Innerhalb von sechs Wochen um elf IQ-Punkte bei Sonderschülern beobachtet
Mit bestimmten Computerspielen können Kinder
schlauer werden, haben Forscher der Universität Würzburg in Bayern
herausgefunden. Mit Hilfe logischer Denkspiele konnte die Intelligenz
von Sonderschülern innerhalb von sechs Wochen um durchschnittlich elf
IQ-Punkte gesteigert werden. "Das ist ein sehr großer Effekt", teilte
Psychologe Wolfgang Lenhard am Montag mit.
Virtuelles Ziel hält Motivation aufrecht
Den Erfolg begründet der Wissenschafter unter anderem damit, dass
die Testpersonen das Computerspiel gern spielten. "In dem
Computerspiel verfolgen die Kinder ein virtuelles Ziel. Das hält ihre
Motivation bis zum Ende des Trainings aufrecht." Gemeinsam mit zwei
Elfen müssen die Kinder einen blauen Diamanten finden und dafür 120
Logik-Aufgaben lösen. Dabei erhalten die Kinder für jede richtige
Antwort sofort eine Belohnung, wie zum Beispiel ein Goldstück oder
den Zugang zum nächsten Level.
Erleichtert Lernen
"Das sind die Mechanismen bei Computerspielen, die Kindern das
Lernen erleichtern: Sie sollten eine zeitnahe Rückmeldung über ihre
Leistungen erhalten und für gute Aktionen belohnt werden", sagte
Alexandra Lenhard vom Institut für psychologische Diagnostik über
einige Kriterien für gute PC-Spiele. Das Institut hat gemeinsam mit
der Uni die Studie erarbeitet. Das Ergebnis des IQ-Tests könne jedoch nicht beliebig gesteigert
werden, sagte Alexandra Lenhard. "Durch eine optimale Förderung der
Kinder kann die Entwicklung ihrer Intelligenz aber verbessert
werden." Die Würzburger Psychologen wollen das PC-Training nun
nochmals mit Volksschülern untersuchen. (APA)