Kaum noch Contra für Kimi

12. November 2011, 15:37
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Comeback von Räikkönnen rückt näher - Schumacher würde sich freuen

Abu Dhabi - Kimi Räikkönens Rückkehr in die Formel 1 ist weiter ein großes Thema in deren Rennzirkus. Der Vertragsabschluss des Ex-Weltmeisters mit Williams gilt mittlerweile nur noch als Formsache. Zudem hat der Finne viele prominente Fürsprecher, darunter Michael Schumacher. Der Rekordweltmeister würde sich über ein Comeback seines alten Rivalen freuen: "Ich wäre froh, wenn er zurückkäme." Man habe zusammen gute Zeiten erlebt und würde sich auch abseits der Strecke gut vertragen.

Schumacher glaubt nicht, dass der Finne ein Problem hätte, in den schnellen F1-Zirkus zurückzukehren. "Das Wichtigste ist schon im ersten Test zu sehen", meinte der Deutsche, der vor zwei Jahren aus dem Ruhestand zurückgekehrt ist. Bei ihm habe es etwa 15 Runden gedauert, bis er das Auto in die Nähe seiner Grenzen gefahren habe: "Ich bin sicher, Kimi kann das auch schaffen".

Während Räikkönen beim Saisonfinale der Rallye-WM in Wales mit seinem Co-Piloten Kaj Lindström im Citroen DS3 um Punkte kämpfte, war er 6.000 Kilometer entfernt im F1-Fahrerlager in Abu Dhabi ein großes Thema. "Versuchs und nimm ihn unter Vertrag", empfahl McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh den ehemaligen Schützling seinem Kollegen Frank Williams. "Ich hoffe, Kimi ist weiter hungrig und hat seine Fähigkeiten, uns zu elektrisieren, nicht verloren." Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali sagte über seinen ehemaligen Fahrer, der der Scuderia 2007 ihren bisher letzten WM-Titel beschert hat: "Er ist sehr talentiert, sehr stark und wenn er zurückkommen will, möchte er zeigen, dass er immer noch zu den Besten gehört."

Williams sondiert

Frank Williams bat um Verständnis, dass er zu den ganzen Spekulationen keine Stellung beziehen wolle. "Es ist noch nicht ganz klar, wer in den Autos sitzt. Ich bin sicher, Pastor (Maldonado) wird fahren." Der zweite derzeitige Stammpilot Rubens Barrichello sei eine Möglichkeit. "Wir legen uns aber nicht fest, bevor wir nicht mit Rubens gesprochen haben", betonte Williams.

Obwohl Räikkönen zu großen Abstrichen bereit sein soll, hängt seine Verpflichtung angeblich davon ab, ob der österreichische Investor Christian "Toto" Wolff einen finanzkräftigen Sponsor aus Katar an Land ziehen kann. Es werde eine "strategische Entscheidung", meinte Wolff noch vor einer Woche. Mit GP2-Star Jules Bianchi und Williams-Testfahrer Valtteri Bottas gebe es zumindest zwei weitere Optionen

Der 32-Jährige Finne selbst hatte in der vergangenen Woche erstmals eingeräumt, mit Williams zu verhandeln. Seine Grand-Prix-Karriere hatte 2001 bei Sauber begonnen. Danach fuhr er fünf Jahre für McLaren-Mercedes und drei Jahre für Ferrari. Nach der Saison 2009 beendete der "Iceman" seine Formel-1-Karriere mit 18 Siegen in 156 Rennen und dem WM-Titel 2007 mit Ferrari als Höhepunkt. Zuletzt fuhr Räikkönen zwei Jahre in der Rallye-WM. (red)

 

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    Alle wollen Kimi

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