Sozialer Wohnbau

Vassilakou: "Vertane Chance" bei Heeres-Immos

11. November 2011, 18:06

Vizebürgermeisterin auf dem Real Estate Circle: Bund soll auf alten Kasernenarealen sozialen Wohnbau ermöglichen

Wiens grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou bekräftigte am Freitag auf dem "Real Estate Circle" in Wien, dass für sie angesichts des Wiener Bevölkerungswachstums die "innerstädtische Verdichtung" Priorität hat. Insbesondere die großen Bahnhofsareale, die gerade entwickelt werden, böten hier hochwertiges Potenzial, so Vassilakou in ihrer Rede vor rund 100 heimischen Topmanagern der Immo-Branche.

Potenzial, das Vassilakou auch bei jenen bisher sieben Heeres-Liegenschaften im Wiener Stadtgebiet ortet, die der Bund über die eigens gegründete Sivbeg GmbH verwerten will. Allerdings sparte sie diesbezüglich am Freitag nicht mit Kritik an der Bundesregierung: Weil diese den Verkauf der Heeresareale - aktuell etwa eine Teilfläche der Theodor-Körner-Kaserne im 14. Bezirk, die im nächsten Jahr verkauft werden soll - an den Meistbietenden anstrebe, würden diese Flächen für den sozialen Wohnbau schlicht unleistbar werden. "Hier wird aus Sicht der Stadt eine Chance vertan", ärgerte sich Vassilakou. "Es wäre gut, an das öffentliche Interesse zu denken und hier sozialen Wohnbau zu ermöglichen."

Großes Interesse an den ehemaligen Kasernen tat im Sommer auch Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) kund, dieses wurde auch bei Verteidigungsminister Norbert Darabos deponiert, wie er damals sagte. Auch die Wiener ÖVP macht sich immer wieder für einen Ankauf der Liegenschaften durch die Stadt stark. (map, derStandard.at, 11.11.2011)

tomato tirol
01
22.11.2011, 12:17
selber nichtgenügend :-)

sie spricht von flächen, nicht gebäuden!! und kasernenareale sind, im gegensatz zu bahnhöfen, kaum kontaminierte gebiete. zugegeben, die gebäude eignen sich nicht für den einbau herkömmlicher wohnungen, aber das hat ja auch niemand behauptet. die budgetsanierungsversuche der öbb und des heeres bzw der big über hohe verkaufserlöse macht naturgemäß kostengüstiges wohnen auf diesen arealen unmöglich.

a wiener kind
00
14.11.2011, 14:39
...nicht genügend...

...muss schon weh tun als politiker, welche blöden aussagen einem die berater vorlegen! wie soll man aus desolaten alten gebäuden einen effizienten und modernen wohnbau machen!? die areale sind bis aus das letzte kontaminiert (bissl übertrieben, aber kontamination ist bei diesen liegenschaften vor allem beim wohnbau ein riesen thema), eine thermisch sinnvolle sanierung ist extrem teuer, die grundrisse (schnitt) der meisten gebäude lässt keine optimale nutzung des bestandes ohne entkernung zu, alles in allem kann man daraus entweder teurere "luxuswohnungen" machen (das kann man die kosten wieder verpacken) oder ja, es bleiben halt leere gebäude übrig! die grünen haben ideen, unglaublich!

a wiener kind
00
14.11.2011, 14:57
...aja...

...aber da sind die politiker nicht so frei wie bei privatem eigentum: geb es den besetzern als gratis-wohnraum!!!!

flotter denker
00
13.11.2011, 08:24
Den sozialen Wohnbau soll man dort machen, wo sonst keiner hin will

Denn nur dort ist es kostengünstig

/. nerd
 
00
12.11.2011, 23:38
Gehörlosensiedlungen

oder was will Vassilakou sonst bei den Bahnhofsarealen bauen?

Nachdem ihr Vorgänger Schicker und sein kongenialer Verkehrsminister Faymann die ÖBB Hochleistungs-Güterstrecken 2km von Stephansplatz bauen lassen, kann man das Hauptbahnhofareal wohl wirklich nur für (großteils leerstehende) Spekulations-Büroimmos nutzen.

Innerstädtische Verkehrsadern würden sich noch zum Überplatten mit sozialen Wohnbauten eignen.
Neue Wohnungen und Wiederbewohnbarmachung der angrenzenden Gebiete.

Geht natürlich nicht, da müsste man sich mit den Autofahrern anlegen, die Tunnels und Baustellen nicht mögen.

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