23. Bergfilmfestival vergab seine Preise

13. November 2011, 21:47
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Maria Blumencron gewann mit "Good Bye Tibet" Hauptpreis

Graz  - Die Österreicherin Maria Blumencron hat Samstagabend beim 23. Berg- und Abenteuerfilmfestival den Hauptpreis "Grand Prix Graz" gewonnen. Die Jury würdigte Blumencrons Werk als einen gut gemachten Dokumentarfilm "über die Reise zurück zu einer dramatischen Flucht, zur Suche nach Frieden und Heilung vom Heimweh".  Vom Bergführer Kelsang Jigme ließ sich Blumencron auf den 6.000 Meter hohen Grenzpass zwischen Tibet und China führen, über den Jigme jahrelang Flüchtlinge aus Tibet begleitet hat.

Der "Preis der Jury" ging heuer ebenfalls an einen Deutschen, Titus Faschina, für  "Dem Himmel ganz nah". Der Film zeigt das Leben einer Hirtenfamilie in den Karpaten. Der Schwarz-Weiß-Film sei "handwerklich großartig gemacht", urteilte die Kommission. "In einem sanften, verführerischen Tempo und mit viel Tiefgang bekommt man diesen Lebensstil vielleicht zum letzten Mal zu sehen".

In insgesamt fünf Kategorien wurde die "Kamera Alpin in Gold" vergeben. Als beste "Alpine Dokumentation" wurde "A Sleepless Night" des Belgiers Samuel Tilman ausgezeichnet. Dieses Alpindrama "zeigt nicht die Helden auf den Bergen, sondern jene Helden, die es den Bergsteigern ermöglichen, sicher zurückzukehren: die Bergretter", so die Jury in ihrer Begründung. "Declaration of Immortality" siegte in der Kategorie "Klettern in Fels und Eis". Der Film von Marcin Koszalka erzählt die Geschichte eines berühmten polnischen Kletterers, der mit dem Älterwerden nicht zurecht kommt.

In der Kategorie "Abenteuer" erging der Preis an die australische Einreichung "Salt": Im ausgetrockneten Bett des größten australischen Salzsees Lake Eyre bewegt sich Fredericks zwischen Selbsterfahrung und Naturerlebnis. "Ein außergewöhnlicher Film in einer außergewöhnlichen Landschaft", meinte die Jury, "eine hervorragende Symphonie von Bildern, wie sie nur die Natur liefern kann".

"Voyage au Bout de l'Hiver", Sieger in der Kategorie "Natur und Umwelt", dokumentiert einen außergewöhnlich strengen Winter in den Bergen. Anne und Erik Lapied zeigen, wie Tiere und Bergbauern sich gleichermaßen an diese Entwicklung anpassen müssen. In der Kategorie "Alpin und fremde Kulturen" wurde "Jon Facing the Winds" prämiert. Der Film von Corto Fajal (Frankreich) zeigt das Leben am Rande des nördlichen Polarkreises und die Bedrohung durch den Klimawandel. "Der Film ist ein eindringlich wahres Porträt ohne Zugeständnisse an Klischees über das Leben in der Arktis". (APA)

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