Entacher bekräftigt ablehnende Position zu Berufsheer

12. November 2011, 16:25

Verhältnis zu Minister "korrekt" - Gratulation von Bundespräsident Fischer

Wien - Erst vor wenigen Tagen ist General Edmund Entacher nach der Aufhebung seiner Abberufung wieder an seinen alten Posten als Generalstabschef zurückgekehrt. In einem Interview mit der "Presse am Sonntag" bekräftigte er nun seine ablehnende Haltung zur Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht - und damit den Auslöser seiner Abberufung durch Verteidigungsminister Norbert Darabos (S). Entacher glaubt nicht, dass das Berufsheer kommt: "Ich bin Zweckoptimist, ich glaube, das Match ist gewinnbar."

"Weisungen sind zu befolgen"

Entacher muss als Chef des Generalstabs die Pilotprojekte zur Aussetzung der Wehrpflicht vorbereiten. "Diese Weisungen sind zu befolgen. Behauptet wird, das sei ein Feldversuch. Gut, dann machen wir ihn eben, allerdings werden wir das wirklich testen und berechnen, was das für die gesamte Struktur bedeutet", erklärte der General. Die Berechnung soll sich dabei nicht nur auf ein Bataillon oder eine Kompanie beschränken, sondern für das ganze Heer durchgeführt werden: "Leicht boshaft gesagt: Das ist auch der Auftrag." Entacher rechnet jedenfalls - anders als der Ressortchef - mit Mehrkosten: "Der Minister sagt, es darf nicht mehr kosten. Wenn ich aber Rekruten mit Zeitsoldaten ersetze, dann kostet das schlicht und einfach mehr." Kostenneutralität ließe sich nur durch eine Senkung der Leistungsfähigkeit erreichen: "Das ist es."

Der zunächst abgesetzte und nun wieder eingesetzte Generalstabschef gab sich weiterhin kämpferisch: "Ich folge meinen Weisungen, aber wenn man mich fragt, sage ich meine Meinung und kann sie ganz gut argumentieren." Zur Rückkehr in seine Position habe übrigens auch Bundespräsident Heinz Fischer gratuliert. Das Verhältnis zu Verteidigungsminister Darabos bezeichnete Entacher als "korrekt". Einen "Racheakt" befürchtet er nicht: "Ein Racheakt an mir wäre sinnlos, mein Verbleib hat ein Ende (2013). Ich würde ihnen in dieser kurzen Zeit sonst nur die Gurke geben, das würden sie bitter bereuen." (APA)

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rrrn
 
01
20.11.2011, 07:16
Warum gegen Berufsheer

1. Es untersteht ueberhaupt keinem Gesetz mehr - unvereinbar mit Demokratie. 2. Es zieht die professionellen Raufer an.
Zu den Weisungen: sie sind zu befolgen, ausser sie verstossen gegen das Strafrecht. Dann kann man schriftlich Einwaende dagegen erheben. Wenn der Weisung-geber dann trotzdem darauf besteht, muss man sie ausfuehren. Weisungen muss man such dann nicht befolgen, wenn zB verlangt wird, 10 m in die Hoehe zu springen (dh unmoegliches kann auch nicht gewiesen werden).
PS Weisungen werden sehr gerne auch von unfaehigen Vorgesetzten gegeben zB bei Mobbing.

tock tock tock
00
23.11.2011, 15:14
Also ich bin zwar auch gegen ein Berufsheer, aber

das da: "1. Es untersteht ueberhaupt keinem Gesetz mehr "

... ist auch ein Blödsinn!

Sonata
20
18.11.2011, 12:40
Entacher sollte sich mit seiner Aufgabe identifizieren...

ansonsten ist er der falsche Mann dafür und sollte versetzt oder abgesetzt werden.

ap
33
18.11.2011, 07:35

Der gute General Entacher wie die meisten im BH haben das Ende des Kalten Krieges im Offizierskasino verschlafen.
Der Mann will uns weis machen, dass wir jeden Kasernenstandort brauchen. Die Infrastruktur kann man wahrlich mit billigen Leibeigenen aufrecht erhalten, die fast nichts kosten.
Als guter Beamter kennt er natürlich die Strukturen genau, weil die Anzahl der Dienstposten regelmäßig von der Zahl der jeweiligen Untergebenen (pyramidenartig) bis zum Rekruten, der ja angeblich ausgebildet (oder besser "aus"schikaniert) werden soll, abhängt. Zusammengefasst je mehr Indianer desto mehr Häuptlinge, die sich ein schönes Leben machen können.

Lünz
03
19.11.2011, 13:05
Lassen wir die Kirche im Dorf.

Es ist zu einem guten Teil die Politik, die Reformen verhindert.
Es sind die Bürgermeister, die uns weismachen daß wir alle Standorte brauchen.
Es sind die Landeshauptleute, die uns weismachen daß wir 9 Militärkommanden brauchen.

Benjamin Klein
00
19.11.2011, 16:22
dass in Ö

die Landeshauptleute in allem und jedem, was an sich Bundeszuständigkeit ist hat
einen wesentlichen Grund, als
Landespartei-Vorsitzender der jew. stärksten partei im Lande, können sie über die eig. Bundesparteileitung auf die Bundesführung Druck machen, und besonders gezielt auf die NR-Abg. aus dem eig Bundesland, weil die wollen ja nächstesmal wieder auf den Listen IM Bundesland aufgestellt werden, und da hat der Landesparteichef alle Rechte und der BundesparteiChef gar keine ......

eknaDNovember
01
17.11.2011, 11:35
Kurier-Artikel: Aufnahmen der Videoüberwachung der Tiefgarage hatten sich bereits automatisch gelöscht

*
"Der Fahrzeughersteller Volvo wurde beigezogen. Im Zuge von Vernehmungen stellte sich heraus, dass sich an diesem Tag mehrere Mitarbeiter des Ministeriums Zutritt zur Tiefgarage verschafft hatten, ohne mit einem Fahrzeug wegzufahren. Die Verdächtigen boten Erklärungen für ihre Garagen-Besuche an: Etwa die Kappe vergessen oder eine Tasche geholt zu haben.

Das konnten die Fahnder nicht widerlegen. Das wichtigste Beweisstück existierte nicht mehr. Die Aufnahmen aus der Videoüberwachung hatten sich bereits automatisch gelöscht."
http://kurier.at/nachricht... 315782.php

Jukebox
31
16.11.2011, 10:50
Diese Verlogenheit!

Wir haben 14.644 Berufssoldaten, aber nur 12.000 Grundwehrdiener (24.000 pro Jahr für je 6 Monate).
Die Berufkomponente überwiegt bei weitem und wurde unter Platter (ÖVP) massiv ausgebaut, Stichwort Kaderpräsenz.
Darabos führt dieses Konzept logisch fort.

Und hört bitte mit dem Märchen auf, dass Grundwehrdiener im nächsten Bürgerkrieg nicht auf die eigenen Leute schießen werden und stattdessen ihre Vorgesetzte abkrageln.

Lünz
12
16.11.2011, 22:54
Die Berufskomponente überwiegt bei weitem ?????

Das Verhältnis ist bei uns annähernd 50:50
In Deutschland stehen rund 30.000 GWD über 200.000 Berufsoldaten gegenüber. Das würde ich schon eher als "überwiegt bei weitem" bezeichnen.

Jukebox
00
18.11.2011, 15:06

Die Bundeswehr hat keine Wehrpflichtigen mehr.

Lünz
00
18.11.2011, 18:17

Oh, verzeihung.Standen.

Kronenzeitungsleser
22
16.11.2011, 20:56
...nik = nomen es omen!

Benjamin Klein
10
18.11.2011, 15:34
wessen nik sie meinen da ?

Kronze-Leser ?
oder Jukebox??

Jukebox
10
18.11.2011, 15:07

...nik = nomen es omen!

derunbestechliche
22
15.11.2011, 09:34
Bei der anstehenden Schuldenbremse will ich sehen, wie Darabos ein Berufsheer durchboxt.

Die gleiche Leistung zu mehr Kosten ist unter jetzigen Gesichtspunkten einfach nicht finanzierbar.

Aber wahrscheinlich will Darabos die Leistung des österr. Bundesheers schmälern, um ein Berufsheer bzw. die vielen Auslandseinsätze des österr. Bundesheeres finanzieren zu können...

Entacher will das Beste für das Heer und ist ein guter Beamter. Warum soll er - im Gegensatz zum Minister - für einen Heerestyp eintreten welcher weniger Leistung aber mindestens gleich viel kostet oder gleich viel leistet aber viel mehr kostet und zudem Rechtsbruch begehen? Alles steht und fällt mit den Kosten und Darabos kann in vielen Dingen (schön)reden/rechnen und wenig oder das Gegenteil vom Gesagten tun (und das seit 5 Jahren) aber Zahlen lügen nicht.

Folgendes...
 
02
17.11.2011, 08:06
Nun ja... Sie übersehen da was.

Ein Berufsheer wird sich bei gleichen Kosten ausgehen (seeehr eventuell) - nur die gleiche Leistung wird mehr als fraglich.

Der Witz ist nun aber, dass Sicherheit nicht messbar ist - und sie daher die Ausbildung/Bewaffnung/Mannstärke/... beliebig nach unten schrauben können und weiterhin lügen können, dass dieselbe Leistungsfähigkeit da ist... So klappte das ja auch mit der Verkürzung des Wehrdienstes...

Ausserdem: Wie sie richtig sagen, kostet eine Umstellung immer Kohle. Wenn sich das also schon 2012/2013 mit gleichem Budget ausgehen soll - würde ein Berufsheer nach der Umstellung(2014?) noch weitaus billiger sein müssen als das jetzige. Das halte ich für schwer absurd.

sirnicha
20
21.11.2011, 12:19
So klappte das ja auch mit der Verkürzung des Wehrdienstes...

die ist bei weitem noch zu gering ausgefallen; denn nach 3 monaten ist die ausbildung mangels lernstoff zu ende. wers nicht packt in dieser zeit, kann sich ja verpflichten, damit "füllt" er einen planposten aus und ist damit wichtig...

Folgendes...
 
11
21.11.2011, 12:49
Zu meiner Zeit...

... dauerte der Wehrdienst 8 Monate am Stück, Samstag gabs auch Dienst - und man musste sich einen "Heimschläfer" verdienen.

Ganz ehrlich... Etwas Leerlauf hin und wieder hätten wir uns gewünscht. Auch in den 8 Monaten war offensichtlich der Terminplan knapp...Man merkte aber, dass man im 8. Monat bei weitem besser und schneller die Aufgaben lösen konnte als im 6.

sirnicha
20
21.11.2011, 13:07
zu meiner zeit hatten wir knappe 9 monate

und dazu noch uniformzwang zum ausgehen.
ab ca. dem 4. monat bildete ich im funkwesen reserveoffiziere (fähnriche etc) aus: abfahrt in die nähe eines wirtshauses oder heurigen, kurze übung, leuchtpistoleneinsatz war dann das schlusszeichen und es kamen so kleine lustige fallschirmchen herunter und schon waren wir im... also ich hab sie daher nicht wirklich ausgebildet.
übrigens: ich war bei einer funkleitstelle des bh

Lazarus Long
11
22.11.2011, 18:59
Beim ÖBH gibt es keine "reserveoffiziere", die heißen in Österreich Milizoffiziere.

Fähnrich ist ein Ausbildungsdienstgrad, den Offiziersanwärter auf der MilAk tragen aber nicht Milizoffiziere/Offiziersanwärter. Den Begriff "Funkleitstelle" gibt es (und gab es) beim ÖBH ebenfalls nicht, sondern wird in Österreich ausschließlich bei zivilen Organisationen wie Feuerwehr, Polizei usw. verwendet, bzw. bei der deutschen Bundeswehr. Der Begriff kommt beim ÖBH lediglich dann zur Anwendung wenn im Zuge von Katastropheneinsätzen vom Heer die Kommunikation der Einsatzkräfte übernommen wird um Begriffsverwirrungen zu vermeiden. Als GWD bilden sie niemanden aus und nach 4 Monaten schon mal gar nicht.

Benjamin Klein
10
23.11.2011, 13:26
wie die heißen ist Wurscht,

wenn man versteht was gemeint ist,

und zu Praders Zeiten hiessen die noch Reserveoffiziere und die jungen waren ROA .....,

das Miliz-getue gibts ja erst seit Kreiskyßs Reformen ...........

Lazarus Long
01
23.11.2011, 20:36
Wenn man nicht mal diese einfachsten Dinge wie seinen eigenen Dienstgrad/Dienststelle weiß

und das merkt sich wirklich jeder ehemalige GWD macht es deutlich, dass er nie dabei war und somit seine Geschichte nicht mehr als ein Märchen ist.
Sie hießen von Anfang an Milizoffiziere. Ein ROA ist/war ein aktiver Unteroffizier, der auf Grund seiner Ausbildung/Funktion im Mobfall Offizier geworden wäre.

sirnicha
20
22.11.2011, 19:06
es ist mir herzlich egal,

wie damaligen dienste geheißen haben. vielleicht hieß sie auch feuerleitstelle. fakt ist, dass es niemanden interessiert, ob und wie bezeichnungen eines überholten systems hießen oder jetzt heißen. fakt ist auch, dass ich damals, auch wenns sies nicht glauben, kein gefreiter, sondern vorwerker war.
und noch mehr ist es egal, ob es reserveoffiziere oder milizionäre gab oder gibt. diese art von menschen halte ich sowieso für verrückt.

Lazarus Long
11
22.11.2011, 19:54
Nur zeigt ihre Unwissenheit der tatsächlichen Fachbegriffe,

dass ihr gesamter Kommentar nichts weiter als ein Märchen, oder anders ausgedrückt eine glatte Lüge ist.
Desweiteren gibt es den Ausdruck "Vorwerker" beim Bundesheer überhaupt nicht. Wenn sie nicht mal wissen wie der Dienstgrad hieß, den sie damals angeblich hatten wird deutlich, dass sie überhaupt nie gedient haben.
Zumindest wird nach ihrer Antwort die Motivation zu lügen klar.

sirnicha
10
23.11.2011, 04:21
sorry,

hieß vormeister bei der artillerie. ich weiß, wenn einem bundesheerler die argumente ausgingen und ausgehen, dann schreit er, vergattert er, beschimpft er oder macht einen zur schnecke; sie passen gut zu diesem bild.
dass man sich aus zeiten, die man wegen zeitverschwendung am liebsten verdrängt, nicht unbedingt alle einzelheiten mitgenommen hat, ist allerdings für die klar, die dienen "mussten" und nicht "wollten". übrigens: die im volksmund "pension martinek" genannte kaserne gibts auch nicht mehr. sie werden nun wahrscheinlich auch hier behaupten, dass es eine solche kaserne nie gab...

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