Aktion

Mit "Train English" gegen "Senk ju vor träweling"

12. November 2011, 09:59

Babbel.com bietet deutschen Eisenbahnern kostenlosen Englisch-Kurs

Wenn Schaffner auf Englisch eine Ansage machen, braucht es vor allem eins: viel Fantasie, das Gehörte zu entschlüsseln. Dass in der Grammatik auch noch ein Hund mitbellt, ist da fast schon Nebenschiene. Damit in deutschen Zügen Passagiere nicht mehr rätseln müssen, was hintern Klängen wie "in a fju minnets wi eraiff Börlin Hauptbahnhof" oder "Senk ju vor träweling" steckt, hat sich das Online-Sprachportal babbel.com etwas einfallen lassen.

Aktion

Das Unternehmen bietet deutschen Eisenbahnern jetzt kostenlos die Möglichkeit, mit dem Kurs "Train English" ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Das Ganze ist eine Aktion, um zu zeigen, wie einfach auch große Betriebe ihr Personal schulen können. Gegen ähnliche Aktionen für heimische Schaffner wäre nichts einzuwenden. (kat/ DER STANDARD Printausgabe, 12.11.2011)

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Posting 1 bis 25 von 49
1 2
asterio
00
13.11.2011, 17:23

ich finde ehrlich gesagt, dass diese form der lautschrift an der schule gelehrt werden sollte. das meiste kam mir ad hoc verständlich kommuniziert vor statt dem üblichen se.

Ben Hemmens
01
13.11.2011, 14:07
Als Native Speaker von Englisch möchte ich sagen, dass ich die meisten Durchsagen immer so weit verstehen konnte, wie für meine Zwecke notwendig war.

Es ist auch nicht fair, den Akzent zu bemängeln. Für Leute, die eine Sprache nach der entscheidenden Phase für Spracherwerb in der Kindheit lernen, ist es meistens viel schwieriger, den Akzent anzupassen, als die Sprache an sich zu lernen. Das phonetische Repertoire dürfte bei vielen Leuten ab dem Kindesalter überhaupt irreversibel fixiert sein.

Kritisieren kann man aber sehr wohl die schriftliche Kommunikation und die fix aufgenommenen Durchsagen, wenn diese offenbar ohne durchgängige, kompetente Unterstützung und ohne ein konsistentes Management der Übersetzungen erstellt werden bzw. als Sprechstimmen keine Native Speaker eingesetzt werden. Das sind Fragen des Systems, und das System könnte man verbessern.

Lang lebe Gilles Peterson
04
13.11.2011, 04:39
Aha

again what learned.

susi_mueller
03
13.11.2011, 12:31

you never learn out.

momodeluxe
03
13.11.2011, 01:38

vi epolotscheis foa de inkonvinients

werwolfi
11
13.11.2011, 01:18

“Tscheentsch tu Sitti Ehrport Treiin“ in der Wiener Ubahn wurde inzwischen zumindest etwas verbessert - eine “neitiff Spiekerin“ ist die neue Stimme allerdings auch nicht gerade... ;o)

Legendär ist ja auch das Ende der früheren Durchsage in Zügen auf der Südbahn (die interessanterweise insgesamt völlig anders war als die auf der Westbahn):

“In kees of äni försa kwestschns plies kondakt se kondakta“

Die Wörter am Schluss klangen tatsächlich immer exakt gleich - wer da einmal “contact“ und einmal “conductor“ raushörte, war wirklich gut... ;oD

susi_mueller
00
13.11.2011, 12:30

mein letzter angelsaechsischer besuch war entzueckt ueber die ansagen! amuesant anzuhoeren, aber voll verstaendlich, weil schoen langsam. in spanien zum beispiel kriege sie mit viel glueck grad mal mit, dass die maschinenpistolenartig runtergeratterten meldungen eventuell englisch sein koennten ;)

werwolfi
01
13.11.2011, 12:51

Je nach Esprit der Anwohner halt ;o)

susi_mueller
00
13.11.2011, 13:17

jaja, 'meidling' zu sagen, braucht halt seine zeit.

susi_mueller
00
13.11.2011, 13:56

'llledis end tschentlllmen, wi willl schoatllli ereif in knittlllfellld' kann das zungerl auch ganz schoen strapazieren.

werwolfi
00
13.11.2011, 13:46

Vor allem die vielen L's in der Mitte... ;oD

MartinS27
20
13.11.2011, 10:40

"tschentsch tu sitti ehrport trän" ist wirklich schlimm. auch nach der modifikation. (von der aussprache abgesehen wäre auch das wort "transfer" statt "tschentsch" besser.)

Isidore Ducasse, Comte de Lautréamont
00
13.11.2011, 11:29

nun, die dame (in der tat wahrlich keine neetif spiikerin) sagt aber nun mal tscheentsch hia foa sitti äapoat treein. nur der genauigkeit halber.

nebenbei bemerkt bin ich der meinung, österreich ist nicht england oder amerika und daher stört mich das schlechte englisch in den öffentlichen verkehrsmitteln eigentlich wenig. man dürfte ja doch mitkriegen, was gemeint ist. und wenn die leute den sitty dings nicht finden, sparen sie sich einen haufen geld und fahren s-bahn.

was ich nicht verstehe, ist warum die neuen durchsagen allesamt 80 dzbl lauter sind als die älteren. da reisst's mich viel eher.

und ausserdem wäre es wahrscheinlich gescheiter, durchsagen in osteuropäischen sprachen, türkisch und bks zu machen. gerne von griss loooner!

werwolfi
02
13.11.2011, 11:04

Bei “transfer“ musst ich widersprechen - “change“ ist genauso korrekt, und es soll nicht nur der gebildete Angelsachse wissen worum es geht, sondern auch der reisende Inder, Russe oder Franzose (gerade letztere können oft so gut wie gar kein Englisch...)

neinbittenicht
10
12.11.2011, 20:17
Sier ju kan si

tat ju cän make it su samthing wiss veri litle englisch.
(-;

1116er
00
12.11.2011, 19:40
warum dieses auf einen beruf konzentrierte bashing?

warum nicht berufsübergreifende englischkurse für österreichische pauschaltouristen "kän ei bekam a kaffee ?"

MartinS27
00
13.11.2011, 10:41

LOL! "kän ei bekam a kaffee" - hahahaha. bestes posting des (noch jungen) tages.

Sergey Scheit
01
12.11.2011, 18:22
erinnert mich an die deutsche küstenwache

http://www.youtube.com/watch?v=gh5xu35bAxA

Ben Hemmens
00
13.11.2011, 14:29
Ja, wobei der Junge Mann am Mikro normalerweise viele Englischstunden hinter sich haben müsste, wenn er verlässlich die Präposition ans Ende einer Frage schickt.

Das Beispiel ist insofern aber akkurat, indem es generell noch schwieriger ist, den Akzent anzupassen, als diese syntaktischen Feinheiten heraussen zu haben. Joseph Conrad, Autor brillanter Prosa, war angeblich mündlich oft für seine besten Freunde schwer zu verstehen.

Die weitere Ebene des Witzes ist, dass der Mann scheinbar das Wort »Sinking« garnicht erwartet. In Wirklichkeit wird fast der ganze Schiffs- (und Flug-!) verkehr der Welt von Nicht-Muttersprachlern mittels Englisch, meistens erfolgreich, abgewickelt. Und sehr wichtig dabei ist, dass sie alle vorprogrammierte Erwartungen bezüglich bestimmter Ausdrücke und Situationen besitzen.

Kahuna
04
12.11.2011, 17:14
Leiter des Kurses: der polyglotte Gorbach

Mode Biller
00
14.11.2011, 21:46

Der ist eh schon oben im Artikelbild.

Grammelknoedel
00
13.11.2011, 09:41

und ein Satz soll sogar für einen amerikanischen Presidenten zum Slogan geworden sein:
yes, fi-cken!

faust
00
12.11.2011, 16:57

solang nicht jemand vorschlägt, schlechtes schaffnerenglisch zum weltkulturerbe zu erklären, solls mir recht sein.

Repariertwaseuchkaputtmacht.
02
12.11.2011, 17:46

Wo kann ich unterschreiben?

Mazzesinsulaner
 
08
12.11.2011, 15:50

tschentsch to sitti erpoat treeen.

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