Mayr-Melnhof schraubt Umsatz und Gewinn hoch

15. November 2011, 09:39
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Druck auf Margen steigt - Auslastung im dritten Quartal gesunken

Wien - Der börsenotierte Kartonhersteller Mayr Melnhof hat in den ersten neun Monaten des Jahres den Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode um 13,9 Prozent von 1,315 Mrd. Euro auf 1,498 Mrd. Euro gesteigert. Der Gewinn (Periodenüberschuss) legte im gleichen Zeitraum um 10,5 Prozent von 83,2 Mio. Euro auf 91,9 Mio. Euro zu, teilte das Unternehmen am Dienstag ad hoc mit. Der Gewinn je Aktie stieg damit von 4,04 Euro auf 4,58 Euro. Das Ergebnis vor Steuern wuchs um 12,6 Prozent von 113,9 Mio. Euro auf 128,3 Mio. Euro.

Mayr Melnhof erwartet sich für die kommenden Monate aufgrund "zunehmender Vorsicht unserer Kunden ... keine spürbare Erholung im Auftragseingang der Kartondivision". Auch der Umbau der Maschinen in der slowenischen Kartonfabrik Kolicevo Karton und die allgemeine Marktverfassung lassen erwarten, dass im vierten Quartal die Kapazitätsauslastung und damit des Quartalsergebnis zurückgehen. Die "vorhersehbar andauernde Unterauslastung in der europäischen Kartonindustrie" lasse Preisrückgänge beim Karton befürchten und werde "den Druck auf die Margen verstärken". MM Karton werde "bestehende Preisniveaus bestmöglich verteidigen". Zugleich sollen die Investitionen in neue Technologien und Standorterweiterungen fortgesetzt werden, um an Wettbewerbsstärke zu gewinnen und organisch weiter zu wachsen. "Märkte mit nachhaltigem Wachstumspotenzial bleiben im Fokus unserer Akquisitionsstrategie" heißt es in der Aussendung.

Im dritten Quartal lag das betriebliche Ergebnis auf der Höhe des zweiten Quartals. Die Produktion am neu errichteten türkischen Verpackungsstandort in Karaman, Zentralanatolien, lief zum Ende des dritten Quartals an. Im November 2011 wurde der Mehrheitsanteil (51 Prozent) an Firgos, einem malaysischen Kartonhändler mit Sitz in Kuala Lumpur mit einem im Aufbau befindlichen Faltschachtelstandort erworben.

Allerdings haben hohe Lagerstände bei den Kunden und deren "zunehmend vorsichtigere Planung" in der Kartondivision zu einer weiteren Reduktion der Aufträge und "selektiven temporären Produktionsstillständen im Quartalsverlauf" geführt. Die Kapazitäten von MM Karton waren im dritten Quartal zu 91 Prozent ausgelastet - im Vorjahresquartal lag die Auslastung noch bei 99 Prozent, auch in den ersten beiden Quartalen des Jahres waren die Werke voll ausgelastet. Da die Preise für Rohstoffe kaum sanken, stieg der Druck auf die Margen. Der Periodenüberschuss des dritten Quartals lag bei 27,9 Mio. Euro, nach 28,6 Mio. Euro im zweiten Quartal 2011 bzw. 34,3 Mio. Euro im Vorjahresquartal. (APA)

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