Fernost-Börsen schließen mit Kursgewinnen

11. November 2011, 12:24
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Wien - Nach starken Kursverlusten am Vortag haben die Leitbörsen in Fernost die Sitzung am Freitag wieder mit Zuschlägen beendet. Der Nikkei-225 Index in Tokio legte leicht um 13,67 Zähler oder 0,16 Prozent auf 8.514,47 Punkte zu. Der Shanghai Composite legte ebenfalls minimal um 0,06 Prozent oder 1,55 Zähler auf 2.481,08 Punkte zu. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 173,28 Zähler (plus 0,91 Prozent) auf 19.137,17 Einheiten.

Im grünen Bereich gingen auch die Aktienbörsen in Singapur und Sydney ins Wochenende. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.790,94 Zählern und einem Plus von 4,04 Punkten oder 0,14 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 51,3 Zähler oder 1,19 Prozent auf 4.358,60 Einheiten.

Auch an den asiatischen Börsenparketts bleibt die europäische Schuldenkrise im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die jüngsten Meldungen aus Italien sorgten bereits an der Wall Street für eine Erholung und konnten nach den massiven Kursverlusten vom Vortag auch die Stimmung an den Märkten in Fernost etwas aufhellen. Insbesondere die Entspannung am italienischen Anleihenmarkt und die Aussicht auf eine neue Regierung unter dem früheren EU-Kommissar Mario Monti hätten die Investoren etwas beruhigt, hieß es.

In Tokio sprachen Händler indessen von schwachen Unternehmenszahlen. Belastungsfaktoren wären hier insbesondere der starke Yen sowie die Flutkatastrohe in Thailand gewesen, hieß es. Unter den größten Verlierern des Nikkei-225 Index fanden sich erneut Olympus. Die Titel gaben um 4,96 Prozent auf 460 Yen nach, nachdem sie am Vortag bereits um etwa 17 Prozent eingebrochen waren. Dem Kamerahersteller droht die Streichung von der Börse, nachdem er angekündigt hatte, seine Quartalsbilanz nicht wie geplant bis 14. November vorlegen zu können. Als neue Frist wurde der 14. Dezember genannt.

Auch der Papierhersteller Daio hatte mitgeteilt, er werde es wahrscheinlich nicht schaffen, wie geplant am 14. November seine Quartalsbilanz vorzulegen. Die Anteilsscheine stürzten um 18,76 Prozent auf 433 Yen ab.

Im Hang Seng Index zeigten sich indessen vor dem Hintergrund steigender Öl- und Kupferpreise Rohstoffwerte gut gesucht. So legten China Petroleum & Chemical Corp um 3,24 Prozent auf 8,29 Hongkong-Dollar zu, Cnooc zogen um 3,23 Prozent auf 15,36 Hongkong-Dollar an und China Resources Power gewannen 3,05 Prozent auf 14,88 Hongkong-Dollar.

Auch die am Donnerstag deutlich unter Druck geratenen Finanzwerte in Hongkong konnten sich zum Wochenausklang etwas erholen. Titel von Industrial & Commercial Bank of China konnten einen Kursgewinn von 2,11 Prozent auf 4,85 Hongkong-Dollar verzeichnen, nachdem diese am Vortag noch über acht Prozent eingebüßt hatten. Bank of Communications zogen um 2,91 Prozent auf 5,65 Hongkong-Dollar an. (APA)

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