Betreiber der Gaming-Plattform bestätigt Angriff
Vergangene Woche kursierte die Nachricht über einen Angriff auf die Online-Gamingplattform Steam im Internet. Steam-Betreiber Valve hat dies nun offiziell bestätigt: "Unsere Steam Foren wurden am Sonntag, den 6. November, angegriffen", schreibt Valve-Chef Gabe Newell. Dabei wurde auf vertrauliche Daten wie Passwörter und verschlüsselte Krediktkarten-Informationen zugegriffen. Wie viele der derzeit 35 Millionen Nutzer betroffen sind, ist noch unklar.
Gesamte Steam-Datenbank
Im Steam Forum hat Newell ein Statement gepostet, das ein weit verhängnisvolleres Ausmaß des Hacks vermuten lässt. Die Angreifer verschafften sich Zugang auf die gesamte Steam-Datenbank, darunter User-Namen, Passwörter, E-Mail-Adressen, Kreditkonto-Informationen und Rechnungsadressen. Das Unternehmen rät Nutzern, ihren Kontostand im Auge zu behalten und unbedingt beim nächsten Login das Passwort zu ändern.
Neues Passwort
Nicht betroffen seien Passwörter für die Steam-Konten, da sie separat gespeichert werden. Wer aber für Steam und das Forum das selbe Passwort nutzt, sollte auch hier auf Nummer sicher gehen und ein neues wählen. Newell entschuldigte sich bei der Community für den Vorfall. Man bemühe sich um eine baldige Öffnung der Steam Foren.
Kostenlose Online-Gamingplattform
Steam ist eine kostenlose Online-Vertriebsplattform für Computerspiele des US-amerikanischen Softwareproduzenten Valve. Nutzer können hier Games kaufen, herunterladen und sofort mit dem Spielen starten. Seit Mai 2010 wurde Steam auch für Mac-Anwender zur Verfügung gestellt.
Steam bietet derzeit rund 1500 Spiele an, darunter zahlreiche
populäre Titel wie das jüngst gestartete "Call of Duty: Modern
Warfare 3", "L.A. Noire" oder "Sonic Generations". Einige Spiele sind
sogar an die Plattform gebunden. (red/APA)