Sieben Menschen starben
Taras/Moskau - Bei einer schweren Explosion und
Schusswechseln sind im Süden der ölreichen Republik Kasachstan nach
offiziellen Angaben sieben Menschen getötet worden. In der Großstadt
Taras habe am Samstag ein Mann ein Waffengeschäft in der Nähe des
Verwaltungssitzes überfallen und mehrere Polizisten getötet, wie das
Innenministerium mitteilte. Islamisten hatten zuletzt mit
Terroranschlägen in der vergleichsweise ruhigen islamisch geprägten
Ex-Sowjetrepublik in Zentralasien gedroht.
Unter Berufung auf einen eigenen Reporter und Augenzeugen
berichtete die Agentur Interfax-Kasachstan auch von kreisenden
Hubschraubern über dem Stadtzentrum.
Vor zwei Wochen war die kasachische Stadt Atyrau Ziel von zwei
Sprengstoffanschlägen gewesen. Dazu hatte sich eine islamistische
Gruppierung mit dem Namen Soldaten des Kalifats bekannt. Die
Staatsanwaltschaft hatte erst am 9. November ein Selbstmordattentat
in Atyrau bestätigt. Demnach sei die islamistische Bewegung im Sommer
dieses Jahres in Kasachstan gegründet worden. Die Terroristen
kündigten in ihrem Bekennerschreiben Attentate in Kasachstan an.
Das Land gilt auch als Rückzugsort für radikale Islamisten aus dem
südlich gelegenen Afghanistan. Der mit harter Hand regierende
kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew steht wegen
Menschenrechtsverstößen und Unterdrückung Andersdenkender in der
Kritik. Allerdings hatten Deutschland und andere westliche Länder
auch immer auf die Stabilität in dem Land mit seinen für den Westen
wichtigen Öl- und Gasvorkommen hingewiesen. (APA)