Staatsbürgerschaft: Einbürgerungen gestiegen

11. November 2011, 10:32

Leichtes Plus in ersten drei Quartalen 2011

Wien - Die Einbürgerungen sind gestiegen: In den ersten neun Monaten des heurigen Jahres erhielten 4.935 Ausländer die österreichische Staatsbürgerschaft. Das war laut Statistik Austria ein Plus von 14,5 Prozent (625 Einbürgerungen mehr) als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Etwas über ein Drittel der Neo-Österreicher (35 Prozent) ist bereits hier geboren.

Der Anstieg bei den Einbürgerungen ist auf das erste Halbjahr 2011 zurückzuführen. Im dritten Quartal 2011 gab es um zwei Prozent weniger Einbürgerungen als von Juli bis September 2010.

Nach Bundesländern erfolgten nur im Burgenland, in Kärnten und der Steiermark in den ersten drei Quartalen 2011 weniger Einbürgerungen als im selben Zeitraum des Vorjahres. Das Burgenland verzeichnete ein Minus von 85 auf 56 Einbürgerungen (-34,1 Prozent), in Kärnten sank die Zahl von 358 auf 257 (-28,2 Prozent) und in der Steiermark von 328 auf 298 (-9,1 Prozent).

Das größte Plus gab es in Niederösterreich, hier stiegen die Einbürgerungen von 551 auf 812 (+47,4 Prozent). Wien verzeichnete eine Zunahme von 26,8 Prozent (absolut von 1.224 auf 1.552). In Tirol betrug der Anstieg 23,3 Prozent (von 391 auf 482), in Oberösterreich 10 Prozent (von 701 auf 771) und in Vorarlberg 9,5 Prozent (von 283 auf 310). Auch in Salzburg gab es mit 362 eingebürgerten Personen ein leichtes Plus (1,1 Prozent oder vier Personen).

Nach bisheriger Staatsbürgerschaft betrachtet, verteilen sich unter 111 Nationen und einem kleinen Anteil Staatenloser rund 70 Prozent auf lediglich zehn Herkunftsländer. Spitzenreiter ist Bosnien und Herzegowina (867 Personen oder 17,6 Prozent), es folgen die Türkei (831 bzw. 16,8 Prozent) und Serbien (410 bzw. 8,3 Prozent).

Neben 4.900 Personen mit Wohnsitz in Österreich erhielten auch 35 Personen mit Wohnsitz im Ausland die österreichische Staatsbürgerschaft.(APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 51
1 2
van.der.stiege
11
15.11.2011, 16:27
wie ist das möglich?

wenn die regeln fuer die staatsbuergerschaft doch so 'hart, unmenschlich und so gut wie unerfuellbar' (zumindest laut gruenen und diversen ngos) sind??

net-diver
 
00
17.11.2011, 12:24
Es...

... waren 2001 noch 32.080 Einbürgerungen zu 4.935 im Jahre 2011 bis Oktober.

Wo liegt ihr Problem?

Bis 2003, also dem Ende der schwarz-blauen Schüssel 1 Regierung stiegen die Zahlen auf bis zu 45.112, danach sind die Werte radikal gesunken. 2010 waren es noch 6.190 und heuer werden es eben noch weniger.

Hellcat
01
13.11.2011, 11:25

Im Vergleich zur schwarz-blauen Ära sind die Einbürgerungszahlen immer noch sehr niedrig.
Dadurch bilden sich die unangenehmen Begleiterscheinungen der österreichischen Asyl- und Zuwanderungspolitik immer schärfer in den Arbeitslosenstatistiken, Sozialhilfestatistiken und Kriminalitätsstatistiken ab.

Señor Mascarenas
42
13.11.2011, 01:14
Und weil die Pensionen auf dem Pyramidensystem beruhen,

wird eine kräftige Zuwanderung immer notwendig sein.

ND1
01
15.11.2011, 13:21
Ist das das grüne Pyramidensystem?

um zukünftige Pensionen zu sichern sollte man gleich beginnen das Sozialsystem durch kräftige Zuwanderung zu belasten. Durch diese Mehrentnahmen und Mindereinnahmen erfolgt die Sicherstellung der Pensionen in der Zukunft.

Ich gratuliere!

Ernst Kratochwil
02
13.11.2011, 22:51
Nein, überhaupt nicht.

Die Pensionen werden nämlich nicht dadurch gesichert, dass sehr viele Menschen im Land leben, sondern dadurch, dass viel produziert wird.

Derzeit hat Österreich und ganz Europa eine hohe Arbeitslosigkeit und alles weist darauf hin, dass das auch lange so bleiben wird.
Wenn in dieser Situation noch zusätzlich Arbeitskräfte einwandern für die es keine Arbeit gibt erleichtert das nicht nur nicht die Finanzierung der Pensionen sondern es erschwert diese.

Weil neben den Pensionisten noch zusätzlich die arbeitslosen Einwanderer erhalten werden müssen.

Mr. Creosote
 
16
13.11.2011, 11:11

Genau, einfach ein paar Millionen rumänische Roma und Sinti ins Land holen und das Asylwesen nach grünen Maßstäben praktizieren, und schon ist der österreichische Wohlfahrtsstaat gesichert.

Sven Dirks
64
12.11.2011, 20:43
Ich überleg mir das nochmal

Als Zuagraster der hier sein Geld verdient und fleißig Steuern und Sozialbeiträge zahlt, überleg ich mir das mit der Staatsbürgerschaft lieber nochmal. Wenn dieser hoch gebildete, kluge, menschenfreundliche und bescheidene Zahntechniker mit seinen super-ehrlichen, super-sauberen Genossen 2013 Macht gewinnt, geht es windigen Einwanderern wie mir sicher an den Kragen.

Es ist schon ein starkes Stück wenn jemand fertig ausgebildet, erfahren und hoch qualifiziert einfach so mir nichts Dir nichts nach Österreich kommt, sofort einem armen Ösi einen guten Job wegschnappt, und nicht mal katholisch ist. Pfui Deibel!

Kunibert Polgar
17
13.11.2011, 10:28
na ja

jedes land freut sich über gut ausgebildete zuwanderer.
in österreich sind dies allerdings nur knapp 10%. der rest kann weder mit unserer sprache bzw unserer kultur etwas anfangen noch ist er in der regel gut ausgebildet.
es stellt sich die frage ob man bei einwanderern überhaupt unterscheiden soll zwischen gut (aus)gebildet oder nicht. sollte nicht der beweggrund gerade in dieses land einwandern zu wollen ein wesentliches kriterium sein. ein echter beweggrund erleichtert mesit auch die integration, egal woher man kommt, oder wie gut man ausgebildet ist!

Erwin Wolfram
21
13.11.2011, 14:31
...

komisch, dass die "nicht gut ausgebildeten" das dreifache einbringen... muss irgendwie daran liegen, dass die naziproblematik in der buchhaltung noch immer present ist, anders kann man sich die erfolge im menschenhandel der regierung nicht erklaeren...

chinaman_a1
01
14.11.2011, 12:47
das dreifache von was?

Arbeitslosigkeit?
Geringere Bildung?
Anzahl der Mitversicherten?

Bitte Zahlen, mir sind andere (sogar im Standard publizierte) in Erinnerung... wenn wir über die selbe
Bevölkerungsgruppe sprechen

Erwin Wolfram
02
12.11.2011, 09:29
...

... und ich dachte schon es handelt sich um eine reine geldfrage, oder doch...

V995
22
11.11.2011, 20:34
part of the game

CrangerMan
37
11.11.2011, 19:11

Ich sehe in Einbürgerungen kein Problem. Wenn jemand schon sehr lange seinen Lebensmittelpunkt hier hat, wieso soll er dann die Staatsbürgerschaft nicht erhalten?

Nennt mich Loretta
29
12.11.2011, 22:09
Sofern er...

...unbescholten ist, die lokalen Grundwerte verinnerlicht hat (Demokratie, Trennung Staat-Religion, Gleichberechtigung, etc.), auch an sonsten gut integriert ist (sich selbst erhalten kann, ausgezeichnet Deutsch spricht, etc) und mit der Staatsbürgerschaft nicht nur ein paar angenehme Goodies verbindet, während sein "nationaler Stolz" einer anderen Nation gilt, seh ich auch kein Problem in einer Einbürgerung. ;-)

CrangerMan
00
13.11.2011, 19:44

Wenn Sie glauben, die Trennung von Staat und Religion wäre überparteilicher Konsens, dann irren Sie gewaltig. Beste Beispiele finden Sie vor allem in der ÖVP, der Christenpartei oder bei Ewald Stadler. Ist ja auch OK, es gilt Meinungsfreiheit.

Nennt mich Loretta
01
14.11.2011, 00:05
Nur weil es in Österreich bereits Vollpfosten gibt, ist dass keine Grund weitere Vollpfosten zu importieren.

..Zumal der Fundamentalismus des Islams wohl kaum mit ein paar christlichen Spinnern verglichen werden kann.

Archi
33
13.11.2011, 12:13
wenn wir ihre maßstäbe an alle anlegen, die bereits die staatsbürgerschaft haben,

müssten 90 % der österreicher die staatsbürgerschaft wieder aberkannt werden!

wie kommen sie auf die absurde idee, jeder österreicher hätte die von ihnen propagierten "lokalen grundwerte" verinnerlicht?!?!?!? und das mit dem ausgezeichnet deutsch sprechen ist auch so eine sache...

Nennt mich Loretta
02
13.11.2011, 23:58
1) Den unterschied zwischen "nicht einbürgern" und "ausbürgern" verstehen Sie?

2)Wo habe ich behauptet, dass jeder Österreicher die lokalen Grundwerte verinnerlicht hat? Zur Verdeutlichung: Ich behaupte auch nicht, dass es keine österreichischen Mörder und Vergewaltiger gibt. Dennoch kann man wohl verlangen, dass keine zusätzlichen Mörder und Vergewaltiger eingebürgert werden.

3)Sie vergleichen hoffentlich nicht ernsthaft lokale Dialekte einer Sprache mit dem Unvermögen vieler Migranten im Alltag mit der lokalen Amtssprache zu kommunizieren.

chezgarando
72
13.11.2011, 02:00
naja...ausgezeichnet deutsch

dann müssten 90% der ösis auswandern :]

Nennt mich Loretta
02
13.11.2011, 23:53
so als Denkanstoß...

http://de.wikipedia.org/wiki/Dialekt

Sie vergleichen ernsthaft einen lokalen Dialekt mit dem Unvermögen sich im Alltag mit der lokalen Amtssprache zu verständigen?

chezgarando
30
14.11.2011, 23:21
ich rede nicht vom dialekt

sondern davon dass 90% der österreicher deutsch sprechen, aber sicher nicht ausgezeichnet deutsch

da werden zuviele grammatikfehler eingebaut, zuviele wörter falsch verwendet und verdreht

dass ich in vorarlberg keinen menschen mehr verstehe ist eine andere sache...aber gut dass sies erwähnen *g*

und dieses normale-mittelmäßige deutsch sprechen eh die meisten...ihnen fallen eben nur die auf dies nicht können, und dadurch haben sie den eindruck dass die alle nicht deutsch können
das ist typisch menschlich...so arbeitet unser gehirn nunmal...der faktenlage entspricht es aber nicht

Nennt mich Loretta
02
15.11.2011, 08:58
Wohl eher ist es menschlich, die Augen zu verschließen und Probleme schönzureden.

Kinder, deren Eltern nicht darauf achten, dass sie mit Schuleintritt die Unterrichtssprache verstehen, sind ein Problem.

Eltern, die ihre Volksschulkinder als Dolmetscher bei Amtswegen benötigen - und das nach Jahren, Jahrzehnten des Aufenthalts sind ein Problem.

Ich hoffe, ich muss Sie nicht darauf aufmerksam machen, wie unsinnig ihr Vergleich ist.

chezgarando
20
15.11.2011, 17:06
man muss überhaupt keine probleme schönreden

aber es ist zutiefst verachtenswert diese probleme zu benutzen um einer ganzen bevölkerungsgruppe ein schlechtes image zu verpassen, vorurteile zu schüren, hass zu ernten
und alles nur um wählerstimmen zu erhaschen

Nennt mich Loretta
03
15.11.2011, 23:33
Erst durch jahrzehntelange Schönrederei wurde Populisten der Weg geebnet, mit diesem Thema "groß" zu werden.

Wenn nahezu jeder Mensch, der besagtes Problem beim Namen nennt und konkrete Maßnahmen fordert, sofort dem rechtextremen Eck zugesprochen wird, braucht man sich über die Entwicklungen der letzten Jahre nicht wundern.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 51
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.