BWT fährt deutlich weniger Gewinn ein

11. November 2011, 08:48
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Auch wenn der Umsatz in den ersten neun Monaten 2011 leicht gestiegen ist, das Konzernergebnis brach um ein Drittel ein

Wien - Der oberösterreichische Wasseraufbereiter Best Water Technology (BWT) hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres seinen konsolidierten Konzernumsatz um 4,8 Prozent auf 361,8 Mio. Euro gesteigert, das Ergebnis vor Steuern ging aber von 26,1 Mio. Euro auf 19,8 Mio. Euro zurück. Das Konzernergebnis nach Minderheitsanteilen betrug in den ersten drei Quartalen 13,5 Mio. Euro (nach 20,0 Mio. Euro), wie das Unternehmen am Freitag ad hoc bekanntgab. Die Ergebniszahlen entsprachen damit den Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt mit einem Umsatzplus von 3,4 Prozent und einem Konzernergebnis von 13,7 Prozent gerechnet hatten.

Vor allem die umfangreichen Werbemaßnahmen zum Aufbau der Marke "BWT" hätten im dritten Quartal zu einem Rückgang des EBIT um 3,0 Mio. auf 4,3 Mio. Euro geführt, heißt es in der Mitteilung. Das Konzernergebnis nach Minderheitsanteilen betrug im dritten Quartal 2,6 Mio. Euro gegenüber 5,4 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie liegt damit per 30.9. bei 0,79 Euro gegenüber 1,16 Euro im Vorjahr.

Investitionen

Die Investitionen in das Anlagevermögen wurden im Vergleich zum Vorjahr stark ausgebaut. So wurden 2011 bisher 16,2 Mio. Euro investiert, im Vorjahr waren es per Ende September 10,2 Mio. Euro gewesen. Der Großteil dieser Investitionen floss in die Erweiterung der Produktions-, Logistik- und Forschungskapazitäten am Standort Mondsee. Die Nettoverschuldung des BWT-Konzerns per Ende September sank im Vergleich zum Vorjahr dennoch von 25,1 Mio. Euro auf 22,9 Mio. Euro. Damit lag das Gearing (Nettofinanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum Eigenkapital) bei 14,1 Prozent gegenüber 15,3 Prozent im Vorjahr. Auch die Eigenkapitalquote der BWT-Gruppe hat sich mit Stichtag 30.9. verbessert und beträgt nun 48,1 Prozent der Bilanzsumme, zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres lag sie bei 47,6 Prozent.

Mittelfristig werde der Ausbau des Point-of-Use-Geschäfts vor allem im Produktbereich "Tischwasserfilter" zu Ertragsrückgängen führen, sagte Konzernchef Andreas Weißenbacher laut Aussendung. Die BWT-Gruppe erwartet für das laufende Jahr 2011 unverändert einen konsolidierten Konzernumsatz von 470 Mio. Euro. Aus derzeitiger Sicht werde das Konzernergebnisziel von 1 Euro je Aktie nicht gehalten werden können, das vierte Quartal bringe wie schon im letzten Jahr nur geringe Ergebnisbeiträge. (APA)

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