Ausblick

GNOME3: Neue Designs zeigen weitere Zukunft des Desktop

Andreas Proschofsky, 12. November 2011, 10:09
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    grafik: gnome

    Ein aktueller Entwurf für die GNOME Photos Anwendungen...

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    ...ähnelt der App zur Musikverwaltung stark. Ziel ist es einen konsistenten Look für GNOME3-Programme zu entwickeln.

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    grafik: gnome

    Eine Sonderstellung hat "Boxes", ist dieses doch bereits in Entwicklung und soll schon mit GNOME 3.4 kommen.

Projekt will "Kernanwendungen" mit einheitlichem Look schaffen - Von "Music" über "Photos" bis zu "Boxes" und "Mail"

Hatte man sich beim GNOME-Projekt in den letzten Jahren vor allem der Schaffung einer neuen User Experience in Form der GNOME Shell verschrieben, will man sich in der näheren Zukunft wieder anderen Bereichen zuwenden. Nachdem die Shell selbst mittlerweile weitgehend dort ist, wo man sie haben wollte, soll nun die Schaffung von für GNOME3 optimierten Anwendungen im Vordergrund stehen, erläuterte GNOME-Designer Jon McCann schon Anfang August in einem Interview gegenüber dem WebStandard.

Kernanwendungen

Konkret geht es dabei um die Schaffung von möglichst einfach zu nutzenden "Kernanwendungen", wie sie jeder aktuelle Desktop von Haus aus mitliefern sollte, so die Idee. Was man damit konkret meint, verdeutlicht ein Blick auf das Wiki des GNOME-Projekts. Dort versammelt man mittlerweile eine Fülle von Designs in unterschiedlichen Stadien, manche noch eher als rohe Ideen, während andere schon recht weit gediehen sind, und nur ihrer Implementierung harren.

Musik und Co.

Zu den am weitesten fortgeschrittenen Entwürfen gehören etwa jene für Musik, Fotos und Videos, alle in einem recht konsistenten Design gehalten. Dabei fällt auf, dass die Anwendungen - wie schon bei dem bereits in GNOME 3.2 enthaltenen GNOME Documents - online und lokal abgespeicherte Inhalte zusammenführen sollen. Auch verzichtet man durchgehend auf eine Menüzeile, die wirklich relevanten Einträge sollen künftig über das bisher brachliegende App-Icon im Top-Panel der GNOME-Shell erreichbar sein. Dieser Ansatz ermöglicht auch eine weitere anvisierte Neuerung: Maximierte Fenster sollen in späteren Versionen von GNOME ohne Fensterrahmen angezeigt werden, um den Platz für die eigentlichen Inhalten weiter zu optimieren.

Designs

Weitere Anwendungen, die man sich in Zukunft vornehmen will, sind Mail - also einfacher Ersatz oder auch ein neues Interface für den bisher genutzten Evolution - und ein schlanker Web-Browser. Auch an kleinere Tools wie Karten-, Kalender- und Wetteranwendungen denkt man. Eine Sonderstellung nimmt "Boxes" ein, ist die neue Anwendung zum Zugriff auf virtuelle Maschinen und Remote Desktops doch die einzige der bisher genannten, die auch tatsächlich schon in Entwicklung ist. Alle anderen will man sich nach und nach vornehmen bzw. hofft dabei auf die Unterstützung der Community, um die Umsetzung zu beschleunigen. An den jeweiligen EntwicklerInnen sollen dann auch die Implementationsdetails liegen, also etwa die Klärung der Frage, ob die Musik-Anwendung ganz neu geschrieben werden soll oder ob man hier einfach dem bisher schon vorhandenen Rhythmbox ein neues Interface verpasst.

Feinschliff

Parallel dazu arbeitet das GNOME Design-Team derzeit noch an einigen anderen Aufgaben, wie ein Blog-Eintrag von Allan Day verdeutlicht. So soll es ein neues Interface für das GNOME-Wörterbuch geben, auch eine "GNOME Credentials"-Anwendung, die verschiedene Formen der Autorisierung - vom Google-Account bis zum PGP-Schlüssel - zusammenführt, ist angedacht. Selbst den Umgang mit Programmfehlern will man künftig vereinheitlichen. Darüber hinaus werden derzeit die Netzwerkeinstellungen von GNOME3 noch einmal grundlegend überarbeitet, auch die eigene Schriftart Cantarell bekommt laufend Feinschliff - und einen erweiterten Zeichensatz. (, derStandard.at, 12.11.11)

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Posting 1 bis 25 von 61
1 2
NONE
42
12.11.2011, 22:28

Seit etwa 2005 verwende ich Linux.

Meine Begeisterung im Laufe der Zeit ist mehr und mehr verschwunden. Es wird niemals ein "Year of the desktop linux" geben. Jede Distribution kocht ihre eigene Suppe und bedient ihren 0.00001% Markt.

Die Entwicklung schaut so aus: Beispiel KDE 3, aber es passt ÜBERALL. KDE 3 ist recht stabil, und auf einmal wird den Entwicklern langweilig. Und so brauchen sie was neues damit ihnen nicht fad wird. Da gab es dann viel Hype rund um KDE 4, letzten Endes 95% Propaganda. Irgendwann wird KDE 4 dann gut, dann wird es aber wieder langweilig und die Entwickler brauchen etwas neues.

Bei Gnome genau das selbe.

Ich kann keine Worte für solche "Entwickler" finden, aber sie vertreiben alte Benutzer wie mich zu 100%.

Georg-99
00
17.11.2011, 19:11

XFCE kann ich nur empfehlen, da ändert sich nicht viel außer das an der Stabilität gearbeitet wird, vom Bedienungskonzept bleibt da alles gleich und ich denke das wird sich auch in Zukunft nicht ändern, ich halte auch nicht viel von ständiger Abstraktion ...

Bastian Balthasar Bux
03
15.11.2011, 13:18

Besser als wenn sie einen Kernel von 1993 bis ins Jahr 2011 mitgezogen hätten. (sic!)

Software Architektur und Entwicklung MUSS einem stetigen Wandel unterlegen sein, da sich die Hardware ändert, die Anforderungen der Nutzer und auch neue Entwicklungsparadigmen entwickelt werden.
Wer das nicht verstanden hat soll halt bei seinem NT 3.1 bleiben und glücklich sein.

mukl
00
13.11.2011, 14:44

zu jedem desktop thema kommt so ein posting von dir. ich glaub, ich versteh schon deinen ärger. da werden einfach funktionierende dinge kaputt entwickelt.

allerdings würde mich einmal interessieren, was die alternativen sind? was hätte KDE bzw. die entwickler denn machen sollen?

und das schöne an OSS ist doch, dass es so viele alternativen gibt.

zu KDE und gnome: ich bin begeistert, wie früh die beiden systeme auf mobile plattformen reagiert haben. das war nämlich einer der hauptgründe, warum so viel über den haufen geworfen wurde. vor allem KDE aber auch gnome sind ja schließlich nicht nur der desktop sondern stellen auch funktionen für PIM und was weiß ich noch alles bereit.

flexible
03
13.11.2011, 10:15

die kde entwickler stellen derzeit bereits wieder den desktop um.. im hintergrund wird kwin in richtung wayland geschoben.. die plasmashell in richtung qtquick qml opengles.. und genau wie bei der umstellung auf kde4 sind das der zeit entsprechende vorhaben die auf jedenfall gemacht werden sollten um nicht auf der stelle stehen zu bleiben..

und der user merkt davon... gar nichts diesmal..

genau wie bei gnome3 ist das neue konzept dem alten überlegen und wurde mit dem weitblick in die zukunft entworfen um eben solche dramatischen umstellungen nicht gleich wieder machen zu müssen..

die entwickler leisten hervorragende arbeit.. das sind die einzigen worte die mir dazu einfallen...

Mode Biller
02
13.11.2011, 10:05
Mein Beileid...

Wenn das früher eh alles so super war, gibt es einfaches Rezept: Update nicht. Es weinen ja auch viele viele Windows-Benutzer ihrem XP her. Und zu XP-Zeiten ihrem Windows 98.

Bastian Balthasar Bux
00
15.11.2011, 13:22

also ich kenn gott sei dank niemanden der jemals win 98, oder win 98 SE hinterhergeheult hätte.
und von win me redet sowieso jeder nur von 'du weisst schon welchem OS' ... ;)

/dev/stderr
01
13.11.2011, 02:54

Ich bitte Sie, mit der Argumentation dürfte es ja überhaupt keine Updates von irgendeinem Hersteller zu irgendeiner Software geben…
Anforderungen ändern sich, Tools ändern sich, Ansichtsweisen ändern sich, das ist der Lauf der Dinge…
Zum Glück, sonst wäre das nichts mit der Innovation…

Mynnia
02
13.11.2011, 02:39

Na dann bleibens halt einfach bei KDE3, wird ja auch noch als 'trinity' weiterentwickelt.

fat albert1
24
12.11.2011, 20:15

Sowohl Gnome 3 als auch Unity sind einfach nur schrecklich. KDE find ich jetzt auch nicht so gelungen.
Was ich nicht verstehe, wieso immer an den unwichtigsten Dingen geschraubt wird. Das Betriebssystem sollte eine sich im Hintergrund haltende stabile Basis für Applikationen sein und nicht Selbstzweck.Die letzte Bastion ist XFCE, hoffentlich bleiben die wenigsten ihrer Linie treu.

Georg-99
00
17.11.2011, 19:07

Kann dich gut verstehen und weiß genau was du meinst, verwende auch schon seit Jahren xfce, kein anderer Desktop hat so flexible Einstellungsmöglichkeiten für die Arbeitsleiste(n) wie xfce, und auch einige andere Sachen an die ich mich längst gewöhnt habe gibts woanders nicht. Und ich war auch kurz gezwungen mich mit anderen Desktops auseinanderzusetzen, da hab ich Gnome, KDE und LXDE ausprobiert, und am Schluß hab ich dann auf mein xfce bestanden und zum Glück auch bekommen, sonst wäre ich noch verzweifelt...

flexible
03
13.11.2011, 10:19

ich verwende kde doch nicht damit ich davon nichts merk.. was ist das für eine logik..

je besser ich mir die plasma shell einstellen kann und umso mehr "unwichtige" dinge sie implementieren umso effizienter kann mein workflow am ende sein.. kde ist von beginn an linientreu.. maximale usability und anpassbarkeit standen doch immerschon im vordergrund.. dafür wird er auch zurecht gelobt (und mMn zu unrecht als "bloated" bezeichnet)

mauna kea
00
12.11.2011, 23:55

meinen sie jetzt das betriebssystem, oder den desktop? ansonsten kann ich nur immer wieder betonieren: leute, verwendet keinen desktop, sondern so einen netten kleinen windowmanager wie z.b. fluxbox. wer auf effekte steht hat wahrscheinlich mit compiz seine freude. auf laptops kann ich auch tastaturorientierte windowmanager wie z.b. den ion3 wärmstens empfehlen! spart viel ärger und zeit, wenn man von einer anfänglichen um- bzw. abgewöhnungsphase mal absieht.

DThl
00
13.11.2011, 10:13
ratpoison

Mein Favorit:

ratpoison
http://www.nongnu.org/ratpoison/

;)

mauna kea
00
14.11.2011, 20:10

sie haben wohl vor nichts angst ;)

minor differences part 4
10
12.11.2011, 20:45

Was genau ist an Gnome3 eine nichtstabile Basis? Oder schreibst du von persönlichen Vorlieben?

Stoppt den ZENSURWAHN der Politiker - JETZT
01
12.11.2011, 15:37
gnome3

ist für tablets ok.
für laptops oder sogar netbooks ist gnome 3 keine alternative.

Schade, dass bei xfce noch so viel fehlt, was in gnome das leben schöner gemacht hat...

gez69
 
03
12.11.2011, 17:36

Was fehlt die bei XFCE? Habe GNOME3 für einen "normalen" Bürorechner kurz getestet und fand es unbrauchbar.

DThl
00
13.11.2011, 10:18

An XFCE fehlt:

a) Nautilus, der Thunar ist gut, aber der Gnome2 Nautilus ist besser im Netzwerken

b) ein Name, den man aussprechen kann (oder nur dessen Abkürzung man sich merken kann)

Dennoch: bis auf weiteres verwende ich den xefcexfe, oder wie der heißt (ratpoison ist mir gar zu rein)

Georg-99
00
17.11.2011, 19:00

den Nautilus kannst auch unter xfce verwenden, ich hoffe das ist dir eh klar, und wenn dann bis auf den Namen nichts übrigbleibt, na dann...

DThl
00
17.11.2011, 20:18

Nautilus lässt sich nachinstallieren, braucht aber unter xfce noch etwas Feinarbeit. Z.B. muss man ihn mit einem Paramter aufrufen (den ich gerade vergessen hab), damit er nicht den gesamten Desktop übernimmt, da wird er dann etwas hässlich. Inzwischen habe ich mit Thunar zu leben gelernt. Ein weiterer Nachteil von xfce ist, dass er von canonical keine (offiziellen) Updates erhält. Aber was soll's ...

Georg-99
00
18.11.2011, 01:03

Ach ja, ich kann mich erinnern, das hab ich auch mal probiert, und auf einmal ändert sich der Desktop, das ist einfach unzumutbar. Und was meinst du mit keinen Updates? Ich dachte die üblichen Sicherheitsupdates bekommt jedes Paket aus dem Ubuntu Repository.

DThl
00
18.11.2011, 19:06

Die Updates für Firefox, Thunderbird, Libreoffice u.s.w sind in "Main" (von Canonical unterstützt). Aber xfce, Thunar, etc... , in "Universe" (von der Ubuntu Comunity, nicht von Canonical unterstützte Programme). Unter Synaptic erkennt man das sofort daran, ob neben dem Programm ein Ubuntu-Logo steht oder nicht. Im Ubuntu-Software Center ist der Unterschied nicht so klar zu sehen.

F. Ritzl
00
13.11.2011, 08:30

hab's grad auf einer vm zum Testen aufgesetzt - bis jetzt find' ich auch nix, was mir fehlt ...

[[Object alloc] init];
 
00
12.11.2011, 12:28
WOW!

Bin gespannt wanns erste Tablets mit Gnome 3 gibt :)

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