Hilfskräfte wollen Bergungsarbeiten am Samstag beenden

12. November 2011, 15:40
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Schon über 30 Tote - Leichen zweier Journalisten unter Trümmern des Hotels geborgen

Ankara - Die Zahl der Erdbebentoten in der Osttürkei ist am Samstag auf 30 gestiegen. In anderen Meldungen war sogar von 32 Opfern die Rede. Rettungskräfte waren mit speziellen Hörgeräten in der Stadt Van in der gleichnamigen Provinz im Einsatz, um unter den Trümmern nach weiteren Opfern zu suchen.

Seit dem heftigen Erdbeben der Stärke 5,6 von Mittwoch konnten die Suchtrupps bisher 30 Überlebende unter dem Schutt der zwei zertrümmerten Hotels Bayram und Aslan retten. Die Hilfskräfte wollten noch am Samstag ihre Bergungsarbeiten beenden, sagte ein Mitglied der Bergungsmannschaft. Indes könnte den Einsatzkräften das winterliche Wetter zu schaffen machen. Am Samstag schneite es unaufhörlich. Die Suchtrupps mussten die Bagger am Hotel Bayram zeitweise stoppen, berichtete der Fernsehsender CNN Türk. Die Einsatzkräfte konnten bisher ein Drittel der Trümmer des ehemaligen sechsstöckigen Gebäudes beseitigen.

In der Öffentlichkeit nimmt unterdessen die Wut auf die Regierung zu. Nach dem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,2 am 23. Oktober sollen trotzdem noch Gäste in den zwei Hotels Bayram und Aslan empfangen worden sein - obwohl die Gebäude beschädigt waren. Innenminister Beshir Atalay wies die rund 500.000 Einwohner von Van deshalb nun an, erst in ihre Häuser zurückzukehren, nachdem Experten mit ihren Untersuchungen fertig seien.

Journalisten unter Opfern

Unter den zuletzt geborgenen Toten sind auch zwei Journalisten der türkischen Nachrichtenagentur Dogan. Sie waren wie andere Kollegen im Hotel Bayram untergebracht, um über die Folgen des Oktober-Bebens zu berichten.

Tausende Menschen haben die Stadt Van inzwischen verlassen und wohnen seitdem bei Familienangehörigen oder Freunden. Hunderte Bürger baten die Behörden um weitere Zelte. Teilweise kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, weil sie die Einwohner nicht in das lokale Krisenzentrum lassen wollten. Minister Atalay kündigte an, fünf weitere Zeltlager errichten zu lassen. (APA)

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    Die Hilfskräfte wollten noch am Samstag ihre Bergungsarbeiten beenden. Das winterliche Wetter macht ihnen zu schaffen.

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