Nach Mord an Pensionistin: Warten auf DNA-Auswertung

12. November 2011, 14:44
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Ergebnisse nächste Woche erwartet - Summe soll kleiner sein als bisher genannt

Wien - Nach dem Mord an einer 85-Jährigen in Wien-Leopoldstadt konzentrierten sich die Ermittler auf die Auswertung der gefundenen DNA-Spuren und auf die Einvernahmen der Verwandten. Die Ergebnisse sollen Mitte nächster Woche vorliegen. Die Tote wurde am Dienstagabend von ihrem 55-jährigen Sohn gefunden. Konkrete Hinweise zum Täter gibt es nicht. Die alte Dame dürfte ein kleineres Vermögen in ihrer Wohnung versteckt haben. Dem Vernehmen nach war die Summe aber deutlich niedriger als die in den vergangenen Tagen kolportierten 700.000 Euro. Der "Kurier" nannte in seiner Samstagsausgabe rund 300.000 Euro, welche die Dame in ihrer Wohnung versteckt hatte. Die offizielle Spracheregelung lautete am Samstag weiterhin: Es war eine größere Summe.

Bis zum Vorliegen der DNA-Ergebnisse werden weiterhin Ermittlungen im Umfeld des Opfers und des Tatortes durchgeführt. Der Bruder und der Neffe der Frau, die in den Bundesländern leben, werden von den Beamten in den Ländern einvernommen. Das soll voraussichtlich Anfang kommender Woche passieren.

Sohne entdeckte die Tote

Die Leiche der Pensionistin ist am Dienstag gegen 19.00 Uhr gefunden worden. Der ein Stockwerk über der 85-Jährigen wohnende Sohn hatte sich in der Früh von seiner Mutter verabschiedet und war dann zu seinem Arbeitsplatz gefahren. Am Abend wollte der Akademiker bei der betagten Frau nach dem Rechten sehen. Im Wohnzimmer entdeckte er die am Boden liegende Tote und verständigte die Rettung.

Die Tote wies massive Verletzungen an Armen, Oberkörper und Kopf auf. Sie dürfte mit ihren eigenen Krücken erschlagen worden sein. Außerdem fügte ihr der Peiniger zahlreiche Stichwunden zu, tödlich war schlussendlich ein Stich in den Hals.

Der Todeszeitpunkt dürfte zwischen 9.00 und 12.00 Uhr gelegen sein. Eine genauere Eingrenzung des Tatzeitraumes war nicht zuletzt wegen der hohen Raumtemperatur in der Wohnung schwierig. Als die Rettung eintraf, war bereits die Leichenstarre eingetreten. Die Mordwaffe dürfte ein aus der Küche der alten Dame fehlendes Messer sein, auch die Krücken der Frau sind verschwunden. Außerdem fehlten die Handtasche, das Schnurlostelefon und das Handy der Toten. (APA)

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