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Während hierzulande wie in anderen Ländern und Sprachen Apples virtuelle Assistentin Siri mit einer Frauenstimme zu ihren Usern spricht, säuselt in der britischen Version eine Männerstimme wie das Wetter wird oder ob man am nächsten Tag Termine hat. Die britische Version von Siri trägt den Namen Daniel - in Wirklichkeit verlieht Jon Briggs dem Assistenten seine Stimme. Davon erfahren hat Briggs allerdings erst aus dem Fernsehen, wie er dem Telegraph erzählte.
Aufnahmen von sechs Jahren
Siri ist keine Eigenentwicklung von Apple. Der Sprachassistent war ursprünglich eine eigenständige Anwendung vom Entwickler Siri Inc, den Apple 2010 übernommen hat. Die Sätze für Siri wurden bereits vor sechs Jahren aufgenommen. Briggs habe "Daniels" Stimme ursprünglich für Scansoft aufgenommen, das später mit Nuance fusionierte, auf dessen Technologie die Spracherkennungs-Software basiert.
Daniel spricht nicht für Siri alleine
Insgesamt habe der ehemalige Technologie-Journalist fünftausende Sätze in drei Wochen aufgenommen. Dabei musste Briggs so monoton wie möglich sprechen, denn Sprachdienste müssen nicht nur vordefinierte Sätze aufsagen, sondern auch Wörter sprechen, die vorher nicht aufgenommen wurden. "Daniels" Stimme spricht unter anderem Durchsagen am Londoner Bahnhof King's Cross, seine Stimme wurde auch für zahlreiche Navigationsgeräte wie etwa von Garmin und TomTom verwendet.
Apple wollte "Daniel" Maulkorb verpassen
Dass seine Stimme für Siri genutzt wurde, habe Briggs erst erfahren, als er eine Demonstration im Fernsehen sah. Apple habe ihm zunächst verbieten wollen, öffentlich über Siri zu sprechen. Es gehe nicht um eine einzelne Person, habe der Konzern argumentiert. Briggs habe jedoch darauf hingewiesen, dass er nie einen Vertrag mit dem Unternehmen gehabt habe. Seither habe Apple keinen Kontakt mehr aufgenommen.
Ein Problem damit, dass er ohne davon zu wissen die britische Stimme von Siri ist, hat Briggs nicht. Auch habe er damals von Scansoft eine "anständige Summe" bezahlt bekommen. "Ich liebe die Produkte von Apple und glaube, dass Siri ein Game-Changer ist", erklärt Briggs. (red)
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