Tote bei Explosion und Schüssen

12. November 2011, 14:19

Sieben Menschen starben

Taras/Moskau - Bei einer schweren Explosion und Schusswechseln sind im Süden der ölreichen Republik Kasachstan nach offiziellen Angaben sieben Menschen getötet worden. In der Großstadt Taras habe am Samstag ein Mann ein Waffengeschäft in der Nähe des Verwaltungssitzes überfallen und mehrere Polizisten getötet, wie das Innenministerium mitteilte. Islamisten hatten zuletzt mit Terroranschlägen in der vergleichsweise ruhigen islamisch geprägten Ex-Sowjetrepublik in Zentralasien gedroht.

Unter Berufung auf einen eigenen Reporter und Augenzeugen berichtete die Agentur Interfax-Kasachstan auch von kreisenden Hubschraubern über dem Stadtzentrum.

Vor zwei Wochen war die kasachische Stadt Atyrau Ziel von zwei Sprengstoffanschlägen gewesen. Dazu hatte sich eine islamistische Gruppierung mit dem Namen Soldaten des Kalifats bekannt. Die Staatsanwaltschaft hatte erst am 9. November ein Selbstmordattentat in Atyrau bestätigt. Demnach sei die islamistische Bewegung im Sommer dieses Jahres in Kasachstan gegründet worden. Die Terroristen kündigten in ihrem Bekennerschreiben Attentate in Kasachstan an.

Das Land gilt auch als Rückzugsort für radikale Islamisten aus dem südlich gelegenen Afghanistan. Der mit harter Hand regierende kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew steht wegen Menschenrechtsverstößen und Unterdrückung Andersdenkender in der Kritik. Allerdings hatten Deutschland und andere westliche Länder auch immer auf die Stabilität in dem Land mit seinen für den Westen wichtigen Öl- und Gasvorkommen hingewiesen. (APA)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.