgegangen, auch iTM ist nicht gratis...
c) Warum soll ich mit einem Premiumaccount noch Musik besitzen müssen? Das ist der Vorteil (und Paradigmenwechsel) im Geschäftsmodell - das Besitzen ist irrelevant, wenn ich ein 24/7 Ticket zur umfassenden Bibliothek überall habe. (Da ist aber auch der Haken - noch ist bei weitem nicht alles erfasst)
d) Streamen kann ich mit iTM nur auf iTunes am Desktop und iDevices, oder liege ich da falsch? Spotify-Apps gibt's wahrscheinlich schon für Wanderschuhe...
e) Das große Minus für Spotify ist wirklich Facebook... aber ein Dummy-Account und gut

hp12c
01
16.11.2011, 08:04
jap.

itunes match gibts auch - spotify gabs bis vor wenigen tagen auch nicht - bei uns.

itunes kostet umgerechnet weniger als 20€. spotify kostet das 6-fache.

c - weil du dein leben lang dann monatlich dafür bezahlst - denn sonst hast du keine musik mehr - du wirst gezwungen immer dein abo zu verlängern... zu einem hohen preis wie ich finde. nächste woche bin ich in singapur - wenn ich unterwegs musik hören will zahl ich pro mb streaming 12 Euro. das wird ein teurer spaß - da hat der "besitz" deutlich vorteile....

d) du brauchst für spotify genauso ein device wie für itunes. das mit den schuhen wage ich zu bezweifeln.. wobei für iphone ipod gibts da den nike+ sensor... wer weiß...

e) dadurch verkraulen sie zuviele kunden

konsens ist nonsens
00
16.11.2011, 21:08

ad c) also bei google music funktioniert das sehr bequem mit offline caching. Bei Spotify jetzt mal von durchlesen her mit Premiumzugang auch... muss ich aber erst testen...

konsens ist nonsens
10
16.11.2011, 21:03

ad c) stimmt - aber gerade das Konzept gefällt mir ja - für wenig-nutzer gibts die Free-Variante, für mehr-Nutzer die 5€/Monat und für Vielnutzer (und Leute die die Sachen gerne auch offline haben) die 10€-Variante als "Kulturflatrate".
Dafür habe ich halt einen Flat-Zugriff auf alles was es gibt (im Idealfall, noch nicht in der Realität). Ich sehe schon die Vorteile des "Besitzes" von MP3s und CDs auch - aber für mich überwiegen die Vorteile des Abos schon deutlich. Zugegeben - ich geb auch jetzt bereits deutlich mehr als 120€ im Jahr für Musik aus...

konsens ist nonsens
20
15.11.2011, 17:38

f) Das Legalisieren der Musiksammlung ist mir herzlich egal, da erstens in Österreich der Download von Medien als Privatkopie nicht verboten ist und nie war und zweitens meine lokale (und auch schon seit Monaten in die Cloud gespiegelte) Musiksammlung zum überwiegenden Teil aus CD-gerippten oder von Freunden per USB-Platte überspielten MP3s (wieder Privatkopie) besteht... Das ist mit doppelt gezahlt gemeint. Für die reinen Server- und Bandbreitenkosten scheint mir der iTM-Beitrag zu hoch zu sein und für eine Pseudo-Legalisierung für etwas Geld auszugeben, dass in Österreich nicht illegal ist möchte ich auch kein Geld ausgeben.

Aber ist Auswahl nicht was Schönes? :D

hp12c
01
16.11.2011, 08:07
hmm

die bandbreitennutzung bei itunes match ist um einiges höher als bei spotify weil man mit höherer qualität streamed.

ich fand das konzept von spotify damals großartig -hatte mich auch vor einem jahr schon angemeldet, wenns denn mal bei uns verfügbar sein würde - das ding hat potenzial keine frage - von der idee her super.

aber jetzt auf die zusätzlichen werbekosten und beschränkungen seit mai - hab ich keinen bock. radio funktioniert auch ohne große kosten.

da find ich 10 euro im monat jetzt einfach zu viel.

20-30 im jahr klar. und ich hab genug geld - aber eben weil ich darauf achte ;) (meistens ^^)

konsens ist nonsens
00
16.11.2011, 21:04

ja... und bei mir sind gerade die 120 im Jahr eine schöne Ersparnis. Unter der Voraussetzung, dass Spotify den CD-Kauf wirklich ersetzen kann. Und das teste ich gerade mal :D

konsens ist nonsens
00
16.11.2011, 20:59

Das mit der Bandbreite stimmt natürlich. Der 160kpbs cap ist ziemlich niedrig angesetzt :/

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