Wiener Börse schließt am Montag tiefer

15. November 2011, 09:45
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Schwaches Umfeld

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei moderatem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 17,24 Punkte oder 0,89 Prozent auf 1.914,76 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 40 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 1.955 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,56 Prozent, DAX/Frankfurt -1,18 Prozent, FTSE/London -0,47 Prozent und CAC-40/Paris -1,28 Prozent.

Im Einklang mit dem europäischen Umfeld ist das heimische Börsenbarometer zum Wochenauftakt mit Kursverlusten aus der Sitzung gegangen. In der Früh konnten noch die jüngsten Nachrichten zur politischen Situation in Italien für Auftrieb sorgen, im Verlauf des Handelstages flaute der Optimismus der Anleger jedoch kontinuierlich wieder ab und drückte die Aktienmärkte ins Minus.

An der Wiener Börse blieb das Geschäft ruhig und eher impulslos, kommentierte ein Händler. Für die laufenden Handelswoche werden noch eine Reihe an Unternehmenszahlen erwartet. Zu Wochenbeginn standen jedoch einzig die Ergebnisse der Telekom Austria auf der Agenda. Laut Marktteilnehmern sind die Zahlen für die ersten neun Monate etwas besser ausgefallen als im Vorfeld erwartet worden war.

Telekom-Titel nach Zahlenvorlage im Plus

Das Telekom-Unternehmen musste in den ersten drei Quartalen 2011 zwar einen deutlichen Rückgang des Betriebsergebnis (Ebit) um 56,2 Prozent verzeichnen, Analysten hatten jedoch mit einem noch stärkeren Minus beim Ebit gerechnet. Die starke Abwertung des weißrussischen Rubels, der harte Wettbewerb in Österreich sowie die regulatorischen Vorgaben wären für den Ergebniseinbruch ausschlaggebend gewesen, hieß es. Die Papiere der Telekom Austria gingen mit einem Plus von 0,44 Prozent auf 8,19 Euro aus dem Handel.

Gemäß dem Branchentrend der Leitbörsen Europas wurde die Liste der Verlierer unter anderem von den Finanztiteln angeführt. So sackten Raiffeisen um 2,57 Prozent auf 18,22 Euro ab, Erste Group fielen um 1,35 Prozent auf 14,65 Euro. Die Anteilsscheine des Versicherers Vienna Insurance Group büßten im Vorfeld der morgigen Zahlenvorlage um 2,27 Prozent auf 28,00 Euro ein.

Daneben fanden sich Immobilienwerte am untersten Ende der Kursliste. conwert rutschten um 4,95 Prozent auf 9,41 Euro ab und schlossen damit als größter Verlierer des Wiener prime market, Immofinanz verloren 1,23 Prozent auf 2,33 Euro.

Auch CA Immo Anlagen mussten klare Kursverluste in Höhe von 3,89 Prozent auf 8,23 Euro verbuchen. Die Analysten von Goldman Sachs haben ihr Kursziel für die CA Immo von 13,70 auf 11,00 Euro gekappt. Die Anlageempfehlung "Neutral" blieb indessen erhalten. Begründet haben die Wertpapierspezialisten ihre Neueinschätzungen mit der Verschlechterung der makroökonomischen Gegebenheiten.

Die zehn größten Kursgewinner


      1. FRAUENTHAL HOLDING AG             +2,23 Prozent
      2. UNIQA VERSICHERUNGEN AG           +1,96 Prozent
      3. KAPSCH TRAFFICCOM AG              +1,94 Prozent
      4. STRABAG SE                        +1,44 Prozent
      5. WIENER PRIVATBANK SE              +1,40 Prozent
      6. ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD         +1,19 Prozent
      7. FLUGHAFEN WIEN AG                 +0,91 Prozent
      8. AGRANA BETEILIGUNGS-AG            +0,59 Prozent
      9. AT&S AUSTRIA TECH.&SYSTEMTECH.    +0,57 Prozent
     10. ZUMTOBEL AG                       +0,52 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer


      1. CONWERT IMMOBILIEN INVEST SE      -4,95 Prozent
      2. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG      -4,59 Prozent
      3. ECO BUSINESS-IMMOBILIEN AG        -4,03 Prozent
      4. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG          -3,89 Prozent
      5. RAIFFEISEN BANK INTERNAT. AG      -2,57 Prozent
      6. SEMPERIT AG HOLDING               -2,51 Prozent
      7. VIENNA INSURANCE GROUP AG         -2,27 Prozent
      8. SCHOELLER-BLECKMANN AG            -1,88 Prozent
      9. PALFINGER AG                      -1,40 Prozent
     10. ERSTE GROUP BANK AG               -1,35 Prozent
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