Apple wollte Siris britischem Sprecher Maulkorb verpassen

11. November 2011, 10:29

Jon Briggs nahm Wörter vor sechs Jahren auf und erfuhr aus dem Fernsehen, dass er Siris Stimme ist

Während hierzulande wie in anderen Ländern und Sprachen Apples virtuelle Assistentin Siri mit einer Frauenstimme zu ihren Usern spricht, säuselt in der britischen Version eine Männerstimme wie das Wetter wird oder ob man am nächsten Tag Termine hat. Die britische Version von Siri trägt den Namen Daniel - in Wirklichkeit verlieht Jon Briggs dem Assistenten seine Stimme. Davon erfahren hat Briggs allerdings erst aus dem Fernsehen, wie er dem Telegraph erzählte.

Aufnahmen von sechs Jahren

Siri ist keine Eigenentwicklung von Apple. Der Sprachassistent war ursprünglich eine eigenständige Anwendung vom Entwickler Siri Inc, den Apple 2010 übernommen hat. Die Sätze für Siri wurden bereits vor sechs Jahren aufgenommen. Briggs habe "Daniels" Stimme ursprünglich für Scansoft aufgenommen, das später mit Nuance fusionierte, auf dessen Technologie die Spracherkennungs-Software basiert.

Daniel spricht nicht für Siri alleine

Insgesamt habe der ehemalige Technologie-Journalist fünftausende Sätze in drei Wochen aufgenommen. Dabei musste Briggs so monoton wie möglich sprechen, denn Sprachdienste müssen nicht nur vordefinierte Sätze aufsagen, sondern auch Wörter sprechen, die vorher nicht aufgenommen wurden. "Daniels" Stimme spricht unter anderem Durchsagen am Londoner Bahnhof King's Cross, seine Stimme wurde auch für zahlreiche Navigationsgeräte wie etwa von Garmin und TomTom verwendet.

Apple wollte "Daniel" Maulkorb verpassen

Dass seine Stimme für Siri genutzt wurde, habe Briggs erst erfahren, als er eine Demonstration im Fernsehen sah. Apple habe ihm zunächst verbieten wollen, öffentlich über Siri zu sprechen. Es gehe nicht um eine einzelne Person, habe der Konzern argumentiert. Briggs habe jedoch darauf hingewiesen, dass er nie einen Vertrag mit dem Unternehmen gehabt habe. Seither habe Apple keinen Kontakt mehr aufgenommen.

Ein Problem damit, dass er ohne davon zu wissen die britische Stimme von Siri ist, hat Briggs nicht. Auch habe er damals von Scansoft eine "anständige Summe" bezahlt bekommen. "Ich liebe die Produkte von Apple und glaube, dass Siri ein Game-Changer ist", erklärt Briggs. (red)

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25 Postings

"fünftausende Sätze"

sind das tausende Sätze mal 5?

Ihr habt doch alle keine Ahnung, für Österreich kann es nur eine Stimme geben... Fekter Mitzi :D
Wär sicher amüsant und die Anzahl der Unfälle mit iPhones würde rapid ansteigen :D

Sie meinen wohl die Anzahl der Unfälle VON iphones, oder? ^^

Appels Stimme darf nichts sagen

was nicht der grosse Diktator freigegeben hat.
Und er liebt es.

fand ich auch bezeichnend für die 'unter anderem' Eigenschaften von Apple-Fans - cognitive Dissonanz wird bei ihnen scheint's immer eher pro Apple gelöst werden, statt gg (obwohl ich das hier ja ned so krass find, passt nur zu Apples Manieren)

Ich hab Gusto auf Zitronen.

Die Briten sind dermaßen diskriminierend, denn selbst bei einer der Angelegenheiten (sinnlos plappern), die Frauen definitiv besser können als Männer, lassen's den Job einen Typen erledigen.

"Siri ist keine Eigenentwicklung von Apple"

Das muss das erste Mal sein, dass Apple etwas nicht selbst erfindet, oder?

huch

kein nachmittagsunterricht am freitag?

Gutes Argument!

Wow

Sie sind richtig stolz auf diesen Gag, nicht wahr?

Sorry lieber Apple Fanboy.

na war einfach nit der beste und einfallreichste kalauer hier - aber bessere zeiten kommen! bestimmt

bitte chris lohner für österreich

das wäre echt genial.

Mit Chris Lohner versteht dann Siri aber sicher immer nur Bahnhof ... ;-)

...nein, höchstens für den Wiener Raum...!

...Hansi Hinterseer für Tirol bitte...!
...das wäre echt genial...

hugo portisch!

Pezi-Bär wär auch nicht schlecht -
oder - halt jetzt hab ichs:
Stefan Petztner!

fünftausende - WOW!!!

"Insgesamt habe der ehemalige Technologie-Journalist fünftausende Sätze in drei Wochen aufgenommen.

Ich kenne Leute, die machen das freiwillig und unbezahlt - und darüberhinaus ihr gesamtes Leben hindurch ;o)

man beachte die Formulierung "fünftausende". Also "tausende" oder "zehntausende" ist ja noch klar - aber "fünftausende"? Wie ist das jetzt zu verstehen? Als ganzzahliges Vielfaches von Fünftausend? ;-)))

Exakt.

Im Französischen gäbe es (theoretisch) aber auch ›une cinquemillaine‹ – etwa fünftausend.

naja

1 satz alle 2 min, 10h AT.
ist sicher mühsam, aber für das geld würd ich es sicher auch machen.

Also Bedarf zu sprechen hatte der Abends bestimmt nicht mehr :-).

er instruiert seine frau per siri? :)

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