Fernost-Leitbörsen schwächer

15. November 2011, 12:10
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Nikkei büßte 0,72 Prozent ein

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag überwiegend Verluste hinnehmen müssen. Der Nikkei-225 Index in Tokio sank um 61,77 Zähler oder 0,72 Prozent auf 8.541,93 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 159,74 Zähler (minus 0,82 Prozent) auf 19.348,44 Einheiten. Abgaben verzeichneten auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.811,58 Zählern und einem Minus von 18,56 Punkten oder 0,66 Prozent.

Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 17,6 Zähler oder 0,40 Prozent auf 4.351,50 Einheiten. Einzig die chinesische Börse in Shanghai schloss mit minimalen Gewinnen. Der Shanghai Composite legte um 0,04 Prozent oder 1,05 Zähler auf 2.529,76 Punkte zu.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) mahnte China erneut zur Stabilisierung seines Finanzsystems. Dieses stehe zwar nicht vor einer unmittelbaren Krise, jedoch bestünde die Gefahr von Vermögensblasen, insbesondere am Immobilienmarkt. Zu diesem Schluss kommen Experten in einer ersten umfassenden IWF-Studie zum chinesischen Finanzsystem. Notwendig sei eine höhere Unabhängigkeit der Investoren, Geschäftsbanken und der Zentralbank von der Regierung, der Finanzsektor solle stärker dereguliert werden, rät der IWF.

Fortsetzten konnten die Aktien des Kameraherstellers Olympus ihre Aufholjagd vom Vortag, sie legten um 18,52 Prozent auf 640 Yen zu. Am Vortag waren Olympus bereits 17 Prozent gestiegen, nachdem sie vergangene Woche im Zuge eines Bilanzfälschungsskandals einen Kursrutsch erlebt hatten. Berichten zufolge könnte Olympus anstatt einer gänzlichen Streichung aus dem Aktienindex mit einer anderen Strafe davonkommen.

Im Hang Seng Index in Hongkong waren China Construction Bank mit plus 1,27 Prozent auf 5,59 Hongkong Dollar gut gesucht, auch Hengan International verteuerten sich um 1,17 Prozent auf 73,30 Hongkong Dollar. Mit den höchsten Verlusten gingen hingegen China Resources Enterprise aus dem Handel, sie verloren 2,96 Prozent auf 26,20 Euro.

An der australischen Aktienbörse mussten die Titel der großen Rohstoffkonzerne Verluste hinnehmen: Rio Tinto verloren um 1,15 Prozent auf 67,83 australische Dollar, BHP Billiton fielen um 1,65 Prozent auf 36,88 australische Dollar. Für die australischen Großbanken endete der Handelsschluss uneinheitlich: Während Westpac leicht um 0,19 Prozent auf 21,09 australische Dollar stiegen, verbilligten sich Commonwealth Bank of Australia um 1,42 Prozent auf 49,15 australische Dollar. Auch National Australia Bank gaben um 0,16 Prozent auf 24,52 australische Dollar nach. (APA)

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