Stadtteil Rudolfsheim-Fünfhaus

Gedenkort Turnertempel eröffnet

10. November 2011, 19:39
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    foto: standard/cremer

    Zeitzeuge Moshe Jahoda war mit sechs Enkelkindern zur Eröffnung des Turnertempel-Mahnmals erschienen.

Zentrales Element des Platzes ist ein Netz aus schwarzen Betonbalken

Wien - Auf den Tag genau vor 73 Jahren stand Moshe Jahoda in der Pogromnacht an der Ecke zur Turnergasse im 15. Bezirk und sah die Flammen aus der Synagoge des Tempels lodern.

Wiens drittgrößte Synagoge wurde damals von den Nationalsozialisten in Brand gesteckt und vollständig zerstört. "An diesem Tag habe ich mich von Gott und den Menschen verlassen gefühlt", schildert der Zeitzeuge am Donnerstag zur Eröffnung des Gedenkortes an eben jener Stelle das Erlebte.

Wiens Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg sprach zur Einweihung des Platzes ein Gebet. Es freue ihn, dass nicht nur Juden, sondern auch viele andere Wiener zum Festakt erschienen waren, um dem Schicksal des jüdischen Volkes zu gedenken. Der Erinnerungsort sei für ihn "eine Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft". Zentrales Element des Platzes ist ein Netz aus schwarzen Betonbalken, das den zerborstenen Dachstuhl des Tempels symbolisiert. (juh, DER STANDARD-Printausgabe, 11.11.2011)

Herr Wenzel
01
11.11.2011, 11:08
zeitzeugen

meine urgroßeltern und auch meine großeltern haben schon damals in diesem grätzl gewohnt.
sie haben erzählt, dass damals die (nichtjüdischen) bewohner scharenweise hingerannt sind und begeistert zugesehen und gejubelt haben.
nach dem krieg war dann eine tankstelle dort ...

j.pure
02
11.11.2011, 15:46

lieber herr wenzel!

wenn sie sich genauer für die geschichte des grätzels interessieren: www.herklotzgasse21.at. liebe grüße!

sound and vision
00
11.11.2011, 20:40
hochinteressant!!!

vielen dank!

trollvottel
00
11.11.2011, 12:57

Wie war das? "Ich hab nur aaan Juden g'führt ... i bin a Opfer"

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