US-Gemeinde streckt fiskalisch die Patschen

11. November 2011, 15:05
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Jefferson County in Alabama ist in Konkurs, der US-Gemeinde wurden Korruption und Misswirtschaft zum Verhängnis

Die Gemeinde Jefferson County in Alabama ist in Konkurs. Der US-Gemeinde mit 660.000 Einwohnern, einst ein prosperierender Industriestandort, wurden Korruption und Misswirtschaft zum Verhängnis. Zahlreiche Politiker mussten sich deshalb in den vergangenen Jahren vor Gericht verantworten. Seit 2008 steht die Gemeinde am Rande des Zusammenbruchs, damals wurde ihre Bonität herabgestuft, die Zinsen stiegen und stiegen. Hinzu kam eine völlig überteuerte Abwasseranlage, die auf dem Haushalt lastete.

Der Schuldenstand: Mehr als vier Milliarden Dollar. Nach den festgefahrenen Gespräche mit den Gläubigern meldete  Jefferson County nun Insolvenz an und stellte Antrag auf Gläubigerschutz. Es ist die bisher größte Pleite einer amerikanischen Gebietskörperschaft (municipalities). Eine Angelegenheit, die zumindest den deutschen Landesbanken nicht einerlei sein wird. Auch sie liehen amerikanischen Städten und Kommunen Geld. 

Municipalities in den USA können Pleite gehen. Sie haben zur Finanzierung vielfach Anleihen begeben, die an Banken und andere Investoren verkauft wurden. In Jefferson County zählt die deutsche BayernLB neben der US-Großbank JP Morgan zu den größten Gläubigern. Ein Teil des Geldes hat das Institut schon vor einiger Zeit abgeschrieben, wie ein Sprecher betont. Auch JP Morgan rechnet mit keinen wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis. (red)

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    Es war einmal ein prosperierendes Städchen, namens Jefferson County...

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