Facebook wollte Salman Rushdie zur Namen­änderung zwingen

15. November 2011, 08:11
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Echtnamenspolitik trägt bedenkliche Früchte - Intervention auf Twitter zeigte Wirkung

Der britische Schriftsteller Salman Rushdie hat bei Facebook durchgesetzt, dass er auf seiner Seite weiterhin seinen Autorennamen führen darf. Wie der weltbekannte Autor der "Satanischen Verse" und "Mitternachtskinder" am Montag auf Twitter schrieb, hatte die Internetfirma am Wochenende seine Facebook-Seite abgeschaltet, weil sie ihm nicht glauben wollte, dass er tatsächlich er selbst sei.

Identität

Demnach konnte er die Firma mit einer Kopie seines Passes zwar von seiner Identität überzeugen, doch sie bestand darauf, dass er fortan auf der Seite seinen ersten Vornamen Ahmed verwende. "Sie haben meine FB-Seite als Ahmed Rushdie reaktiviert, obwohl die ganze Welt mich als Salman kennt. Diese Idioten", schrieb der indisch-stämmige Autor, der eigenen Angaben nach den Namen Ahmed nie verwendet.

Intervention

Rushdie forderte daraufhin auf Twitter den Facebook-Chef Mark Zuckerberg direkt auf, ihm seinen Vornamen zurückzugeben. Als er keine Antwort erhielt, schrieb er: "Wenn F. Scott Fitzgerald auf #Facebook wäre, würde man ihn auch zwingen, Francis Fitzgerald zu sein?". Erst am Abend konnte er doch noch einen Erfolg vermelden: "Sieg! #Facebook hat nachgegeben! Ich bin wieder Salman Rushdie. Ich fühle mich SO viel besser. Eine Identitätskrise in meinem Alter ist kein Spaß. Danke Twitter!" (APA)

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    Der Echtnamenszwang auf Facebook treibt seltsamen - und nicht immer für alle nachvollziehbare Blüten, wie jetzt im Fall des Schrifstellers Salman Rushdie

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