Die Solidaritätsfrage ist falsch gestellt, denn gerade in Zeiten der Krise muss sie lauten: Wie viel Unsolidarität können wir uns eigentlich leisten? Wenn wir diesen Zusammenhang nicht sehen, fühlen sich alle als Verlierer
In der Debatte um einen Boykott der Fußball-EM in der Ukraine trifft Wunschdenken auf Wirklichkeit. Der Sport ist längst kein Fair Play mehr. Und dazu haben Politik wie Sportfunktionäre gleichermaßen beigetragen
Facebooks Umgang mit Benutzerdaten ist nach deutschem und europäischem Recht illegal - mit dem Börsengang wird diese Schamlosigkeit nur noch weiter zunehmen
Das beste an Artikeln sind oftmals die Kommentare darunter
Flughafenausbauten basieren auf der falschen Logik des ewigen Wachstums. Wir müssen realistische Prognosen verwenden - dann können auch Konflikte gelöst werden
Was korrupt ist und was nicht, bestimmt der Zeitgeist mit. Entscheidend ist die Tat im Auge des Betrachters. Im engen Sinne käuflich sind deutsche Politiker derzeit selten
Wer reich werden will, wird Bankier oder Rüstungshändler - nicht Politiker. Die meisten Menschen in der Politik sind also ehrlich, nicht geldgeil. Fünf Gründe, warum Korruption dennoch ein weit verbreitetes Phänomen ist
Zum Glück zeigt das frauenpolitische Bild jenseits von RTL-Unterhaltungsformaten, dass der Feminismus nicht leiser geworden ist. Aber der Kampf muss weitergehen
Es geht weiter, immer weiter (Oliver Kahn): Während die Kinder aus dem falschen Elternhaus nach wie vor abgehängt bleiben, steht die Leistungselite von morgen immer begeisterter in den Startlöchern
Was auch immer schiefläuft, Mama und Papa sind die ersten Ansprechpartner für Alltagsprobleme. Die Schule muss hier nachziehen
"Germany's next Topmodel" & Co. manifestieren in der Jugend ein Frauenbild, das vor der zweiten Welle des Feminismus angesiedelt ist
Angesichts totaler Nacktheit auf Werbeplakaten, in Filmen, in der ganzen Gesellschaft ist es zu einer Selbstverständlichkeit geworden, dass Frau alles zeigt, was sie hat. Man kann sich vorstellen, was sich Alice Schwarzer vor dem Fernseher sitzend denkt
Nach einem aktuellen Vorfall wird in Deutschland wieder über die Einführung eines Hundeführerscheins nachgedacht - Von Thore Schröder
Deutschland muss mehr Geld in Bildung investieren, ansonsten werden wir unser Wohlstandsniveau nicht halten können. Übertriebene Ängste sind angesichts des demografischen Wandels jedoch genauso fehl am Platz wie die übertriebene Rhetorik vom Exportweltmeister - Von Bodo Herzog
Aufbruchstimmung in London - Im Sommer stehen zwei Großereignisse an, die auch städtebaulich zur Herausforderung werden - Von Ruben Alexander Schuster
Keiner von uns weiß, wie Anonymous funktioniert und welche Ziele es verfolgt. Bewundern tun wir die Hacker trotzdem - Von Lars Mensel
Es ist egal, ob wir Roma gebildet sind. Deutsche Juden waren hoch gebildet, vor dem Holocaust hat sie das trotzdem nicht gerettet. Roma sind zur gleichen Zeit kaum zur Schule gegangen. Dennoch sind sie in den gleichen Konzentrationslagern gelandet - Von Valeriu Nicolae
Das Internet schleift kulturelle Unterschiede sehr schnell ab und schafft konvergente Lebensstile. Ein privates Auto gehört dann nicht mehr unbedingt dazu - das verändert nicht nur unseren Begriff des Automobils, sondern auch die Städte, in denen wir uns bewegen - Von Andreas Knie
Mit dem Unwort "Post-Gendering" versucht die deutsche Piratenpartei, über einen zu geringen Frauenanteil hinwegzutäuschen. Zudem macht sie damit konstruktive Debatten zur Gleichberechtigung von Frauen unmöglich - Von Sören Musyal
Wer glaubt, Esoterik sei lediglich der letzte Strohhalm vereinsamter Menschen, irrt. Ob Unternehmen oder Universitäten: Die Hoffnung auf das Überirdische zieht Menschen in ihren Bann - da hilft es auch nicht, Thomas Mann zu heißen - Von Gunnar Sohn
Fleisch oder vegetarisch? Die Gewissensentscheidung beim Weihnachtsessen. Vegetarier leben Fleischessern einen vermeintlich moralischen Lebensstil vor. Warum will sich davon nicht jeder eine Scheibe abschneiden? Von Wolf-Christian Ulrich
Das Ende von "Wetten, dass..." könnte eine Chance sein. Jahrelang vernachlässigte US-Serien haben sich mittlerweile zu einer eigenen Kunstform entwickelt, die packend Folge für Folge unterhalten. Da braucht man keinen Gottschalk mehr - Von Yascha Mounk
Mit der Politik ist auch der Journalismus in eine Phase getreten, in der Form vor Inhalt kommt - und Profit vor Aufklärung. Dagegen hilft nur mehr ein Akt der Notwehr. Mit ungewissen Folgen - Von Eberhard Lauth
Als beste Schule Deutschlands wurde eine integrierte Gesamtschule ausgezeichnet, die sich als "Teamschule" sieht und ohne Noten auskommt. Ein gutes Zeichen, oder doch nicht? fragt sich Stefan Gärtner
Bilder beworben wie Produkte, Botticelli neben Chanel - wenn Kunst nur richtig vermarktet wird, entstehen spannende Wechselwirkungen zwischen einem frischen Publikum und den ehrwürdigen Exponaten. Das Londoner Victoria & Albert Museum macht vor wie das geht - Von Ruben Alexander Schuster
Die Politik in Deutschland will mit einer zentralen Trauerfeier an die Opfer der Neonazi-Morde erinnern - eine heuchlerische Veranstaltung. Denn jahrelang haben die Verantwortlichen die Gefahr des Rechtsextremismus verdrängt - Von Christian Böhme
In Bonn, der Geburtsstadt Beethovens, träumt man davon, die neue "Beethoven-Stadt" zu werden. Doch vor lauter Fantasie vergisst man die Umsetzung der Visionen - Von Gunnar Sohn
In Europa geschieht das, was China durch die Ein-Kind-Politik durchzusetzen versuchte. Doch nun stellen beide Regionen fest, dass keine Kinder auch keine Lösung sind - Von Josef Schmid
Darf man sich über den Tod von schlimmen Schurken freuen? Ja, aber nicht nur- Von Yascha Mounk
Die Politik schlägt sich im Angesicht der aktuellen Proteste auf die Seite der Demonstranten. Weil sie jedoch Mitschuld an der Lage trägt, ist dies nichts als heuchlerischer Populismus - Von Christian Böhme
Die aktuellen Proteste taugen fürs Kinderzimmer. Veränderung geht nur mittels eines Marschs durch die Institutionen, nicht mit Protest vor ihnen - Von Alexander Görlach
Der Schutz von digitalen Büchern ist schwierig. Aber noch schwieriger scheint der Schutz der Privatsphäre von den Nutzern. Den Verlagen kommt eine wichtige Rolle hierbei zu - Von Ansgar Warner
Wegen einer unbefriedigenden Beurteilung im Restaurantführer hat sich ein Schweizer Spitzenkoch umgebracht. Warum das Tun nicht das Sein überlagern sollte und Zahlen keine Göttersprüche sind - Von Alexander Kissler
Für Island geht es aufwärts: Nicht nur seine Banken hat das Land stabilisieren können, auch kulturell ist es anderen mittlerweile wieder weit voraus - Von Richard Schütze
Immer mehr Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt im Internet, „klassische" Arbeitnehmer sind kaum darunter. Gerade im Netz gibt es jedoch auch Chancen für eine neue Repräsentationsform dieser Menschen - Von Frank Kleemann
Das Internet mag neue Arbeitsformen ermöglichen - doch bestehende Hierarchien lähmen das Potential, die Arbeitswelt zu revolutionieren. Innovation wird zunehmend durch Illusion ersetzt - Von Nicole Mayer-Ahuja
Auch das Internet kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Mensch das wichtigste Element der Wertschöpfungskette ist. Schluss mit dem blinden Technologieenthusiasmus, her mit der Förderung für Arbeitnehmer - Von Lothar Schröder
Facebook ist ein Gefängnis ohne Mauer: Theoretisch kann jeder sich dem sozialen Netzwerk verweigern. Praktisch ist Facebook als Dreh- und Angelpunkt unseres Soziallebens inzwischen alternativlos - Von Lars Mensel
An irgend etwas muss man ja glauben - warum nicht auch an alternative Behandlungsmethoden, Wünschelruten und Wasseradern? Dabei darf man nur Glauben und Wissen nicht durcheinander bekommen - Von Vince Ebert
Historisch gesehen ist Atheismus die absolute Ausnahme. Die meisten Menschen sind religiös - auch heute noch. Der Hype um Buddhismus und Spiritualismus wird nichts daran ändern, dass der christliche Glaube hierzulande weiter ein Anker für die Menschen bleibt - Von Andreas Püttmann
Wenn Twitter im Alltag der Journalisten unbekannt ist, dann nehmen sie die Wirklichkeit nicht mehr wahr. Zeit für die Medien, sich selbst weniger wichtig zu nehmen und das Internet zu verstehen - Von Gunnar Sohn
Von vielen Seiten wird dieser Tage das Ende des klassischen Computers eingeläutet. Das klingt nach schöner neuer Welt - und nach vielen möglichen Irrwegen - Von Lars Mensel
Mit dem Leck in den eigenen Reihen hat Wikileaks nicht nur unverantwortlich agiert, sondern sich selbst auch diskreditiert - diesen Vertrauensverlust wird die Plattform nicht wieder wettmachen können - Von Marian Adolf
Die Klatschnachrichten sind der unschöne Gipfel eines politischen Systems, das Kritik lieber herzlich weglacht, anstatt sich mit ihr auseinanderzusetzen - Von Martin Eiermann
Fernsehen als soziales Erlebnis, das war einmal. Heute ist das TV individualisiert und personalisiert. Der Nutzer ist einsam, aber König. Und genau das kann das Fernsehen retten: Ich bekomme, was ich will, wann immer ich will - Von Hermann-Dieter Schröder
Im Internet werden die Informationen immer mehr. Als Nutzer kann einen das stressen - oder man erfreut sich am Kontrollverlust - Von Lars Mensel
Transparenz beruht auf Vertrauen. Dieses Vertrauen haben die handelnden Personen hinter Wikileaks verbraucht. Es gehört also doch hinterfragt, in wessen Hände man seine Informationen legt - Von Eberhard Lauth
Sieben Schritte zum Dream Job, drei Thesen für den Erfolg - mit solchen Sprüchen versucht die Beratungsindustrie uns zu ködern. Doch außer Anglizismen ist nicht viel geboten. Wer die Zukunft verplanen will, verleugnet das Unwägbare - Von Gunnar Sohn
Hamburg hat ein Alkoholverbot im öffentlichen Nahverkehr durchgesetzt. Während im hohen Norden die Abstinenz regiert, wird in Berlin fleißig gebechert. Durch Verbote lässt sich exzessiver Alkoholkonsum sicherlich nicht lösen - Von Alexandra Schade
Das Fernsehen lebt. Auch das Internet wird es nicht verdrängen. Seine Vielseitigkeit ist seine Rettung: ernster Journalismus für die einen, HD-Fußballspiele für die anderen. Und das alles nicht trotz des Netzes, sondern in Verbindung mit der digitalen Welt - Von Jo Groebel
Der Mensch ist kein rein rationales Wesen. In uns tobt ein Kampf zwischen Abwägung und Versuchung. Ziel muss es sein, unsere chaotische Seite zu domestizieren - Von Dan Ariely
Bloße Umverteilung kann den Welthunger in armen Ländern nicht besiegen – nur der Anstieg des Pro-Kopf-Einkommens, also Wohlstand, wird den Hunger gezielt bekämpfen - Von Howard Leathers
Wenn die Weltwirtschaft kracht oder in London Häuser brennen, gilt das als Zeichen mangelnder Moral. Doch die Moral, die alle meinen, gehört bloß einem elitären Club - Von Eberhard Lauth
London war ein friedliches Pflaster - bis der Markt rabiat Einzug hielt, die Jugendlichen an den Rand der Gesellschaft drängte und ihnen die Gewalt aufzwang - Von Harry Tisch
In Großbritannien gehen junge, gelangweilte Leute auf die Straße und machen Randale, ohne zu wissen warum – diese Version der Geschichte birgt, wie jede dicke Lüge, die Wahrheit - Von Stefan Gärtner
Wie viel kann man mithilfe der Reaktionen im Internet über die Stimmung in einem Land lernen? Ein Experiment anhand der Randale in England - Von Lars Mensel
Das Netz wimmelt von platten Parolen und kruden Weltbildern. Doch zum Glück sagen Lautstärke und Explosivität nichts über Akzeptanz und Sinnhaftigkeit solcher Argumente aus - und sollten den Rest nicht von der Sisyphosarbeit des Dagegen-Anschreibens abhalten. Von Martin Eiermann
Wenn einem die Gesellschaft keine Identitäten mehr vorgibt, dann muss man sie sich selbst erschließen. Für Männer wie Mohammed Atta oder Anders Breivik ist gerade das ein Problem
Warum schweigen die Konservativen? Jetzt ist die Zeit gekommen, auf die Straße zu gehen - für konservative Werte, gegen Hass und Xenophobie
Sowohl Anders Breiviks Taten als auch Amy Winehouses Tod erhalten die Analyse, die ihnen gebührt. Trotzdem dürfen wir nicht das Horn von Afrika vergessen
Das digitale Zeitalter stellt den Datenschutz vor massive Herausforderungen. Drei Thesen, wie Nutzer, Unternehmen und der Staat zukünftig auf diese Herausforderung reagieren müssen
Europa ist nicht selbstverständlich, seine Ideen in unserer Gesellschaft noch nicht ausreichend gefestigt. Lasst uns aufstehen und dafür kämpfen, so wie die Norweger, die trotz der Angst nun auf die Freiheit setzen
Twitter hat das Nachrichtenbusiness verändert, jetzt geht Google Plus noch einen Schritt weiter. Die Anschläge von Oslo ließen sich multimedial und beinahe in Echtzeit verfolgen
Frank Schirrmacher fürchtet eine Erosion der Erinnerung durch fortschreitende Datenerfassung. Doch der Mensch ist mehr als die Summe seines Internetverhaltens
Eine Zeitung nur fürs iPad – kann das klappen? Alexandra Schade und Inanna Fronius sprachen mit Rebecca Grossman-Cohen über diese neue Form des Journalismus
Wer über Google berichtet, neigt zu überzogenen Vorwürfen. So wie einst einer der emsigsten Kritiker des Suchmaschinenkonzerns: Rupert Murdoch
Herrenwitze und Bierfürze sind zwar out – trotzdem erfahren wir anlässlich der Frauenfußball-WM einiges darüber, wie die Problematisierungsmaschinerie des Fernsehens funktioniert
Sollen wir für den Frauenfussball andere Maßstäbe anlegen als für Männer oder auf Gleichberechtigung pochen? Beides gleichzeitig geht nicht. Dabei könnte es so einfach sein: Jedem das Seine, jeder das Ihre.
Kennen wir noch Schamgefühl, wundert sich unser Autor. Oder haben wir einfach aufgehört, uns zu schämen? Und wenn ja, ist dies ein Zeichen unseres gesellschaftlichen Fortschritts oder Ausdruck ihres Regresses?
Mit Google Plus hat der Suchmaschinengigant sein Portfolio logisch erweitert. Doch wie wird der nächste Schritt aussehen?
Das Leben in der Stadt macht krank. Das Leben auf dem Land ist auch keine Alternative. Wir brauchen daher neue Städte
Martin Eiermann sprach mit Umweltaktivist, Internettheoretiker und Autor Stewart Brand
Das World Wide Web verändert vieles in der Welt, auch das Wissenschaftssystem
Nahrung kommt meist im Rahmen einer industriellen Verwertungskette in unsere Mägen. Verseuchte Gurken können da schon passieren – als Kollateralschaden unserer Esskultur
Helmut Schmidts neuestes Buch – Religion in der Verantwortung – beschäftigt sich mit den großen Verwerfungslinien der globalen Gesellschaft
Facebook hat eine PR-Firma engagiert, um Google wegen Verletzung der Privatsphäre von Usern anzupatzen. Geht’s noch blöder?
Papst Johannes Paul II. ist selig gesprochen worden. Sein Credo ist auch politisch relevant: Sei ehrlich zu dir selbst, schiele nicht auf den Beifall der anderen
So gut gemeint die großflächige Versorgung unterentwickelter Länder mit IT-Technologie ist, so sehr geht sie am Kern des Problems vorbei
Was Amy Chua unter Erziehung versteht, ist indiskutabel. Man hört die Kinder geradezu weinen, die nach ihren Maßstäben erzogen werden
Wenn Dostojewski sagt, ohne Gott sei alles erlaubt, leugnet er selbigen
Bei der Frage nach der Bedeutung des Islam für die deutsche Kultur geht es um mehr, als nur eine Frage der Integrationsfähigkeit
Wenn körperlich-seelische Blessuren beim Drillen von Superkindern täglich neu zu Kollateralschäden führen