Alternative zu Gorleben

Deutschland sucht das Endlager

11. November 2011, 13:39
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    foto: dpa/kay nietfeld

    Instandhaltungsarbeiten im Erkundungsbergwerk Gorleben

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    Der Status Quo der Castor-Lager in Deutschland

Zwei Wochen vor dem Castor-Transport: Diskussion über die Suche nach einer endgültigen Lagerstätte

Berlin - Ein Zwischenlager für Atommüll gibt es bereits in Gorleben - dorthin führt am 24. November 2011 auch der umstrittene Castor-Transport. Bei der Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Abfall wollen Bund und Länder in Deutschland nun aber Alternativen zum Salzstock Gorleben prüfen.

Das machte Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) nach einem Treffen mit Vertretern der 16 Bundesländer deutlich. Dazu soll rasch ein Endlager-Suchgesetz erarbeitet werden. Wie genau die Prüfung von Alternativen aussehen soll, muss noch in weiteren Beratungen erörtert werden. Röttgen sagte: "Es gibt eine weiße Landkarte, kein Tabu." Es gehe darum, den sichersten Standort für ein Endlager zu finden.

Weitere Schritte sollen von einer Arbeitsgruppe aus acht Ländern und dem Bund geklärt werden, die noch im November beginnen soll. Die Ergebnisse des angestrebten nationalen Endlagerkonsenses sollen bis Sommer 2012 in ein Endlager-Suchgesetz einfließen.

Opposition gegen Gorleben

Seit rund 35 Jahren wird in Deutschland der Salzstock Gorleben in Niedersachsen geprüft, ob sich der Platz als Endlager eignet. In die Erkundung wurden bisher rund 1,6 Milliarden Euro investiert. Doch SPD, Grüne, Linke und Umweltverbände drängen auf Alternativen, weil der Standort zu unsicher sei, um dauerhaft den hoch radioaktiven Müll sicher zu verschließen.

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin etwa sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe), er sei "zutiefst überzeugt, dass Gorleben zu einem sehr frühen Stand des Verfahrens rausfliegen wird". Die Endlager-Frage könne nur "in einem großen, nationalen Konsens" gelöst werden, erklärte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) im Deutschlandradio Kultur. 

Castor-Transport 2011

Der Castor-Transport startet am 24. November in der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague. Zum 13. Mal ist das Zwischenlager in Gorleben Ziel des Atommüll-Transports, der von Gegnern, wie etwas dem Bündnis gegen den Castor 2011, aller Voraussicht nach wieder hartnäckig bekämpft wird. (APA/red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 111
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parapente
00
14.11.2011, 09:20
Der billige Atomstrom!

( - sollte noch dazukommen!)

parapente
00
14.11.2011, 09:19
Ja, ja,

werwolfi
03
12.11.2011, 21:07

Na wenn das so ein durchschlagender Erfolg wird wie die Asse II, Prost Mahlzeit...

Und es wird überall das selbe sein - NIMB (Not In My Backyard!), bei uns auch als “Florianiprinzip“ bekannt und beliebt:
Den (angeblich!) billigen Strom nehmen wir gern, nur der Müll sollte bitte nicht ausgerechnet bei uns eingegraben werden....

Spinn i oda spinnts ihr?
 
00
12.11.2011, 19:36
And the winner iiiiiiiiiiis ......

... Buxtehude !!! Oder doch Brunsbüttel, Paderborn oder Gorleben ...

Nein, im Unernst, warum kriegt nicht jeder Germane ein wutzi-wuzti-wutzi-winzigkleines Stückerl Plutonium und vergräbt dieses dann im Garten.

Bei knapp 82 Mio. Deutschen und 600 Tonnen Plutonium pro Jahr, könnt man auch ein nettes strahlendes Würferl mit Seitenlänge 7,1 mm von einem geschickten Juwelier in Gold fassen lassen und es sich als Talisman um den Hals hängen ...

Auf jeden Fall erspürte man sich so ein Endlager. ;-)

Don schlau on
00
13.11.2011, 12:48
Von mir aus können sie mir ein RTG mit Pu238 anliefern

Ich bezahle nichts! Es ist mal für 40Jahre Zwischengelagert, und ich kann den Strom und die Wärme nutzen. ;-)

Allesodanix
01
12.11.2011, 17:25
Endlager

bedeutet das Ding muss solange halten, bis die dafür Verantwortlichen unter der Erde liegen.
Für viel länger wird´s nicht langen.

Erstversuch
00
14.11.2011, 13:52
Meine Sie so wie eine Brücke oder ein Auto?

BioLex .
00
12.11.2011, 17:09

'Endlager-Suchgesetz' klingt aber jetzt schon ein wenig nach Scherz...

Stephan W.
02
12.11.2011, 16:36

Ich find das toll, wie eine simple kleine Bildunterschrift die Dimension des Problems aufzeigt.

"Instandhaltungsarbeiten im Erkundungsbergwerk Gorleben" - man muss also jetzt schon 'renovieren', bei einem Stollen, der als Endlager Jahrhunderte überstehen soll...

Fritz Meyer
02
12.11.2011, 15:39
Wird das auch vom Bohlen moderiert?

Mit einem strahlenden Lächeln.

Herman Toothrot
01
12.11.2011, 18:11

da würdem die kommentare wenigstens mal passen: "also ich find das alles scheiße, was ihr hier macht ..."

odin63
01
12.11.2011, 15:21
Jetzt braucht man noch ein Gesetz dazu?

Ich glaube mein Schwein pfeift. Seit mehr als 30 Jahren machen die AKW's jede Menge Gewinn und jetzt kommt man schon drauf, dass der Müll entsorgt werden muss. Bezahlt wahrscheinlich von allen Steuerzahlern und Stromkunden. Hoch lebe unsere Politikerelite.

b fel
02
12.11.2011, 13:01

Warum machen die das nicht einfach wie die Franzosen?

Nach Russland zur "Wiederaufbereitung" schicken und die stellen das dann einfach irgendwo hin und decken es mit einer Plane verantwortungsvoll ab, fertig.

Aracni Santini
13
12.11.2011, 12:27
VERGESSEN

Das Problem an unterirdischen Lagern ist, dass sie mit der Zeit vergessen und nicht gewartet werden. Der Müll soll schön bei den AKWs bleiben und das Handling auch von ihnen bezahlt werden.

Fairy Tail
01
12.11.2011, 12:14

Das Zeug soll mal schön da bleiben, wo es produziert wurde, liebe BaWüler, Bayern etc. "Aber das können wir unserer schönen Oberrhein und Voralpenlandschaft doch nicht ant…" Leckt mich!

chezgarando
00
12.11.2011, 12:11
einfach den strache fragen

ob er gern im garten ein endlageRRR hätte

vielleicht fällt er ja drauf rein :]

another_stranger_me
00
12.11.2011, 11:29

na endlich, ist ja auch erst 5 vor 12

dass die spd und die grünen sich aufregen, find ich echt witzig - immerhin ist unter deren regierungszeit die suche nach einem alternativen standort praktisch zum erliegen gekommen (so nach dem prinzip: wir sind uns sicher, dass wir gorleben nicht wollen, haben aber sonst keinen plan)

Aracni Santini
22
12.11.2011, 11:24
Ich habe Achtung vor den Leuten, die sich für eine saubere Umwelt einsetzen, die uns Fisch als Nahrungsmittel erhalten

http://www.dradio.de/dkultur/s... t/1438750/

Physiker, die weiterhin an AKWs festhalten, die sind menschlich einfach eine Katastrophe, denn die sind sich voll bewusst, dass sich Atommüll nicht aufbereiten lässt, dass AKWs ständig radioaktive Stoffe freisetzen und unmengen verstrahlten Dreck hinterlassen bei deren Stillegung...

Don schlau on
20
12.11.2011, 19:09
Das ein Kohlekraftwerk genauso Radioaktivität freisetzt

wird verschwiegen. Besonders Uran und Radium.

nix fir unguad
11
12.11.2011, 17:03
Und manche Leute sind einfach irr

Da hilft kein Doktor und es ist auch noch kein Kraut dagegen gewachsen.

c.sperl
03
12.11.2011, 11:24

Deutschland sucht den Supergau

Aracni Santini
02
12.11.2011, 11:12
Schön dass die Fässer im Atlantik undicht geworden sind

Atommüll von mehreren Ländern über die Jahre... Viel Spass beim Fische essen : Pazifik - verseucht, Atlantik - verseucht, Ostsee - noch immer von Tschernobyl belastet, irgendwo haben noch die Russen Reaktoren von Atom-U-Booten versenkt...

http://www.focus.de/politik/d... 80302.html

http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=3962

F. Ritzl
31
12.11.2011, 06:30

warum führen's das Zeug nicht einfach in eine beliebige afrikanische Wüste, graben ein tiefes Loch und hauen's rein. Dann noch ein paar Soldaten, damit's keiner mehr ausgräbt, ein paar Millionen an den hiesigen Staat für die Umstände und alle sind zufrieden.

A ndreas Bogeschdorfer
01
12.11.2011, 14:24
Pseudolustig, zynisch oder einfach nur dämlich?

Wir bitten um Antwort.

F. Ritzl
11
12.11.2011, 16:34

unabhängig vom leichten Zynismus bzgl. der Entschädigung - wen würd's in der Wüste wirklich stören?

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