Wie wird es mit den Büchern weitergehen?

Gerhard Zeillinger , 12. November 2011, 12:32
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    Abschied von der Buchhandlung Reichmann: "Ich habe im Antiquariat die Bücherfluchten fotografiert. Gern hätte ich auch Herrn Edelmann fotografiert. Ich habe mich nicht getraut, ihn zu fragen.

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    Gerhard Zeillinger, geb. 1964, Germanist und Historiker, seine Dissertation schreibt er über Julian Schutting; er lebt als freier Schriftsteller und Lektor in Amstetten/NÖ.

Was war das erste Buch, das ich damals, in den 1980er-Jahren, bei Reichmann gekauft habe? Wie viele glückliche Stunden habe ich hier seither verbracht! Das Ende kam plötzlich

Das Scherengitter vorgezogen, hinter den Auslagen brannte kein Licht. Als ich voriges Jahr vor verschlossener Tür stand, war es ein Schock, der mich unvorbereitet traf. Ein Schrieb an der Eingangstür gab den Kunden bekannt, dass die Buchhandlung Alois Reichmann, Inhaber Paul Edelmann, Wiedner Hauptstraße 18, ab sofort geschlossen sei. Bereits bestellte und noch nicht abgeholte Bücher könnten ein paar Geschäfte weiter entgegengenommen werden. Keine Unterschrift, kein Abschiedswort, keinerlei Erklärung. Es muss über Nacht geschehen sein. Das Ende kam plötzlich und schnell. Eine knappe Notiz im Amtsblatt der Wiener Zeitung . Konkurseröffnung, Tagsatzung, die üblichen Formalitäten. Das war am 6. Mai 2010. Im Oktober, als zum Totalabverkauf wieder aufgesperrt wurde und feststand, dass Geschäft und Antiquariat nicht mehr weitergeführt werden, schrieb die Buchhändlerin Christine Kainz - sie hatte einst hier als Lehrmädchen begonnen: "Dass es diese ehrenwerte Buchhandlung nun nicht mehr gibt, schmerzt."

Das Buchhandlungensterben hat genau genommen schon vor dreißig Jahren eingesetzt. Buchhandlungen, die heute nicht Filiale eines Konzerns, einer der üblichen Ketten sind, haben wenig Überlebenschancen. Der gut sortierte Sortimentshandel war einmal, auch die reiche Welt des Antiquariats, in dem Jahrhunderte von Literatur still die Zeit überdauern, wird es so nicht mehr geben, nicht mehr in der Buchhandlung Reichmann, wenn in wenigen Wochen, mit Jahresende 2011, tatsächlich für immer Schluss sein wird.

Dann werde ich nie wieder da hineingehen können, nie wieder Bücher stöbern, Entdeckungen machen. Ich habe da drinnen glückliche Stunden erlebt. Das leise Dahinsterben nicht bemerkt, es nicht wahrhaben wollen. Es zog mich hinein in diese längst vergangene Welt voller alter dunkler Regale, ein Raum nach dem anderen voll mit Büchern. Man trat in das Geschäft, vorbei an den Neuerscheinungen, eine Stufe hinauf: ein Gang nach links, dann eine Bücherflucht, geradeaus weiter, wo sich der Raum verzweigte, drei Gänge beidseitig mit Bücherstellagen bis zur Decke, und am Ende noch einmal zwei Räume, ebenso von unten bis oben hin voll.

Hier war das Abenteuer. Hier hätte man jedes Mal Stunden zubringen können, wenn nicht bald wieder eine Vorlesung, ein Seminar begonnen haben würde. Immer der leidvolle Blick auf die Uhr, abgelöst vom Blick auf die alphabetisch geordneten Reihen. Dazwischen kleine Kartonkärtchen, auf denen liebevoll die Sujets angezeigt wurden: "Humor", "Religion" "Schulhygiene", "Kapitalismus", "Physiologie", "Charakter", "Gutes Benehmen", "Rhetorik ... Und Literatur, hunderte Meter. "Weinheber", "Hofmannsthal", "Mann" ... Diese Kärtchen hielten die Ordnung der gedruckten Welt fest und beschrieben ihre Zugänge. Ich bin mir sicher, dass ich nie alles davon gesehen habe, zigtausende Bücher ...

Es muss zu Beginn der 1980er-Jahre gewesen sein, kurz nachdem ich in Wien zu studieren begann. Ich weiß heute weder, wie ich die Buchhandlung Reichmann entdeckt hatte, noch kann ich mich an das erste hier gekaufte Buch erinnern. War es Albert Drachs Großes Protokoll gegen Zwetschkenbaum gewesen, das es damals nicht im Handel gegeben hat und nur schwer aufzutreiben war?

Ich weiß nur, ich hatte in vielen Antiquariaten lange vergeblich gesucht, und auf einem dieser Streifzüge zwischen der einen und anderen Lehrveranstaltung muss ich auch in die Wiedner Hauptstraße gekommen sein. Wer hat mir diesen Geheimtipp gegeben? Es ist merkwürdig, dass ich das nicht mehr weiß. Ich erinnere mich noch genau, wie Das große Protokoll gegen Zwetschkenbaum mit seinem Buchrücken, zinnoberroter Umschlag, plötzlich vor mir stand und ein Glücksgefühl in mich strömte. Ja, ich habe wirklich glückliche Stunden in der Buchhandlung Reichmann erlebt. Im Nachhinein betrachtet war es ein Teil meines Lebens. Ich muss damit fertigwerden: Ich werde nie wieder in diese Bücherwelt mit der Leidenschaft des jungen Sammlers, der ich damals war, eintreten können.

Die Buchhandlung Reichmann war ein Jahrhundert lang eine Institution, berühmt für ihr reichhaltiges Antiquariat, das Alois Reichmann und ab 1926 sein Sohn Felix mit sehr viel Leidenschaft zusammengetragen hatten. Bis das Jahr 1938 kam, Felix Reichmann das Land verlassen musste und die Buchhandlung arisiert wurde. Ob von den zigtausenden Bänden, die es heute noch im Lager gibt, der eine oder andere auch schon damals hier gestanden ist, habe ich mich oft gefragt. Ein romantischer Gedanke. Denn zuerst hat der Ariseur die wertvollsten Bücher beiseitegeschafft, 1945 haben die Wiener den Rest geplündert, innerhalb weniger Tage waren die Regale leergeräumt. Als Felix Reichmann, der später in den USA Literatur gelehrt hat, endlich zurückbekam, was nicht mehr geblieben war, war es ein denkbar schwerer Neubeginn. Über dem Eingang stand wieder der Name Reichmann, neuer Besitzer war Paul Edelmanns Vater geworden, der schon vor 1938 im Geschäft war und auch ins Exil hatte gehen müssen.

Wer wird noch Jean Paul lesen?

Wie lange mag es gedauert haben, bis im Antiquariat die Regale wieder gefüllt waren? Bücher sind eine schnell zirkulierende Ware. Das geht schachtelweise, manchmal ganze Bibliotheken, Hinterlassenschaften, die plötzlich ins Lager kamen und sich von hier mit der Zeit zerstreuten. Alte Besitzerstempel sind oft wie Geheimbotschaften. Ich erinnere mich, dass ich einmal eine LenauAusgabe in der Hand gehabt habe, die der Bibliothek des Rothschildspitals entstammte, andere Klassikerausgaben waren mit dem Stempel "Ältestenrat der Juden in Wien" versehen. Einen HorazBand mit dem Eigentümervermerk "Prof. Bloch" habe ich heute bei mir im Regal stehen und frage mich: Was ist mit Professor Bloch und seiner Bibliothek damals geschehen? Durch wie viele Hände waren all die anderen Bücher hier gegangen? Rechtmäßig, unrechtmäßig, man mag sich das vorstellen. Bis sie irgendwann in Reichmanns Bücherwelt wieder zusammenfanden. Abdrücke einer immer ferneren Vergangenheit.

Wie wird das in Zukunft sein, frage ich mich, wenn es keine richtigen Buchgeschäfte mehr gibt, wie wird das mit den Büchern weitergehen? Wer wird sie lesen? Wer wird die alten in Fraktur gedruckten Bände überhaupt noch lesen können, all die Klassikerausgaben, die einst die bürgerlichen Wohnzimmer geziert haben? Vor wenigen Wochen, als Ikea eine Designänderung bei seinen Regalen ankündigte, wurde gefragt, ob das nun das Ende des Buches wäre. Im Zeitalter digitalisierter Texte, hieß es, habe das Bücherregal ausgedient, die Wohnzimmerwand würde künftig freigehalten für Flachbildfernseher. Ikea, las ich, ist ein Indikator für gesellschaftliche Änderungen.

Ich frage mich, ob es die Neuen Medien sind, die dem Buch, dem gedruckten Text das Ende bereiten werden. Wird man Literatur überhaupt noch verstehen, wenn die SMS-Sprache der Jugendlichen Standard ist? Wer wird noch Kleist oder Jean Paul oder Stifter lesen? Eine kleine Gruppe Interessierter wird wohl bleiben, es sind ja auch vorher nicht viele gewesen. Bücherspezialisten eben. Wirklich Gebildete oder einfach nur begierige Sammler. Nur dass es keine Buchhandlungen, keine Antiquariate mehr geben wird. Dafür das Angebot im Internet. Da weiß ich zwar, dass ein bestimmtes Buch in Hamburg oder Osnabrück auf mich wartet - aber herumstöbern wie früher, blättern, Entdeckungen machen, die damit verbundenen Aufregungen spüren - das wird nie wieder sein.

Ich war über ein Jahr nicht mehr in der Buchhandlung Reichmann gewesen, ich hatte vom Abverkauf gehört, mich aber gescheut hinzugehen. Ich komme langsam in ein Alter, in dem man Sentimentalitäten besser ausweicht. Diesen Sommer, an einem verregneten Samstagvormittag, war ich noch einmal dort. Am Eingang fielen mir die Graffiti auf, die an die Geschäftstür geschmiert waren. Wie das so ist, wenn etwas nicht mehr richtig lebt: Das Chaos erobert die aufgegebenen Plätze. Ich frage mich: Was wird hier nach den Büchern kommen? Auf den Auslagen steht groß "Totalabverkauf", alles zum halben Preis. Eine junge Frau mit zwei vollgepackten Plastiktaschen verlässt das Geschäft. Auch drinnen überall Plastiktaschen voll mit bereits reservierten Büchern, die darauf warten, abgeholt zu werden. Eine letzte Gelegenheit, auch für mich, das alles noch einmal zu sehen, zu spüren.

Auf den ersten Blick war nichts wie sonst. Halbleer geräumte Regale im ersten Raum, das dämmrige Licht, alles sah nach Auflösung aus. Und dennoch: immer noch diese unzähligen Bücher. Ich hatte meine Digitalkamera mit, ich habe im Antiquariat die Bücherfluchten und Stellagen fotografiert. Ich hätte gern auch Herrn Edelmann fotografiert, wie er ein wenig abgeschlagen und müde im Geschäft saß. Ich habe mich nicht getraut, ihn zu fragen.

Das letzte Buch, das ich an diesem verregneten Vormittag gekauft habe, war eine illustrierte Ausgabe von Eichendorffs Taugenichts. Mit gestochenem Ex-Libris auf dem Innendeckel und einer Widmung auf dem Vorsatzblatt: "Der lieben Hedi / von Teddy und Yvonne / Ostern 1925." Damals, als Bücher noch etwas Intimes waren. Mir fiel ein, dass ich genau dieses Buch bei einem meiner letzten Besuche schon einmal in der Hand gehabt, dann aber doch nicht genommen hatte. Mir war klar, dass ich es jetzt kaufen musste.  (Gerhard Zeillinger  / DER STANDARD, Printausgabe, 12./13.11.2011)

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Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 117
1 2 3
hardi9999
00
22.1.2012, 19:03
die Zeit fragt nicht und geht weiter

http://www.resag-makler.com/object#ta... t=13807405

Schweden Krokodil
00
16.11.2011, 11:48

als man den Buchdruck erfand - und die Buchhandlungen, gab es wohl ähnliche Sentimentalitäten und Sorgen. Nur umgekehrt.

Und das Buch ist immer noch nur ein Instrument.

www.kirchenaustritt.at
11
15.11.2011, 09:08
Was soll diese

melancholische Hirnwi*erei?

R., der Hundefreund
00
15.11.2011, 18:12
Hat Sie irgendjemand gezwungen, den Artikel zu

... lesen? Wenn`s ihn nicht verstanden haben, ist Ihnen auch nicht zu helfen.

alexanderletten
 
00
15.11.2011, 23:57

Super, Danke.
Toller Link.

R., der Hundefreund
00
15.11.2011, 18:24
Zum niederknieen, danke!

Der Kirk der jetzt eine Tochter hat
11
13.11.2011, 17:41

Vielleicht haben die unbemerkt neben ihnen sitzend mit ihren Freunden daheim oder am Zielort geschattet oder tweets gelesen/geschrieben. Durch die Technologie vereinsamt niemand, nie gab es mehr soziale Kontakte mit einer vielzahl von Menschen wie heute.

pretty1
01
13.11.2011, 18:00
@Kirk: Als Erwachsener sollte man zwischen Verpackung und Inhalt unterscheiden können !

...wird bei Dir wohl noch ein paar Jahre dauern !

Der Kirk der jetzt eine Tochter hat
01
13.11.2011, 17:36

Internetausdrucker

Der Kirk der jetzt eine Tochter hat
00
13.11.2011, 17:30

Als Betroffene sollte man Postings unter Artikel nie lesen, ist die zeit und Energie nicht Wert..

Doris Edelmann
111
13.11.2011, 16:09
ich weiß nicht ...

... wie es mit den Büchern weitergehen wird, aber ich weiß, dass das Ende der Buchhandlung Reichmann eine Tragödie ist -für mich persönlich, rein menschlich und sehr emotional betrachet. Denn "der Edelmann" ist mein Vater, der die Firma bereits von seinem Vater, meinem Großvater, übernommen. Über viele Jahre, fast zwei Generationen ein solider Familienbetrieb mit mehreren Angestellten, der Lehrlinge ausgebildet hat und ein fixer Bestandteil der Wieden war.
Möge allen Zynikern hier viel Erfolg für alle ihre Unternehmungen beschieden sein - denn für mich ist es nicht nur ein anonymer Konkurs sondern ein echter Verlust: meiner Familiengeschichte, meiner Identität und vorallem wunderbarer Kindheitserinnerungen an diese schöne Bücherwelt.

selbst-denker
00
13.11.2011, 17:33
ich kann mit ihnen mitfühlen

denn jede gutsortierte buchhandlung, die dicht macht, ist ein verlust an identität, an vielfalt und vor allem an kultur. die kostenlos versendenden internetanbieter haben da sicher extrem mitgeholfen, denn ein antiquariat lebt vermutlich mehr vom verkauf neuer bücher und von cds dazu. so bequem der internetversand und so praktisch die suche nach antiquarischen büchern dort ist, das stöbern und durchblättern, das schauen und sich inspirieren lassen geht halt nur in einer buchhandlung und erfordert zeit. ich bin sicher, so wie die kaffeehäuser und die vinylschallplatten wieder gekommen sind, so wird es mit den buchhandlungen sein; es ist eine pendelbewegung, bis die abhängigkeit vom internet und sein einsatz ihr rechtes maß gefunden haben.

der_Mann_von_der_Straße
 
00
13.11.2011, 16:05
Mein Tip

Umberto Eco / Jean-Claude Carrière:
Die große Zukunft des Buches

Quintessenz: Die Datenspeicher die wir alle vor 10 Jahren verwendet haben sind heute unlesbar (wer hat noch ein Floppylaufwerk?)
Die Bücher die vor 300 Jahren geschrieben wurden sind immer noch da.
Die Frage hat sich somit beantwortet

Schweden Krokodil
00
16.11.2011, 11:53
Riesenmagnetwelle

und wehe wenn erst die Riesenmagnetwelle über uns herschwappt und alle Datenbits wegflutet. Wir, oder diejenigen von uns die noch das altmodische Lesen beherrschen, werden uns allle an die paar verbliebenen Bücher klammern.

Martin Major
 
01
14.11.2011, 02:26

das ist ja wohl ein dummes argument. migration von daten ist ja wohl keine besondere schwierigkeit. auch für riesige datenbestände gibt es längst praktikable verfahren zur replikation und migration auf andere datenträger.

wenn das ein argument wäre, würden wir heute noch lochkarten benutzen.

Michael Schmied
00
14.1.2012, 23:50
Welche Speicher sind sicher

Sind optische Speicher sicher, wenn meine CDs, DVDs und Blue-Rays es nicht sind? Wo kann man das fundiert nachlesen?

Noch etwas zur Buchhandlung. Wäre es nicht möglich die Bücher über das Internet anzubieten? Immerhin findet man auf diese Weise selbst "verschollen" geglaubte Bücher und hat sie zwei Tage später im Postfach.

Ergo ist
01
13.11.2011, 15:00
Ausgerechnet im Internet

sehe ich für Antiquariate eine riesige Chance (die einige auch sehr offensiv nutzen). Es gibt hervorragende Meta-Plattformen (Werbung will ich jetzt keine machen), die nach wenigen Klicks längst vergriffene, auf der ganzen Welt lagernde Schätze heben.
Nicht selten finde ich so auch antiquarische Bücher in Wien und kaufe bei Händlern, zu denen ich sonst nie gekommen wäre. Die Zeit hab ich einfach nicht mehr, mich durch die Regale zu stöbern.
Sorry, aber der Reichmann hätte einfach konsequenter den Versandhandel aufziehen müssen. (Obgleich es schmerzt, jeden Tag an dem toten Geschäft vorbeifahren zu müssen.)

quod licet Iovi2
01
13.11.2011, 19:17

Ich suche immer wieder online nach antiquarischen Büchern und wenn ich ein einem wiener Antiquaritat fündig werde hole ich es dann persönlich ab; und dann hab ich immer ein bisserl Herzklopfen: der Geruch, das Tratscherl, das Glücksgefühl mein Buch in den Händen zu halten, es zu beschnuppert, zu befühlen - herrlich!!!! Und zu Hause stelle ich es dann zu den "Kollegen" in meiner Bibliothek und freu mich schon auf die Lektüre.
Ich kann es mir allerdings nicht mehr ohne Versandantiquariate vorstellen; und ich glaube nicht,
dass Bibliophile ihr Verhältnis zu Büchern ändern werden, auch wenn sie sie im Internet bestellen.
Und daher glaube ich auch nicht, das Bücherregale so schnell auf die Liste der bedrohten Gegenstände kommen werden.

Chien de Pique
00
13.11.2011, 17:48

Richtig. Großes Protokoll gegen Zwetschkenbaum in 30 Sekunden ab 30 Cent.

Ich wünschte, ich wäre Thurston Moore
00
13.11.2011, 13:28
Weinheber!?

Quartz1
00
13.11.2011, 13:01
"Damals, als Bücher noch etwas Intimes waren."

Nicht nur Bücher haben heute nichts mehr mit Intimität zu tun.

Die Anzahl der Themen, in denen sich die Menschen bewegen, hat sich massiv erhöht. Tausend Oberflächen, die man nicht ankratzen darf, weil sie nur aus Oberflächen bestehen.

Das zeitigt eine ebenso radikale Verrohung und die Selbstverständlichkeit, diese eigene Primitivisierung zu akzeptieren und zu verharmlosen.

Nicht dass es vor einem Vierteljahrhundert keine primitiven rohen Höhlenmenschen in unseren Breiten gegeben hätte - aber heute wird man gezwungen, als ein solcher seine Jährchen abzudienen.

Ist halt so.

wotan 1
41
13.11.2011, 12:30
Ich war über ein Jahr nicht mehr in der Buchhandlung Reichmann gewesen

und wieder ein tagträumer der jammert aber selber nichts beiträgt!
wenn jeder pseudointellektueller nur alle paar jahre hingeht, wovon soll das beste geschäft leben?

da muss man dem herrn leider sagen dass er selber ein totengräber dieses geschäftes war

traurig aber wahr....

Standardabweichung
00
13.11.2011, 18:21

Ähm, hast Du auch die Sätze vor diesem Satz gelesen?

solo segler
142
13.11.2011, 11:02
Mann, bin ich froh ...

... jetzt einen Ebook-Reader zu haben, denn beim Download erspart man sich wenigstens diese wehleidigen, früher-war-alles-besser-Germanisten und ein-neues-Buch-riecht-soooo-gut-Buchhändler in der geschützten Werkstätte vulgo Buchpreisbindung.

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