Israel und die USA haben Zahlungen gestoppt
Paris - Alarmstimmung bei der UN-Organisation für
Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) in Paris: Ein Notfonds soll
die wichtigsten Programme retten, nachdem die USA wegen der Aufnahme
Palästinas ihre Beitragszahlungen gestoppt haben. Darüber hinaus
warnte UNESCO-Chefin Irina Bokova zum Abschluss der
Generalversammlung am späten Donnerstagabend vor schweren
Einschnitten. Der ölreiche afrikanische Staat Gabun zahlte als erster
eine Spende von zwei Millionen Dollar ein, wie die Organisation am
Freitag weiter mitteilte.
Die USA haben bisher in der UNESCO den höchsten Beitrag gezahlt.
Sie stoppten jedoch ihre Zahlung, nachdem die Organisation die
Palästinenser als 195. Mitglied aufgenommen hatte. In einer Erklärung
der Organisation heißt es: "Das lässt die UNESCO mit einem
unmittelbaren Fehlbetrag von 65 Millionen Dollar bis Ende 2011, sowie
einer weiteren Finanzlücke von 22 Prozent ihres 653 Millionen
Dollar-Budgets für 2012-2013. Israel hat nachgezogen und ebenfalls
seine Beiträge von 1,5 Millionen Dollar für 2012-2013 zurückgehalten
(0,3 Prozent des UNESCO-Budgets)."
Bokova hatte radikale Sparmaßnahmen angekündigt. Mehrere
Publikationen und Konferenzen würden gestrichen und Programme
gekürzt. (APA)