Neulerchenfeld

Vatikan: Kirche in Wien darf Serbisch-Orthodoxen geschenkt werden

14. November 2011, 12:23
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    apa-foto: herbert neubauer

    Die Kirche Neulerchenfeld in Wien-Ottakring darf laut Vatikan an die serbisch-orthodoxe Gemeinde übergeben werden.

Rekurs der Pfarrgemeinde wurde zurückgewiesen, Schönborn will "guten weiteren Weg"

Wien - Der Vatikan hat entschieden, dass die Kirche Neulerchenfeld in Wien-Ottakring an die serbisch-orthodoxe Gemeinde übergeben werden darf. Der Rekurs der Pfarrgemeinde wurde damit zurückgewiesen, berichtet die "Presse" (Montag-Ausgabe). Die Leiterin des Pastoralamtes der Erzdiözese Wien, Veronika Prüller-Jagenteufel informierte über die Entscheidung auf der Homepage der Pfarre Neulerchenfeld.

Der Konflikt zwischen der Erzdiözese Wien und den Gläubigen der Pfarre Neulerchenfeld schwelt seit Herbst des Vorjahres. Die Erzdiözese will die Kirche an die serbisch-orthodoxe Gemeinde verschenken, was Mitgliedern der Pfarre jedoch missfällt. Nun hieß es auf der Website, dass der Rekurs zurückgewiesen und das Dekret des Erzbischofs bestätigt worden war. 

Schönborn will kalmieren

Kardinal Christoph Schönborn werde den Pfarrgemeinderat von Neulerchenfeld in den nächsten Tagen offiziell kontaktieren und über die nächsten Schritte sprechen. "Für die meisten von Ihnen wird die Entscheidung aus Rom eine Enttäuschung sein. Ich bitte Sie herzlich, dennoch weiter dabei zu helfen, dass es für die Gemeinde von Neulerchenfeld einen guten weiteren Weg gibt", so Prüller-Jagenteufel an die Mitglieder der Pfarre. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 92
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Gerhard Schwarz6
 
01
12.4.2012, 14:52

Umbau zum Parkhaus hätte die Fans ALLER Aberglauben in dieser Gegend bestimmt mehr gefreut.

Selbst Barbie setzt Ken Hörner auf!
30
23.3.2012, 13:59
Wegen des großen Bedarfes ....

Neulerchenfeld hat also kein Kirchen-, sondern ein Tsch*schen-Problem.

speedbrain
01
22.11.2011, 15:55
ewig schad´:

die stätte meiner weiland ruhmreichen ping-pong siege bei den dekanatsmeisterschaften wird VERSCHENKT.

tja - nix is´ ewig......

Zwie Ferl
 
00
13.2.2012, 11:27
Du könntest doch eine neue Mannschaft gründen...

...mit Mitgliedern der syrisch-orthodoxen Gemeinde. Die haben auch sportbegeisterte Mitglieder. Ich weiß das, weil sie seit einigen Jahren die Kirche in der Gartenstadt (Floridsdorf) mitbenutzen. Außerdem ist der "Verlust" lang nicht so schlimm wie der Verlust unseres Freundes Hanak, der jahrzehntelang DSG-TT organisiert hat.

Inspektor Barnabys Ghoul
50
15.11.2011, 10:31

warum macht man nicht sinnnvolles, z.b. abreißen und eine grünanlage errichten?

Der_Klingone
06
15.11.2011, 14:36

Um Leuten wie Ihnen nicht die Grundlage für Meckerei zu entziehen.

Inspektor Barnabys Ghoul
33
16.11.2011, 09:35

also für mich ist in einem stadtgebiet eine grünfläche was wichtigeres, als eine gruppe leute, die mit unsichtbaren spricht. dafür gibt es psychiatrsiche krankenhäuser ;-)

albeit
00

Stell Dir vor

das Kaiserreich Östereich ging her und fing gegen das Königreich Serbien einen Krieg an, der mit seinen Kettenreaktionen Millionen Tote kostete

und die katholische Kirche schenkt der serbischen-orthodoxen dagegen ein Gebäude

da schimpf noch einer auf die Kirche ..

wennst gegen die Kirche bist und den Staat bejahst .. dann gehörst Du in die Psychiatrie

Mit Gruß
Georg

Der_Klingone
07
16.11.2011, 09:51

Ein Stadtgebiet besteht nun einmal auch aus Bauten. Je älter diese Bauten, desto mehr Geschichte, Identifikation, Tradition etc. ... alles wichtige Elemente für die "Gruppenbildung", welche angefangen von 'ner Schimpansengruppe bis hin zum Staat reichen kann :-)

Und Hand auf's Herz: An Grünflächen mangelt es in Wien nun wirklich nicht. Nur wegen dem brauche ich in einer Stadt keine alten Sakralbauten einreißen oder mich über den Glauben irgendwelcher Leute - egal welchen - lustig machen.

Inspektor Barnabys Ghoul
30
16.11.2011, 12:01

es ist kein lustig machen, sondern eine tatsache. nennen sie mir einen empirischen beweis für den nachweis einer wesenheit mit dem attribut gott.

Proconsul
10
26.2.2012, 18:36

Nennen sie mal einen Beweis für die Nichtexistenz von Gott! ;)

Drago+
10
16.11.2011, 19:25

Da diese Wesenheit mit der Berufsbezeicnung Gott von uns eine gerechte, soziale und vor allem eine menschliche Gesellschaft fordert, ist dir unsere Gesellschaft mitsamt unseren Werten und Idealen nicht empirischer Beweis genung? Empirisch bedeutet lernen, forschen etc. durch Beobachtung - die Medizin etwa ist eine empirische Wissenschaft. Schau also was sich bei uns alles getan hat, und dabei sind wir noch am Anfang, und sagt das logische Denken nicht: Es ist etwas da, und sei es nur die richtige Motivation..?

Der_Klingone
03
16.11.2011, 13:30

Es gibt keinen Beweis! Genau DAS ist es ja, was "Glaube" von "Wissenschaft" unterscheidet.

Ich selber bin auch ein eher wissenschaftlich orientierter Mensch, welcher mit Urknall, Evolution und newtonscher Bewegungsgleichung deutlich mehr anfangen kann, als mit dem Mysterium der Dreifaltigkeit.

Dennoch akzeptiere ich die Kirche (kath. und/oder orth. ist egal) als spirituellen Versammlungsort, Traditionsträger und -bewahrer sowie als eine Institution, welche sich vor allem um die Glaubensbedürfnisse kümmert, welche nun einmal existieren. Bei einem mehr, beim anderen weniger. Die Sakralbauten sind ein Teil dieser Tradition.

In Glaubensfragen Beweisführungen anzustellen ist wie über Flugeigenschaften von Fischen zu diskutieren.

Inspektor Barnabys Ghoul
00
16.11.2011, 18:29

abgesehen von der schwierigkeit transzendente wesen empirisch erfassen zu wollen, ist es doch möglich die geschichte des christentums wiss. zu erfassen.

und da bleibt vereinfacht nur eines übrig: lug und trug

glauben kann ich alles und nichts, besser ist logik und überprüfung

speedbrain
00
22.11.2011, 16:02
zu dieser erkenntnis sind sie sicher

nach eingehendem theoligiestudium an der gregoriana gekommen.

stimmts?

(oder war´s die laterana?)

Der_Klingone
01
17.11.2011, 10:26

Ich will ja gar nicht Mißstände in den Kirchen leugnen. Vor allem im Westen konnten die Kirchen - Inquisition, Kolonialzeit & Co sei Dank - mehr als genug Dreck am Stecken anhäufen. Jedoch weigere ich mich in diesen neuen Trend der kollektiven Verteufelung von Religion und Kirche miteinzustimmen.

Die Lehre des Christentums ist grundsätzlich gut und erstrebenswert. Und das Bedürfniss der "Normalsterblichen" nach Spiritualität wird auch immer bestehen. Egal wie fortschrittlich eine Gesellschaft ist.

Da ist mir die Kirche nun einmal lieber als die tausenden Auswüchse an esoterischen Strömungen, welche heute den Ersatzglauben darstellen. Oder auch die anglikanischen Strömungen aus den USA, welche von Fanatismus und Auswüchsen geprägt sind

minna bagage
00

klingone, Sie sind ein guter, danke!

Inspektor Barnabys Ghoul
00
19.11.2011, 15:36

die lehre des christentums ist gut. ja welche denn? es gibt verschiedene kirchen mit zum teil widersprüchlichen inhalten. und wozu die lehre(n) geführt hat, sieht man in der geschichte.

und nächstenliebe etc... ist kein originärer bestandteil des christentums, da dieser gedanke ebenso in anderen religionen anzutreffen bzw. viel älter ist.

Drago+
02
20.11.2011, 02:03

Nur hat die Nächstenliebe dort keine zentrale Betonung. Im Christentum ist Humanität und Nächstenliebe wiewohl auch Einsatz für den Nächsten gleich Gottesfurcht. Es wird geboten, selbst seinen Feind zu lieben und sich für dessen Wohl einzusetzen. Diese Feindesliebe finde ich bei anderen Religionen nicht so ausgeprägt, es gibt sogar welche - ich möchte diese jetzt nicht bei Namen nennen - die betonen ausdrücklich, dass der Feind unbedingt ausgetilgt und terminiert gehört. Es ist Gottes oder der Götter Wille, den Feind zu killen! Und magst du deinen Feind nicht aus ganzer Seele verachten und ihn mit feurigem Hasse durch die Hölle jagen, dann bist du schon ein Abtrünniger des wahren Glaubens. Ähm, nicht so im Christentum..

cipf
 
00
15.11.2011, 10:17

Vatikan: Kirche in Wien darf Serbisch-Orthodoxen geschenkt werden [...]

Pfüh, na da bin ich aber froh.....

so ist das
04
15.11.2011, 10:06

Es wäre doch einer Überlegung wert, endlich all die steuermäßigen Bevorzugungen der Kirche in Österreich aufzuheben und sie endlich als das einzustufen, was sie ist: Ein Verein, dessen Ziel es ist, aus dem Vermögen möglichst großen Gewinn zu erzielen bzw. Macht.

Chien de Pique
00
15.11.2011, 13:01

Eine Art von Macht sicher, aber das mit dem Gewinn stimmt wohl nicht wirklich. Sonst würden etwa die Kirchen bzw, ihre Grundstücke wirklich im großen Stil _verkauft_ und zwar an absolut jeden.

krikri
21
15.11.2011, 01:22

es werden hoffentlich bald andere kirchen mangels nachfrage auch zu verschenken sein

anders and
 
11
15.11.2011, 05:19

diese Kirche wurde wegen der großen Nachfrage an die serbisch-orthodoxen übergeben

Die Ente Lippens
11
15.11.2011, 00:40
Eine in Wien bei Glaeubigen beliebte und volle Kirche ist wirklich ein Aergernis, Herr Schoenborn, da muss man wahrlich unbedingt etwas dagegen unternehmen.

Und da ist natuerlich auch Rom die eindeutig sachnahe Instanz, das zu beurteilen. Ich gratuliere zur einwandfreien Erfuellung aller antiklerikaler Vorurteile.

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