Auch wenn der Umsatz in den ersten neun Monaten 2011 leicht gestiegen ist, das Konzernergebnis brach um ein Drittel ein
Wien - Der oberösterreichische Wasseraufbereiter Best Water Technology
(BWT) hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres seinen konsolidierten
Konzernumsatz um 4,8 Prozent auf 361,8 Mio. Euro gesteigert, das Ergebnis vor
Steuern ging aber von 26,1 Mio. Euro auf 19,8 Mio. Euro zurück. Das
Konzernergebnis nach Minderheitsanteilen betrug in den ersten drei Quartalen
13,5 Mio. Euro (nach 20,0 Mio. Euro), wie das Unternehmen am Freitag ad hoc
bekanntgab. Die Ergebniszahlen entsprachen damit den Erwartungen der Analysten,
die im Durchschnitt mit einem Umsatzplus von 3,4 Prozent und einem
Konzernergebnis von 13,7 Prozent gerechnet hatten.
Vor allem die umfangreichen Werbemaßnahmen zum Aufbau der Marke "BWT" hätten
im dritten Quartal zu einem Rückgang des EBIT um 3,0 Mio. auf 4,3 Mio. Euro
geführt, heißt es in der Mitteilung. Das Konzernergebnis nach
Minderheitsanteilen betrug im dritten Quartal 2,6 Mio. Euro gegenüber 5,4 Mio.
Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie liegt damit per 30.9. bei 0,79 Euro
gegenüber 1,16 Euro im Vorjahr.
Investitionen
Die Investitionen in das Anlagevermögen wurden im Vergleich zum Vorjahr stark
ausgebaut. So wurden 2011 bisher 16,2 Mio. Euro investiert, im Vorjahr waren es
per Ende September 10,2 Mio. Euro gewesen. Der Großteil dieser Investitionen
floss in die Erweiterung der Produktions-, Logistik- und Forschungskapazitäten
am Standort Mondsee. Die Nettoverschuldung des BWT-Konzerns per Ende September
sank im Vergleich zum Vorjahr dennoch von 25,1 Mio. Euro auf 22,9 Mio. Euro.
Damit lag das Gearing (Nettofinanzverbindlichkeiten im Verhältnis zum
Eigenkapital) bei 14,1 Prozent gegenüber 15,3 Prozent im Vorjahr. Auch die
Eigenkapitalquote der BWT-Gruppe hat sich mit Stichtag 30.9. verbessert und
beträgt nun 48,1 Prozent der Bilanzsumme, zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres
lag sie bei 47,6 Prozent.
Mittelfristig werde der Ausbau des Point-of-Use-Geschäfts vor allem im
Produktbereich "Tischwasserfilter" zu Ertragsrückgängen führen, sagte
Konzernchef Andreas Weißenbacher laut Aussendung. Die BWT-Gruppe erwartet für
das laufende Jahr 2011 unverändert einen konsolidierten Konzernumsatz von 470
Mio. Euro. Aus derzeitiger Sicht werde das Konzernergebnisziel von 1 Euro je
Aktie nicht gehalten werden können, das vierte Quartal bringe wie schon im
letzten Jahr nur geringe Ergebnisbeiträge. (APA)