Android 4.0.1

Google veröffentlicht Source Code von "Ice Cream Sandwich"

Andreas Proschofsky, 15. November 2011, 00:07
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    grafik: google

    Der Ice Cream Sandwich darf nun auch von der Community ausgepackt werden.

Überraschend noch vor dem Marktstart des Galaxy Nexus - Android 4.0 führt Tablet und Smartphone-Versionen zusammen

Gerade erst wurde darüber spekuliert, dass Google die Freigabe des Source Codes für die aktuellste Android-Version parallel zum Verkaufsstart des Galaxy Nexus vornehmen könnte - da kommt alles unverhofft noch schneller. Wie Entwickler Jean-Baptiste Queru in einem Google-Groups-Eintrag verkündet, hat man damit begonnen, den Quellcode in die GIT-Repositories des Projekts einzuspielen.

Push

Konkret handelt es es sich dabei um die Version 4.0.1, wie sie in fertiger Form auf dem Galaxy Nexus ihre Debüt geben soll. Wie Queru betont, wird es noch etwas dauern, bis wirklich alle Quellen öffentlich zugänglich sein, da es sich hierbei um eine riesigen "Push" handelt, für dessen Verarbeitung die Server einfach so ihre Zeit benötigen. (Update 7:00: Mittlerweile ist der Source Code zur Gänze auf den Servern verfügbar)

Honeycomb mit dabei

Der Entwickler streicht dabei heraus, das in dem neuen Code die gesamte Versionsgeschichte von Android enthalten ist, also auch jene für Android 3.x "Honeycomb", und damit einer Softwaregeneration, bei der man auf eine Freigabe (des Großteils) der Quellen verzichtet hatte. Da man aber weiterhin nicht möchte, dass diese älteren Ausgaben als Basis für Dritthersteller und die Community dienen, liefert man hier keine Versionstags mit.

Kritik

Google war durch die geschlossene Natur von Honeycomb immer wieder in die Kritik gekommen, manche befürchteten gar eine Abkehr von der über Jahre als zentralen Vorteil von Android vorgetragenen Open-Source-Strategie. Dieses Kapitel findet mit der aktuellen Code-Freigabe nun ein Ende. Gleichzeitig gibt es damit den Startschuss für die Entwicklung der "Ice Cream Sandwich"-Updates für zahlreiche bestehende Smartphones - dies sowohl von den Originalherstellern als auch durch die Community.

Gemeinsam

Android 4.0 führt die vorübergehend getrennten Entwicklungspfade für Smartphones und Tablets wieder zusammen, und bietet diverse Funktionen um Anwendungen für unterschiedliche Formfaktoren zu optimieren. Die jetzige Freigabe des Source Codes umfasst den allergrößten Teil jener Komponenten, die ein typisches Android-System ausmachen, einige Komponenten wie den Market, Google Maps oder GMail behält sich Google allerdings als proprietäre Software vor. Wer diese ausliefern will, muss eine Reihe von Kompatibilitätskriterien erfüllen, insofern dienen diese Programme nicht zuletzt dazu, das Android-Ökosystem vor einer Zersplitterung zu bewahren.

GPL

Neben dem jetzt veröffentlichten, unter der Apache-Lizenz geführten Code, gibt es auch noch diverse Bestandteile, die unter der GPL lizenziert sind, etwa der eingesetzte Linux-Kernel. Diese wurden schon vor einigen Wochen veröffentlicht, waren auch für Android 3.x verfügbar, wie es deren Lizenz vorschreibt. (, derStandard.at, 14.11.11)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 105
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France6lalanix
01
15.11.2011, 14:01

Die Community liefert sehr gute fertige Builds ab und wenn man will, kann man noch seine eigenen (Stromspar-) Kernels integrieren.

Alles ist anpassbar und mittlerweile geht´s problemlos auch ohne programmieren (wenn man´s nicht kann).

Alle Funktionen können praktisch beliebig verändert werden und mit der neuen 4er Ice Cream ist Android optisch und (software-) technisch wieder weit vorraus.

tri tra trallala
03
15.11.2011, 13:11
"Bei closed source muss ich mich um nicht scheren" ist FALSCH

richtig heisst es:
"bei closed source DARF/KANN ich mich um nichts scheren"
"bei open genauso wie bei closed source BRAUCH ich mich um nichts scheren"

MÜSSEN tut man nirgends.

Gast Kommentar
20
16.11.2011, 05:03
Nein, falsch ist es nicht. Sie verstehen nur anscheinend nur unzureichend Deutsch.

"Ich muss mich um nichts scheren" ist nicht das Gegenteil von "Ich muss mich darum scheren", sondern bedeutet eben genau "ich brauche mich nicht scheren", das, was Sie als richtig bezeichnen.

Anders gesagt: ich muss X = es ist unbedingt erforderlich, dass ich X

Ich muss nicht = es ist nicht unbedingt erforderlich, dass ich X

Ich brauche nicht = es ist nicht unbedingt erforderlich, dass ich X

Ich darf nicht = es ist unbedingt erforderlich, dass ich nicht X

Im Englischen verhält es sich übrigens genau so, wie Sie glauben, weil Deutsch aber aners ist, übersetzt man "I must not X" mit "ich darf nicht X"

Fazit: "man muss nicht" und "man braucht nicht" bedeuten dasselbe.

FalscherProphet
00
15.11.2011, 20:59
Und - ganz wichtig:

Bei Open Source besteht für Benutzer immer die Hoffnung, dass die Community
Forks für jene Komponenten des OS liefert,
die der ursprüngliche Herausgeber ingoranterweise nicht flexibel genug gestaltete.

Als Apple-Kunde fährt der Zug drüber, wenn man sich gewisse Sachen am iOS besser anpassbar oder durch Features ergänzt wünscht.

der Blade
00
15.11.2011, 12:14
google ist gut zu uns

das ist mal eine erfreuliche nachricht. freu mich schon aufs basteln und auf fertige mods. gespannt bin ich aber auf die performance in der praxis.

King Of Kronenzeitung
45
15.11.2011, 12:01

Ich wollte hier einfach die Gelegenheit wahrnehmen, öffentlich die Freude über mein neu erworbenes Galaxy Note kund zu tun, welches geradezu wie geschaffen für ICS scheint.

RevX
70
15.11.2011, 13:10

Falsches Forum, King Of Kronenzeitung!

King Of Kronenzeitung
11
15.11.2011, 13:36

Link bitte

ToMaKa
337
15.11.2011, 11:09
Lasset das große Basteln beginnen!

Bastler haben sicher viel Spaß mit Android.
Aber was bringts dem normalen User, dass Google Teile des Source Codes veröffentlicht hat?
Die meisten User hoffen darauf, Updates der Hersteller und Provider zu bekommen, die wenigsten programmieren sich Software.

Bei geschlossenen Systemen muss man sich um all das nicht kümmern, es wird dafür gesorgt das alles funktioniert. Das hat auch Vorteile!

Und am Beispiel Windows oder iOS sieht man, dass die Mehrheit der User das ebenso sieht.

Und Google sollte den so freiheitsliebenden Open-Source Sympathisanten ohnehin ein Dorn im Auge sein: Immerhin verdient Google sein Geld mit den Daten der User.

fragerko
05
15.11.2011, 13:42
Sehe ich anders

... weil meiner Meinung nach:
- Android nicht von Bastlern erstellt wird, da sind Profis am Werk
- ich als user den Source Code übersetzen *kann*, bei closed source fehlt diese Möglichkeit
- *kann* bedeutet nicht *muß*, das übernimmt die community, da sitzen wieder Profis und keine Bastler
- ich immer wählen kann - zwischen Hersteller updates und Community updates
- wobei ich mich für Community updates entscheide
- wofür Sie sich entscheiden ist Ihnen überlassen

hsse_robsi
04
15.11.2011, 13:15

sehe ich anders... es gibt genügend community projekte in denen du fertige varianten von android bekommst, ohne einen finger rühren zu müssen...

während dich htc und co auf dem trockenen sitzen lassen (oh ja, auch bei wp7)

oder warum sollte sich jemand ein neues iphone zulegen, nur weil sein altes nicht mehr unterstützt wird? (dem nutzer muss es ausreichen - nicht dem hersteller)

bei offener software wirst du immer mehr möglichkeiten, einen besseren support durch die community und eine wesentlich höhere stabilität erreichen - einfach weil wesentlich mehr leute ein auge auf den code haben... (siehe linux)

Analytische Tänzchen
00
15.11.2011, 14:01

Ganz so toll funktioniert das auch wieder nicht, den zu viele Köche verderben den Brei..

Es gibt genug Roms die unterschiedlichste Probleme haben, bei den einen funktioniert Bluetooth oder wlan nicht optimal oder gar nicht, bei anderen funktioniert was anderes nicht..

hsse_robsi
00
16.11.2011, 06:59

das stimmt schon, aber bei closed source hast du keine möglichkeiten...

ein community rom ist eine vertrauensfrage - hatte bis ich mir mein nexus s zugelegt hatte roms von villain und cyanogen mod am hero... liefen im gegensatz zu den htc roms stabil und ohne probleme...

wenn du dich an "kleineren" projekten beteiligen möchstest wirst dich mit sicherheit mehr einbringen müssen (bugreports, etc.)

Muffel
 
00
15.11.2011, 20:54
Darum sollte man sich vorab informieren, was am Besten geeignet ist.

Beim Autokauf hat man doch auch kein Problem mit der Fülle an Angeboten. Da dabei geht's beim Auto auch noch um weitaus größere Summen.

<!-- 42 -->
20
15.11.2011, 16:00
keine ahnung von welchen community projekten sie da schreiben,...

wenn sie so nett wären, und vielleicht ein paar beispiele posten würden?

die bekannten community-builts ala cyanogen, ect... laufen teilweise (subjektiv) besser, als manche hersteller-updates, die schon mit bloatigen window managern "verziert" wurden,...

wenn dann bei manchen geräten - die ohnehin keine herstellerupdates mehr bekommen würden - ein paar funktionen wegfallen, ist das zu vernachlässigen.

mmn. sollte man sich sowieso gleich ein nexus kaufen, wenn man unbedingt prompte updates haben will. alles andere ist freiwillige und z.t. professionellere leistung der community, wenn man manche hersteller"updates" in relation setzt.

Alex Hofbauer
02
15.11.2011, 13:15

Einige Legend-User, die von Android, Linux oder Quelltexten absolut nichts wissen (und das auch nicht wollen), verwendeten trotzdem sogar schon das ziemlich experimentelle Update von 2.1 auf 2.2 und gaben fleißig Rückmeldung.

Wenn man dann auch noch berücksichtigt, dass das Legend eigentlich ziemlich wenig Beachtung fand, sind die Benutzerzahlen umso beeindruckender.

Sie sprechen offensichtlich nicht aus Erfahrung. Ich schon.

Ist Ihnen noch nie der Gedanke gekommen, dass jeder vom freien Zugang zu Wissen (um nichts Anderes geht es bei Open Source) auch indirekt profitieren kann?

Ich profitiere z.B. davon, dass Mathematik und Physik Architekten frei zugänglich sind und sie deshalb stabile Häuser bauen können.

metze.b
02
15.11.2011, 12:55

Bastler (im eigenen Interesse) adaptieren den Code dort, wo der User Nutzen daraus zieht. Hersteller bzw. Provider verfolgen eigene Interessen, welche nicht zwangsläufig zum Vorteil des Users sind.

Meilenweit entfernt vom selber Programmieren verwende ich trotzdem community-builds, dessen Vorteile werden Sie mit Ihrer Einstellung bzw. Ihrem Know-How nie schätzen oder verstehen können.

Welche Mehrheit Sie mit Windows in Verbindung bringen können bleibt mir ein Rätsel. Auch Google sollten Sie dringend informieren, dass Ihnen aufgefallen ist, dass Open Source total schlecht für ihr Image ist. Die warten bestimmt auf Ihre Erkenntnis...

"kopfschüttel"

konsens ist nonsens
01
15.11.2011, 12:39

Abgesehen davon, dass die Mehrheit der User Android am Handy nutzt ist der Vorteil von offenen Systemen halt der, dass nicht Teile des Systems aus Vermarktungsgründen für neue Hardware zurückbehalten werden, wie es Apple mit Siri fürs 4er iPhone macht. Abgesehen davon finde ich auch die Trennung zwischen OS-Hersteller und Hardware-Hersteller eigentlich gut - die enorme Geschwindigkeit in der Hardwareentwicklung bei gleichzeotigem Preisverfall im Mobilbereich ist einzig dem brutalen Wettrennen zwischen den Android-Herstellern zuzuschreiben - wie es in den 90ern und 00ern auch bei PCs der Fall war wo Hardware und Software nicht aus einer Hand kamen...

Analytische Tänzchen
00
15.11.2011, 14:05

Doch die Hersteller behalten ihre Anpassungen & neuen Features eigentlich immer für neue Modelle..

z.B. TouchWiz 4.0 von Samsung wird nie fürs Galaxy S erscheinen, nur fürs neue Galaxy 2 ..

konsens ist nonsens
00
15.11.2011, 17:22

Features und Ideen fließen aber wieder in das Ur-Android zurück... OTA-Updates, Wifi-Tethering, Weg-Swype-Gesten für notifications, play-pause-notifications... 1000e Dinge dies erst in community builds / Hersteller-UIs gab und dann ins Main-Android gewandert sind. Am meisten "klaut" Android halt von sich selbst :D

King Of Kronenzeitung
00
15.11.2011, 11:56

Du bist bös! :-(

Interrupt
00
15.11.2011, 11:55
double facepalm!

you are fail.

PReb
06
15.11.2011, 11:44

du scheinst das prinzip von offenem quellcode nicht mal ansatzweise verstanden zu haben...

Duke771
02
15.11.2011, 12:03

Ich verstehe allerdings auch nicht, warum OSS zwangsweise besser sein soll als Closed-Source.

Warum nochmal soll ein Hobbyprogrammierer bessere Qualität liefern, als einer der davon lebt?

Natürlich gibt es hervorragende OSS Projekte, aber nicht weniger oft verbirgt sich dahinter grausam zusammengewürfelter Spaghetticode - genau wie bei CSS auch.

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