Research Alpha II-Zertifikat schlägt ATX um 10 Prozent

11. November 2011, 08:44
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Mit marktneutraler Strategie Outperformance gegenüber dem österreichischen Leitindex

Mit dem Erste Group Research Alpha II Zertifikat (ISIN: AT0000A0H8N3, fällig 31.05.2013) wird eine Long-Short-Strategie umgesetzt: Inhaber des Zertifikates nehmen simultan eine Kaufposition (Long) und eine Verkaufsposition (Short) ein. Allein das Verhältnis beider Positionen entscheidet über den Anlageerfolg. Sollte die Short-Position in einem fallenden Markt 10 Prozent gewinnen, die Long-Position dagegen „nur" 8 Prozent verlieren, so muss das Zertifikat im Resultat um 2 Prozent zulegen.

Aktives Management der Erste Group Research tritt an gegen den Blue Chip Index

Die Long-Position besteht in einem Aktienkorb, dem Erste Group Research Basket, der durch ein Expertenkomitee der Bank wöchentlich überprüft wird. Das Auswahluniversum besteht aus allen österreichischen Aktienwerten, unabhängig von dem Börsenplatz des Listings, die regelmäßig durch die Aktienanalysten des Hauses bewertet werden. Im Korb müssen mindestens vier und höchstens 15 Aktien vertreten sein, deren Einzelgewichtung 25 Prozent nicht überschreiten darf. Aufgrund rechtlicher Beschränkungen darf die eigene Aktie, Erste Group, nie Bestandteil des verwalteten Portfolios sein. Zurzeit enthält dieses neben Immofinanz, OMV, Raiffeisen International und Voestalpine, die zusammen bereits über 60 Prozent ausmachen, noch AT&S, Kapsch, Polytec, Österreichische Post, RHI und Vienna Insurance. Die gegenläufige Short-Position besteht österreichischen Leitindex ATX. Dieser umfasst die nach verfügbarer Marktkapitalisierung gewichteten 20 größten Unternehmen. Über 60 Prozent der Indexgewichtung entfallen auf die ersten sechs Werte: OMV, Erste Group, Voestalpine, Telekom Austria, Andritz sowie Immofinanz.

Seit Jahresanfang liegen der Erste Group Research Basket und der ATX gleichauf mit einem Minus von knapp 33 Prozent. Das Zertifikat hat folglich in diesem Zeitraum weder zugelegt noch verloren. Seit Emission zum Ultimo April 2010 konnten die Aktienanalysten jedoch knapp zehn Prozent Überrendite erzielen. Wer sich fragt, was diese Strategie verdienen sollte, schaut auf die Strukturierung: Da diese theoretisch Cash-neutral ist (d.h. benötigtes Geld für die Long-Position wird durch die Short-Position generiert), sollte jährlich zumindest Geldmarktrendite gewonnen werden. Außerdem darf mit Dividenden gerechnet werden, da diese aus dem Preisindex ATX herausgerechnet werden, was sich positiv auf die Short-Position auswirkt. Zugleich werden die Dividenden der Long-Position vereinnahmt. Zum Laufzeitende besteht kein Kapitalschutz seitens der Emittentin. Da das Zertifikat bereits an der Börse eingeführt ist, entfällt ein Ausgabeaufschlag; die Geld-Brief-Spanne beträgt 0,9 Prozent.

ZertifikateReport-Fazit: Investoren, die zur Portfolio-Diversifikation eine marktneutrale Strategie beimischen möchten und Vertrauen in die Kompetenz des Erste Group Research Teams, bilden die Zielgruppe des Zertifikates. „Marktneutral" bedeutet aber nicht, dass finanzielle Risiken bzw. Volatilität geringer sind als bei klassischen Aktieninvestments. Es besteht ferner ein Wiederanlagerisiko bei Fälligkeit.

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