Jungforscher werden mit 120.000 Euro gefördert

14. November 2011, 13:44
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Vier Dissertationsstipendien der Steiermärkischen Sparkasse um 96.000 Euro - Universitätsrat-Mitglieder spenden ihre Vergütung

Graz - Fünf junge Wissenschafterinnen und Wissenschafter der Universität Graz haben am Montag Stipendien in der Höhe von insgesamt 120.000 Euro erhalten. Die Geldmittel dafür stellte zum überwiegenden Teil die Steiermärkische Sparkasse zur Verfügung (96.000 Euro). Weitere 24.000 Euro stammten von Mitgliedern des Universitätsrates, die dafür ihre Vergütung spendeten.

Die Fördermaßnahme soll es den jungen Wissenschaftern ermöglichen, ihre Forschungsprojekte in der Steiermark zu betreiben. Die Bandbreite der Themen der vier ausgewählten Dissertantinnen und einem Dissertanten reicht von der Frage der Reform der Finanzaufsicht in Europa (Mona P. Ladler) über die Wechselwirkung von Grundwasserschutz und Landwirtschaft (Gernot Klammler). Rosemarie Stern beschäftigt sich mit verbesserten Modellen für das Erlernen von Deutsch als Zweitsprache. Die Volkswirtin Nina Stübiger analysiert die wertschaffende Rolle von Vertriebsmitarbeitern im Finanzdienstleistungsbereich. Die Pharmazeutin Susanne Fink untersucht spezifische Reaktionen auf Krankheitssymptome bei Patienten unterschiedlicher Kulturkreise.

Die Stipendien seien "ein Beitrag die Bildung zu unterstützen", so Friedrich Santner, Vorstandsvorsitzender der Steiermärkischen Sparkasse, der die Förderungen am Montag überreichte. Das steirische Bankhaus fördert seit sechs Jahren junge Forscherinnen und Forscher der Uni Graz. "Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zählt zu den Schwerpunkten des Rektorates und unterstützt die Aktivitäten der Universität", bedankte sich Rektorin Christa Neuper. Erst kürzlich habe eine Studie ergeben, dass nur jeder zweite Doktorand in Österreich eine Förderung erhalte. Die Alpenrepublik sei damit das Schlusslicht von zwölf untersuchten europäischen Ländern.

"Forschen heißt gestalten. Mit dem Stipendium wollen wir hoch qualifiziertem Nachwuchs Spitzenforschung ermöglichen", so Werner Tessmar-Pfohl, Vorsitzender des Universitätsrates der Uni Graz. Dessen Mitglieder spendeten die Vergütung für ihre Funktion an der Universität Graz. (APA)

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