Börse Frankfurt schließt im Minus

15. November 2011, 19:02
posten

Anhaltende Zinslast für Staatspapiere belastete - Daimler und Infineon größte Verlierer

Frankfurt - Die Frankfurter Aktienbörse ist am Dienstag den zweiten Tag in Folge mit tieferer Grundtendenz aus dem Handel gegangen. Der DAX, der zwar zwischenzeitlich ins Plus gedreht hatte, verlor 51,88 Punkte (minus 0,87 Prozent) auf 5.933,14 Einheiten. Der TecDAX sank um 12,59 Punkte oder 1,80 Prozent auf 685,64 Punkte. Der M-DAX ermäßigte sich 131,75 Punkte oder 1,46 Prozent auf 8.897,75 Zähler. Der HDAX schloss mit 3.020,78 Einheiten und einem Minus von 32,83 Zählern oder 1,08 Prozent. Der C-DAX verlor 5,72 Punkte oder 1,08 Prozent auf 524,49 Zähler.

Die anhaltend steigende Zinslast für Staatspapiere war für den Dax jedoch ein großer Belastungsfaktor. Renditen für zehnjährige Staatsanleihen aus Frankreich und Belgien legten weiter zu und auch Papiere aus Spanien, Italien und Österreich gerieten unter Druck.

Die steigenden Renditen seien Ausdruck von Befürchtungen, dass die Schuldenkrise nicht in den Griff zu bekommen sei, kommentierte Marktstratege Stan Shamu von IG Markets. Nachdem Italien am Vortag für frisches Geld deutlich mehr als sechs Prozent Zinsen hatte zahlen müssen, folgte nun Spanien mit mehr als fünf Prozent.

Größte Verlierer im Dax waren Daimler und Infineon mit einem Abschlag von jeweils 3,43 Prozent. Gewinner im Leitindex waren die Papiere des Dialysespezialisten FMC mit plus 1,74 Prozent auf 51,48 Euro.

Im MDax rutschten die Papiere von Kabel Deutschland nach Zahlen um 3,24 Prozent auf 40,785 Euro ab. Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber hatte im zweiten Quartal zwar dank gestiegener Abonnentenzahlen und einer geringeren Zinslast mehr umgesetzt und verdient. Für das Gesamtjahr konkretisierte das Unternehmen das Umsatzziel aber nach unten. (APA)

Share if you care.