Herkunft unklar

Radioaktives Jod-131 über Europa gemessen

11. November 2011, 16:06

Umweltministerium beschwichtigt

Wien - In Österreich, Tschechien und anderen europäischen Ländern sind Werte der radioaktiven Substanz Jod-131 in der Atmosphäre festgestellt worden. Die Werte seien "sehr niedrig" und stellten keine Gefahr für die Gesundheit dar, teilte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) am Freitag mit. Es sei davon auszugehen, dass die Radioaktivität nicht in Verbindung mit der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima im März stehe.

Auch das Umweltministerium gab am Freitag weiterhin Entwarnung, was das Jod-131 in der Luft angeht. Die festgestellte Menge sei derart gering, dass man sie nur mit hochempfindlichen Instrumenten und einer "Besaugungszeit" von mehreren Tagen nachweisen habe können, sagte eine Sprecherin von Umweltminister Nikolaus Berlakovich.

Jod womöglich aus medizinischem Labor entwichen

Das Frühwarnsystem habe dementsprechend nicht angeschlagen, wurde betont. Auch ein Zwischenfall in einem grenznahen AKW sei aus Expertensicht auszuschließen, weil dabei die Warnsysteme in den betroffenen Ländern ausgeschlagen hätten. Im Umweltministerium geht man weiterhin davon aus, dass das Isotop aus einem medizinischen Labor entwichen ist, wo es beispielsweise zur Strahlentherapie verwendet werde.

Der Verein "Antiatom Szene" zog die offizielle Darstellung in einer Aussendung in Zweifel. Das Umweltministerium wisse bereits seit zwei bis drei Wochen von der radioaktivem Belastung. "Die Bevölkerung wurde allerdings erst gestern informiert, was den Verdacht einer möglichen Vertuschung und Beschwichtigungstaktik erhärtet", so der Verein.

Da keine anderen Radioaktivitätswerte neben Jod-131 gemessen worden seien, könne ein Unfall in einem Atomkraftwerk ausgeschlossen werden, teilte unterdessen die tschechische Atomaufsichtsbehörde SUJB mit. Die Ursache für die erhöhten Werte sei noch unklar und werde untersucht. Die Quelle für die Verunreinigung der Luft liege "höchstwahrscheinlich" außerhalb Tschechiens. Jod-131 hat eine kurze Halbwertszeit von lediglich etwa acht Tagen. Der Behörde zufolge wurden die Radioaktivitätswerte innerhalb der vergangenen zwei Wochen gemessen. (APA/red)

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Herr Plumm
00
16.11.2011, 17:29

mittlerweile erstreckt sich die "verseuchung" von frankreich in die ukraine...eh nur a paar tausend km...war ja nur a bissl was...

WBR
00
16.11.2011, 18:24

Wie ich weiter unten schon ausführte: Für solche Konzentrationen genügen tatsächlich geringste Mengen. Selbst für eine weltweite Ausbreitung.

Nichtsdestotrotz wäre der Ausgangspunkt natürlich interessant.

Hyperion
00
13.11.2011, 12:04
typisch övp-mafia! vertuschen wieder was!!

werwolfi
04
12.11.2011, 21:01

Eine feste Sauerei - nachdem die Halbwertszeit 8 Tage beträgt, informieren wir die Bevölkerung nach 3-4 Wochen, wenn dann nur mehr rund 12% der ursprünglichen Menge da ist...

Genau umgekehrt muss es sein!
Bei so geringer Halbwertszeit ist es v.a. interessant, dass Kleinkinder die ersten ein, zwei Wochen nicht in irgendwelchen Laubhaufen wühlen...

Mathias Steinlaus
 
00
18.11.2011, 11:26
Ich wette mit Ihnen ...

.. die Kinder und Angehörigen der verantwortlichen Personen durften sicher nicht im Freien spielen. Sind ja nur politische Wahlschafe ... entbehrlicher Balast ..

@Q@
00
12.11.2011, 17:52

Es sollte kritisch hinterfragt werden, ob ein Unfall in einem Kernkraftwerk tatsächlich ausgeschlossen werden kann.
Iod ist um ein vielfaches flüchtiger als Cäsium und wegen der höheren Aktivität auch leichter nachweisbar. Es muss ja nicht immer eine Kernschmelze mit Temperaturen über 700°C sein.

Die tschechische Atomaufsichtsbehörde macht sich mit der unreflektierten Aussage verdächtig.

Wildcat
00
13.11.2011, 22:57

machen sie sich lieber sorgen um das uran in ihrem brot

das brett vorm kopf
00
17.11.2011, 13:12
hat er/sie ...

... denn vielleicht gar ein u-brot?

Javert
01
17.11.2011, 15:05

das hat JEDER täglich zu essen!

Dramaqueen
10
12.11.2011, 14:38
Wahrscheinlich stammt es vom Asteroiden am 8.11.

nur mal so als Denkanstoss könnte der Atommüll aus einer anderen Galaxie an Bord haben.

Aracni Santini
52
12.11.2011, 10:33
Atomfaschismus.

Die Leute und Kinder sind denen egal.... vgl. Fukushima, Tschernobyl etc. Die Bevölkerung wird viel zu spät gewarnt, Grenzwerte entsprechen mehr den wirtschaftlichen Interessen und dienen weniger dem Schutz der Gesundheit der Menschen.... Klimaveränderung durch AKWs wird tot geschwiegen... usw. Der Boden der Elbe ist bereits Sondermüll....

ganzsichernicht
 
11
12.11.2011, 09:53
...das ganze theater ist eigentlich bloß wieder ein hinweis, w i e rücktrittsreif der unfähigkeitsminister eigentlich ist...

der vollnarr hätte nur eine kurze aussendung ausschicken müssen und der "kas is gspitzt" , soll heißen: erledigt. aber so ist das wohl der gröbste vertrauensbruch, den ein politiker sich leisten kann!!

Herr Plumm
00
12.11.2011, 09:14

also wenn man das verteilt über 3-4 länder messen kann...sooooooooo wenig kanns dann in summe nicht sein.

aber evtl. ists ja auch nur eine massnahme, etwas gegen das überlastete pensionssystem bzw. den arbeitsmarkt zu unternehmen. a bissl die krebsraten steigern und schon reduziert man einen teil der population.

WBR
01
12.11.2011, 13:23
Ein Zahlenspiel mit einer Radiojodtherapie

Übrigens: Bei Radiojodtherapien werden einige Gigabecquerel Jod 131 verwendet.

Um auf eine Dosis von 5 Gigabecquerel zu kommen, müsste man das Jod aus 50 Billionen Kubikmeter Luft mit 100 µBq/m³ vollständig herausfiltern.
Dafür würde man bei normaler Atmung etwa 16 Milliarden Jahre brauchen.

Und bei nur 8 Tagen Halbwertszeit müsste natürlich permanent Jod nachgeliefert werden.

Natürlich sollte man der mysteriösen Jodquelle nachgehen. Aber die gesundheitliche Relevanz von solchen Konzentrationen ist zu vergessen.

WBR
03
12.11.2011, 12:38
Kokainwolken über Wien

Man findet auch messbare Mengen von Kokain in der Luft von Städten. Kein Beweis für eine Verschwörung zur Leistungssteigerung der Bevölkerung, lediglich für die Leistungsfähigkeit der Analysetechnik.

Jod 131 hat eine Aktivität von 4,57 Milliarden Milliarden (10 hoch 18) Becquerel pro kg.
Die Aktivität in der Luft soll bei "zig Mikrobecquerel pro Kubikmeter" liegen. Greifen wir hoch und sagen 100 µBq/m³. Ein einziges Gramm Jod 131 könnte bei Idealverteilung 45700000000000000000 Kubikmeter Luft entsprechend "verseuchen". Das wären 4,57 Milliarden (!) km² auf eine Höhe von 10.000 Meter.
Das wäre fast die zehnfache Oberfläche der Erde.
Wie gesagt, bei unrealistischer gleichmäßiger Verteilung.

diamant
60
12.11.2011, 12:18
Chemtrails googeln!!

wuca
00
12.11.2011, 19:15

und weiter?

diamant
02
12.11.2011, 21:37
Weis nicht, aber dieses Posting vermisste ich im Zusammenhang mit dem Vorfall.....

Animus Ashitakae
01
12.11.2011, 16:23

Das kann man sich getrost sparen.

stoiker
15
12.11.2011, 02:34

ein unfall in einem tschechischen atomkraftwerk kann definitif nicht ausgeschlossen werden.
die warnsysteme hören auf die entsprechenden ministerien.das ist garnicht beruhigend.

stoiker
00
12.11.2011, 02:29

zwischenfall in einem grenznahen akw ausgeschlossen.
aber gab es den nicht grad?

stoiker
00
12.11.2011, 02:29

zwischenfall in einem grenznahen akw ausgeschlossen.
aber gab es den nicht grad?

Hyperion
00
11.11.2011, 21:18
Wieso erst heute eine Info??? :-(

Gibt es eine Regel, ab welchen Wert wir informiert werden?

Seit 17. Oktober ist in einigen Messproben aus diesen Stationen radioaktives Iod-131 zu finden, während im Normalfall künstliche Radionuklide nicht nachgewiesen werden. Die Werte von Iod-131 sind so niedrig, dass sie nur mittels hochempfindlicher Analysemethoden nachgewiesen werden können. Die Messdaten von Cäsium-137 liegen im üblichen Bereich; andere künstliche Radionuklide wurden nicht festgestellt.

ganzsichernicht
 
22
11.11.2011, 21:08
..und warum wird todgeschwiegen??

...da sonst eine öffentliche diskussion, in der ohnehin schon sensibilisierten gesellschaft, wohl der definitive todestoß für weiteren ausbau von atomkraft bedeuten würde, auch klar, oder?

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