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Firefox: Erste Tests mit neuem Interface für Android

Andreas Proschofsky, 15. November 2011, 08:18
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    Eine erste Vorversion zeigt das kommende Firefox-UI für Android

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    Der Tab-Wechsel erfolgt dabei über eine Dropdown-Liste.

Beschleunigt Startzeit massiv - Soll wesentliche schlanker als bisher werden - keine klassischen Add-ons mehr

Während der Firefox am Desktop eine eingeschworene Fan-Gemeinde hinter sich versammelt hat, tut man sich im mobilen Bereich merklich schwer damit, ähnliche Erfolge zu erzielen. Doch so einfach will man sich bei Mozilla nicht geschlagen geben, hat man doch selbst mobile Plattformen zu einem der Projektschwerpunkte erklärt. Also folgte vor einigen Wochen die Ankündigung, dass man einen großen Schnitt für die Android-Version des Firefox vornehmen will, statt der XUL-basierten Oberfläche - wie sie vom Desktop bekannt ist - soll fortan ein natives Android-Interface zum Einsatz kommen.

Testlauf

Nun gibt es die ersten - wenn auch noch sehr frühen - Ergebnisse dieser Arbeit: Im Rahmen eines eigenen Testtags zog man ein experimentelle Ausgabe des Browser mit dem neuen UI näheren Untersuchungen - und stellte diese im Projekt-Wiki auch gleich zum Download.

Ausprobiert

In einem kurzen Test fällt sofort die erheblich beschleunigte Startzeit auf, die experimentelle Version ist praktisch umgehend geöffnet, wo die bisher im Market verfügbaren Versionen auch auf schnellen Smartphones schon mal ein paar Sekunden brauchen. Genau die bisherigen Defizite in diesem Bereich waren auch ein entscheidender Faktor für die Entscheidung auf ein natives Interface umstellen. Das XUL-Interface erlaubt zwar allerlei interessante Möglichkeiten - nicht zuletzt für Erweiterungen - bringt in diesem Umfeld aber unübersehbare Nachteile mit sich.

Reduktion

Auch sonst will man sich mit dem neuen UI wesentlich "unauffälliger" geben, besser mit dem restlichen System und dessen Look integrieren. Zumindest in der aktuellen Testversion ist die Oberfläche denn auch betont reduziert gehalten, auf die bisher genutzten Sidebars verzichtet man zumindest im Moment. Der Tab-Wechsel erfolgt über einen Knopf in der Titelzeile, der Großteil der erweiterten Funktionen kann über ein klassisches Menü erreicht werden - etwa Bookmark Manager oder die Möglichkeit Seiten als PDF abzuspeichern.

Warnung

Zur Alltagsnutzung taugt die derzeitige Test-Release allerdings noch nicht, es gibt noch jede Menge Bugs in Bereichen wie Seitenrendering oder Navigation. Während diese sicherlich in den kommenden Wochen behoben werden, bleibt ein Defizit der neuen Version bestehen: Durch den Abgang von XUL funktionieren die bisher eingesetzten Add-Ons nicht mehr. (apo, derStandard.at, 15.11.11)

slacker
00
15.11.2011, 08:46

Wenn Flash auch funktionieren würde, wäre ich mit der 9er Beta auch schon zufrieden. So muss ich dann für irgendwelche Webvideos zum Chrome wechseln. Flash ist zwar schon totgesagt, aber es wird sicher noch länger leben, bis sich die video-Tags durchsetzen!

M. P.1
01
15.11.2011, 08:59

Wenn sogar Adobe einsieht, dass Flash auf Mobilgeräten nicht g'scheit funktioniert, dann sollte man das als User akzeptieren ;).

Ehrlich gesagt kann ich am Handy recht gut ohne Flash leben. Hoffentlich eines Tages am Desktop auch (sind eh nicht mehr allzuviele Dinge, wo ich leider nicht dran vorbei komm).

Apropos HTML5-Video, YouTube unterstützt's:

http://www.youtube.com/html5

(obwohl es für YouTube eh Apps auch gibt)

slacker
00
15.11.2011, 10:25

mindestens 80% der Videos im Web sind mit Flash eingebettet. HTML5 auf Youtube funktioniert btw auch nur mit Videos ohne Werbe-Einblendungen. Da ich auf meinem Tablet wie auf meinem Notebook surfen möchte, will ich auch alle Inhalte uneingeschränkt betrachten können. Sobald sich HTML5 durchgesetzt hat ist es mir Wurscht ob Firefox Flash kann - bis dahin wäre es sinnvoll!

Aiaidudu
00
15.11.2011, 08:56

Totgesagt ist relativ... Es wird noch lange leben... Aber eben nicht weiterentwickelt.

M. P.1
01
15.11.2011, 09:01

Was nicht weiter entwickelt wird, ist per Definition tot.

Nur muss man zwischen tot und ausgestorben unterscheiden, das ist der Haken an der Sache. Trotzdem, auf'm Handy kann man durchaus ohne Flash leben; das sollte keinen Anlass zur Trauer geben.

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